Bundesliga: Rahdens Korbjäger feiern 74:60-Auftaktsieg bei den Rhine River Rhinos
Korkmaz-Gala lässt Baskets 96 jubeln

Wiesbaden (WB). Toller Auftakt für die Baskets 96 Rahden in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Bei den Rhine River Rhinos Wiesbaden siegten die heimischen Korbjäger am Samstag mit 74:60 (32:24). Zum Mann des Spiels avancierte – wie schon so oft – Spielmacher Mustafa Korkmaz mit einer unglaublich starken zweiten Halbzeit.

Sonntag, 01.11.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 15:50 Uhr
Mustafa Korkmaz (rechts) zeigte nach unauffälligem Start seine ganze Klasse: Der Spielmacher führte die Baskets 96 Rahden in Wiesbaden zum ersten Saisonsieg. Foto: Schmedtlevin

Die ersten Rahdener Punkte der Saison 2020/21 waren Jake Robinson vorbehalten, der zur 2:0-Führung traf. Beim 8:6 konnten dann zum letzten Mal für lange Zeit die Gastgeber vorlegen, im Anschluss setzten sich die Baskets über 17:12 bis zum 23:16 nach dem ersten Viertel ab.

Nach zwei weiteren Robinson-Punkten war die Führung beim 27:16 zum ersten Mal zweistellig. Wiesbadens neues Trainergespann Hopp/Damiano nahm nach nur 100 Sekunden im zweiten Viertel eine Auszeit – mit Wirkung. Die Rhinos kamen bis auf 24:29 heran. Auch, weil Rahden acht (!) Würfe in Serie vergab. So kam es durchaus zu einer kuriosen Halbzeitführung für die Gäste, denn trotz der schwächeren Wurfquote (Rahden 32 Prozent, Wiesbaden 38 Prozent) hieß es zur Pause 32:24 für die 96er.

Baskets-Präsident meldet sich mit Halbzeit-Fazit aus dem Krankenbett

Baskets-Präsident Stephan Rehling, der am Freitag operiert werden musste, meldete sich mit einem Zwischenfazit aus dem Krankenbett: „Besonders nach vorne kann man schon sehen, dass die Wege noch nicht optimal abgestimmt sind. Aber in der Defense machen die Jungs das schon sehr ordentlich, ermöglichen den Rhinos kaum leichte Würfe. Acht Punkte Vorsprung sind noch kein beruhigendes Polster, aber ich setze darauf, dass wir das nach Hause bringen.“

Der Glaube des Präsidenten sollte allerdings erst einmal mächtig angekratzt werden. Wiesbaden startete mit einem erfolgreichen Dreier in das dritte Viertel, dann folgten zwei leichte Rahdener Ballverluste durch Bandura und Cusack, ehe die Gastgeber satte fünf Versuche unter dem Korb geschenkt bekamen, um auf 29:32 zu verkürzen. Selbst die anschließende Auszeit von 96-Trainer Josef Jaglowski verpuffte, beim 39:39 war zum ersten Mal seit dem 12:12 wieder alles auf Null gestellt. Und beim 42:41 führte Wiesbaden sogar plötzlich.

Lange blass, plötzlich zur Stelle: Korkmaz übernimmt Kommando

Es war nun an der Zeit für Rahdens Spielmacher, der bis hierhin blass geblieben war. Doch ein Mustafa Korkmaz darf zu keiner Zeit abgeschrieben werden, was der Niederländer in der Folge eindrucksvoll unterstrich: ein Dreier als Antwort, obendrein eine starke Balleroberung, gekrönt mit einem weiteren Korberfolg im Angriff. Korkmaz war nun gar nicht mehr zu stoppen, legte noch einen weiteren Dreier zum 49:44 nach. Und lieferte obendrein das Zuspiel für Peter Cusacks 51:44, mit dem es in das vierte Viertel ging. Wer in diesem für die Entscheidung sorgen sollte? Natürlich Korkmaz. Zuvor punkteten der ebenfalls stark aufgelegte Quinten Zantinge sowie Cusack, ehe nach sieben Punkten des Niederländers in Serie die Führung beim 62:51 wieder zweistellig war. Die Entscheidung fünf Minuten vor dem Ende.

Die Mannschaft hat tolle Moral bewisen und sich auch nicht von einer Schwächephase verunsichern lassen. Ich bin zufrieden mit dem Auftakt. Diese zwei Punkte sind verdammt wichtig.

Trainer Josef Jaglowski

„Die Mannschaft hat tolle Moral bewiesen und sich auch nicht von einer Schwächephase verunsichern lassen. Eine solche Auszeit wie zu Beginn des dritten Viertels darf uns nicht passieren, aber da hat es hier und da einfach an der Abstimmung und ein wenig an der Konzentration gefehlt. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Auftakt. Diese zwei Punkte sind verdammt wichtig und werden uns Sicherheit geben“, resümierte Trainer Josef Jaglowski. Die Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (27), Quinten Zantinge (20), Peter Cusack (10), Jake Robinson (8), Krzysztof Kozaryna (4), Carl Fritzell (2), Kallum Stafford (2), Tom Smith (1), Krzysztof Bandura, Elvis Fakic.

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