Volleyballturnier des TV Levern: Nach 41 Auflagen ist Schluss Das war’s

Levern (WB). Was hat Levern nicht schon für hochklassige Spiele und leistungsstarke Mannschaften gesehen. Doch das gehört längst der Vergangenheit an. Seit dem Wochenende gilt dies nun endgültig auch für ein ruhmreiches und bei den Aktiven fest im Terminkalender verankertes Volleyball-Turnier. Die 41. Auflage am Samstag war die letzte ihrer Art in der Vereinsgeschichte des TV »Frisch-Auf« Levern.

Von Volker Krusche
Die 41. Auflage des traditionellen Volleyball-Turniers des TV »Frisch-Auf« Levern am Samstag war zugleich die letzte.
Die 41. Auflage des traditionellen Volleyball-Turniers des TV »Frisch-Auf« Levern am Samstag war zugleich die letzte. Foto: Pollex

Natürlich spielte viel Wehmut bei Organisatoren, treuen Teilnehmern und Ehemaligen mit. Doch selbst die Verkürzung vom traditionellen Zwei-Tages-Event auf ein eintägiges Turnier wurde von den Vereinen nicht mit dem Zuspruch angenommen, der eine Weiterführung für die Verantwortlichen gerechtfertigt hätte. Bestes Beispiel war der kurzfristige Wegfall der Herren A-Klasse, für die neben der Aufstiegsmannschaft des Gastgebers nur ein einziges weiteres Team gemeldet hatte. »Mit Blick auf die vielen großen Turniere, die wir in der Vergangenheit ausgerichtet haben, ist das allein wie ein Stich ins Herz«, hatte Organisator Andreas Wittkötter im Vorfeld erklärt. Ihm und seiner Helferschar war spätestens in dem Moment klar, dass der Entschluss, das Turnier letztmalig durchzuführen, der einzig richtige gewesen ist. Bedenkt man, dass der TV Levern die Ausschreibung für seine Traditionsveranstaltung im Vorfeld mehrere hundert Mal verschickt hatte und am Ende nur 14 Mannschaften für die drei noch zur Austragung gekommenen Klassen zugesagt hätten, schwingt verständlicherweise eine Menge Frust und Enttäuschung bei den Ausrichtern mit.

Hunderte von Ausschreibungen verschickt

Aber nicht nur die Resonanz anderer Vereine sorge dafür, auch Reaktionen aus den eigenen Reihen, wo andere Dinge dem eigenen Turnier vorgezogen würden. Mögliche Helfer würden gar das parallel stattgefundene Stemweder Open-Air vorziehen.

Die Entwicklung war nicht aufzuhalten, der Entschluss, einen Schlussstrich zu ziehen, sei unumgänglich gewesen. Auch wenn Leverner Urgesteine, die noch die Zeiten erlebten, als zahlreiche Teams aus der Ferne ins Stiftsdorf reisten, für tolle sportliche Leistungen sorgten und den Partys am Samstagabend die Bezeichnung »legendär« verliehen, bis zum letzten Moment – und auch darüber – den Glauben nicht verloren, dass es irgendwie und irgendwann weitergehen möge, so ist nun das letzte Kapitel geschrieben und das Buch »Volleyball-Turnier in Levern« endgültig zugeschlagen.

Wittkötter hofft auf motivierten Nachwuchs

Oder doch nicht? Andreas Wittkötter hatte nach dem letzten Ballwechsel einen besonderen Wunsch: »Vielleicht ist es ja kein Ende für immer. Eventuell findet sich nach einer Pause ja doch noch motivierter Nachwuchs, der diese Tradition mit anderen Ideen fortsetzen wird.«

Bevor sich im Vergleich zu den vorherigen Turnierauflagen diesmal nur eine kleine Schar am Samstag ans traditionellen Feiern machte, durften in allen drei durchgeführten Wettbewerben heimische Mannschaften jubeln.

Damen A

Der OTSV Pr. Oldendorf und der VC Osnabrück hatten sich in ihren Gruppen durchgesetzt und bestritten das Endspiel. In einem Duell auf sehr hohem Niveau war der Sieg des Verbandsligaabsteigers nie in Gefahr. Die heimische Sechs behielt mit 25:21 und 25:16 die Oberhand.

Hinter dem TV Münchehagen und TVE Greven belegte die Oldendorfer Zweitvertretung nach einem 25:22 und 25:12 gegen den TV Schledehausen den fünften Platz. Es war der einzige Sieg des OTSV II im Turnierverlauf.

Damen B

In einer Vierergruppe gab Landesligist SuS Holzhausen lediglich im ersten Spiel einen Satz ab, setzte sich letztlich aber sicher durch. Ungeschlagen verwies das Team in diesem als Vorbereitung auf die Saison genutzten Turnier den ATSV Espelkamp (4:2 Punkte), TV Baden (2:4) und die SG Levern/Stemwede (0:6), die als jüngstes und klassentiefstes Team mit Riesenspaß dabei war und in der Außenseiterrolle gut zurecht kam, auf die Plätze.

Herren B

Da Spieler fehlten, verstärkte sich die Reserve des TV Levern durch einige Akteure der »Ersten« aus der Oberliga. Der Landesligist ließ keinen Zweifel am Erfolg aufkommen und gewann alle Spiele ohne Satzverlust. Auch gegen die in der neuen Saison mit Ambitionen auf den Verbandsligaaufstieg angetretene Mannschaft aus Bad Lippspringe behielt der TVL II die Oberhand. Die neue aus dem OTSV Pr. Oldendorf und dem BTW Bünde gebildete Spielgemeinschaft nutzte das Turnier in erster Linie zum Einspielen und belegte am Ende den dritten Rang vor dem stark ersatzgeschwächten TV Levern I.

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