Fußball-Bezirksliga: TuS Dielingen strebt mit Sebastian Schmidt den Klassenverbleib an Neuer Trainer, altes Ziel

Dielingen (WB). Das neue Gesicht ist ein alter Bekannter: Trainer Sebastian Schmidt hat die Vorbereitung mit dem TuS Dielingen aufgenommen. Mit dem Fußball-Bezirksligisten möchte der neue Trainer schnellstmöglich den Klassenverbleib realisieren.

Von Marc Schmedtlevin
Neu beim Bezirksligisten TuS Dielingen: (von links) Abdullah Seyhan, Onur Gören, Niklas Angelbeck, Jorden Frank, Trainer Sebastian Schmidt, Marek Schröer, Andre Keßmann und Giorgio Ronzetti. Auf dem Foto fehlt Giovanni Ronzetti.
Neu beim Bezirksligisten TuS Dielingen: (von links) Abdullah Seyhan, Onur Gören, Niklas Angelbeck, Jorden Frank, Trainer Sebastian Schmidt, Marek Schröer, Andre Keßmann und Giorgio Ronzetti. Auf dem Foto fehlt Giovanni Ronzetti. Foto: Marc Schmedtlevin

Zweieinhalb Jahre lang schnürte Sebastian Schmidt für die Dielinger die Schuhe. Verletzungen bremsten ihn dann aber aus und er musste seine aktive Laufbahn beenden. Nach einem Engagement beim TuS Levern und einer kurzen Auszeit ist Schmidt nun zurück in Dielingen – als Trainer. »Die Eingewöhnung fällt sicherlich nicht so schwer, wenn man den Verein schon kennt«, sagt Schmidt, der den Posten von Wolfgang Hagedorn übernommen hat. Der hatte in den vergangenen beiden Serien gute Ergebnisse mit dem TuS erzielt. Zunächst gelang der Aufstieg aus der Kreisliga A und danach Platz zehn in der Bezirksliga.

Vorsichtiges Ziel

Genau in diese Richtung möchte sich erst einmal auch der neue Coach orientieren. »Wir fahren gut damit, wenn wir sagen, dass wir schnellstmöglich die Klasse halten wollen«, gibt Schmidt das erste Saisonziel aus und fügt gleich hinzu: »Wenn wir das geschafft haben, können wir weiterschauen. Wenn es dann wesentlich besser wird, nehme ich das gerne mit.«

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Premieren-Saison will Schmidt während der Vorbereitung schaffen. Die Mannschaft darf sich auf ein spielerfreundliches Trainingsprogramm freuen. »Die Fitness ist bei mir das A und O. Allerdings sind mir dabei Übungen mit dem Ball lieber als ständige Waldläufe«, erklärt Schmidt sein Konzept und benennt weitere Schwerpunkte für die kommenden Wochen: »Ich bin als Spieler immer taktisch und technisch geprägt gewesen. Deswegen werde ich jetzt zum Beispiel auch viel Wert auf ein sauberes Passspiel legen. Das werden wir bis zum Abwinken trainieren.«

Experimente in der Vorbereitung

Einstellen dürfen sich die Dielinger Kicker auch auf das eine oder andere Experiment. Einige Spieler werden in der Vorbereitung Rollen bekommen, die sie aus der Vergangenheit vielleicht noch nicht kennen. »Ich gehe unbefangen an die neue Aufgabe heran. Deswegen werde ich Spieler auch manchmal dort ausprobieren, wo sie es nicht gewohnt sind. Vielleicht ergeben sich so ein paar zusätzliche Möglichkeiten«, sagt Schmidt, der sein Team möglichst flexibel aufstellen möchte.

Flexibilität verspricht erst einmal auch der Kader. Aus einem Pool von 26 Spielern kann der neue Trainer erstmal auswählen. Eine Dauerlösung wird das aber nicht sein. »Es bringt nichts, zu jedem Spiel mit 20 Spielern zu reisen. Wir werden auf Dauer sicherlich auch ein paar Jungs an die zweite Mannschaft abgeben«, sagt Schmidt.

Acht Zugänge im Kader

Angewachsen ist der Kader auch, weil vier Abgängen acht Zugänge gegenüberstehen – darunter fünf Talente aus der eigenen Jugend. Die ersten Eindrücke dieses Quintetts seien positiv. Gleiches gelte für die externen Zugänge. Vor allem von den Ronzetti-Cousins Giovanni und Giorgio verspricht man sich in Dielingen einiges. Das Duo soll die Offensivabteilung wieder beleben, nachdem in der Vorsaison 42 Treffer in 30 Partien gelungen waren. »Das sind eindeutig zu wenige. Wir erhoffen jetzt mit den neuen Spielern mehr Durchschlagskraft«, sagt Schmidt. Er plant Giovanni Ronzetti für das Sturmzentrum ein, nachdem der Linksfuß bei seinem alten Verein SuS Holzhausen auch häufig über die linke Seite –offensiv und defensiv – gekommen war. Giorgio Ronzetti (zuvor RW Damme) kann laut Trainer auch gut die Außenbahn besetzen. Hinzu kommt mit Abdullah Seyhan ein Akteur für das zentrale Mittelfeld. »Er scheint ein feines Füßchen zu haben«, sagt Schmidt, der sich noch an die für ihn neue Spielklasse gewöhnen muss. Gut also, dass der neue Verein nicht auch noch Neuland ist.

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