1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Rahden sichert mit Kantersieg fast schon die Playoffs
Baskets feuern aus allen Lagen

Rahden -

Die heimischen Rollstuhlbasketballer sind wieder in der Erfolgsspur – und wie! Die Baskets 96 Rahden feiern in der Bundesliga gegen die ING Skywheelers einen 89:36 (39:20)-Kantersieg. Noch nie zuvor gewannen die Rahdener mit größerem Vorsprung.

Montag, 08.03.2021, 17:28 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 17:30 Uhr
Thomas Smith wird gleich von drei Gegenspielern attackiert, doch der Rahdener kommt trotzdem zum Abschluss. Im Heimspiel gegen die Skywheelers feierten die Baskets den höchsten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte. Foto: Stefan Pollex

 

Es war eine Machtdemonstration von der ersten Minute an. Quinten Zantinge brachte seine Farben mit 2:0 in Führung, nach weiteren Punkten von Mustafa Korkmaz (per Dreier), Carl Fritzell, Thomas Smith und erneut Zantinge stand es nach nur fünf Minuten 11:3. Frankfurt kam noch einmal etwas heran und verkürzte auf 16:12 kurz vor Ende des ersten Viertels, im zweiten Viertel dann sogar auf 18:16.

Ein Weckruf zur rechten Zeit, denn fortan spielten gefühlt nur noch die Gastgeber. Mit einem 15:0-Lauf schraubten Fritzell, Zantinge, Bandura sowie Korkmaz die Führung zum 33:16 in die Höhe. Auch beim Halbzeitstand von 39:20 war der Vorsprung der Baskets 96 beinahe doppelt so hoch, wie der Gast Punkte auf dem Konto hatte. Wer aber dachte, dass die Mannschaft von Trainer Josef Jaglowski in der Folge die Zügel ein wenig schleifen lassen würde, sah sich getäuscht.

Denn auf das 21:8 in den zweiten zehn Minuten folgte ein überragendes 31:6 im dritten Viertel. Rahden feuerte aus allen Lagen – und traf auch beinahe von allen Positionen. So kamen die 96er auf gleich vier erfolgreiche Dreier, gleichmäßig verteilt auf die Konten von Korkmaz und Zantinge. Eine gleichmäßige Verteilung war auch das richtige Stichwort für die Punkteverteilung der Rahdener, bei denen gleich fünf Akteure zweistellig punkteten.

Auch Routinier Tarik Cajo trug sich in die Scorer-Liste ein. Die Gastgeber hatten keine Mühe mit dem Gegner.

Auch Routinier Tarik Cajo trug sich in die Scorer-Liste ein. Die Gastgeber hatten keine Mühe mit dem Gegner. Foto: Stefan Pollex

„Wir waren zu keiner Zeit des Spiels berechenbar“, freute sich Routinier Tarik Cajo über die gelungene Vorstellung. Auch er selbst kam auf drei Zähler, was den perfekten Samstagabend abrundete. Denn bereits zuvor hatten die heimischen Korbjäger erfahren, das Verfolger Wiesbaden knapp im Münsterland verloren hatte.

Wir haben unser Saisonziel so gut wie erreicht, alles Weitere ist ab jetzt Bonus.

Trainer Josef Jaglowski

Damit ist den Baskets 96 der Einzug in die Playoffs kaum noch zu nehmen, nur rechnerisch besteht noch eine kleine Restchance für die Konkurrenz aus Hamburg. Deshalb heißt es für die Baskets in den verbleibenden zwei Spielen gegen eben jene Hanseaten und den Dauerrivalen aus Hannover, sich einzuspielen für die ganz heiße Phase der Saison. Denn dann geht es für die Rahdener und die drei weiteren Topteams der Liga um nichts anderes als die Deutsche Meisterschaft.

Trainer Josef Jaglowski freut sich schon jetzt auf die vor seinem Team liegenden „Endspiele. Das sind alles Do-or-Die-Spiele, da darf sich niemand mehr eine Schwäche erlauben. Wir haben unser Saisonziel damit so gut wie erfüllt, alles weitere ist ab jetzt Bonus.“ Ein Bonus, den sie in Rahden liebend gerne vergolden würden.

Baskets: Krzysztof Bandura (22 Punkte), Mustafa Korkmaz (18), Quinten Zantinge (18), Krzysztof Kozaryna (13), Thomas Smith (10), Carl Fritzell (5), Tarik Cajo (3), Elvis Fakic, Kallum Stafford, Konstantinos Tsatsoulis.

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