Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Baskets 96 Rahden verlieren 54:100 Rollis doppelt ohne Chance

Rahden (WB). Es war ein Spiel, in dem es nichts zu verlieren gab. Zwar unterlagen die Baskets 96 Rahden in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga vor heimischem Publikum gegen die Thuringia Bulls mit 54:100 (28:58), zeigten sich aber ob der Niederlage keineswegs geknickt. Der Gegner ist nämlich derzeit das beste Team Europas.

Weltklassespieler Mustafa Korkmaz konnte seine Rahdener gegen die „Bulls“ auch nicht vor der Niederlage bewahren.
Weltklassespieler Mustafa Korkmaz konnte seine Rahdener gegen die „Bulls“ auch nicht vor der Niederlage bewahren. Foto: Pollex

Triple-Sieger in der vergangenen Spielzeit, auch in diesem Jahr wieder unangefochtener und verlustpunktfreier Tabellenführer in der Bundesliga. Die Thüringer sind das Nonplusultra sowohl im deutschen als auch im internationalen Rollstuhlbasketball. Sah auch Baskets-Präsident Stephan Rehling so: “Man muss neidlos anerkennen, dass die Thuringia Bulls das Tempo beliebig einen Gang höher schalten konnten. Aber trotz dieser klaren Dominanz war es ein tolles Spiel und Werbung für unseren Sport.” Was er damit meinte, war besonders im zweiten Viertel zu erkennen. Während Rahden im ersten Abschnitt gut mithielt und nur mit 21:29 hinten lag, machten die Bulls danach ein wenig ernst. Prompt wuchs der Abstand zur Pause von acht auf 30 Punkte an.

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Unser Gegner spielt in einer anderen Liga. Wir hätten uns zwar gewünscht, die Bulls ein wenig länger ärgern zu können, aber wenn sie einmal aufdrehen, sind sie von keinem Team der Liga zu bremsen.

Josef Jaglowski (Trainer Baskets 96 Rahden)

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Auch im weiteren Spielverlauf gaben die Gäste deutlich den Ton an, während die 96er versuchten, Ergebniskosmetik zu betreiben. Trainer Josef Jaglowski resümierte später anerkennend: “Unser Gegner spielt in einer anderen Liga. Wir hätten uns zwar gewünscht, die Bulls ein wenig länger ärgern zu können, aber wenn sie einmal aufdrehen, sind sie von keinem Team der Liga zu bremsen.” Rahden wird das dritte erfolglose Spiel in Serie verkraften können, nun aber auch in die Erfolgsspur zurückkehren müssen, um den sichergeglaubten Play-off-Platz nicht doch noch herzuschenken. Deshalb kommt der nächsten Partie, erneut vor heimischem Publikum, ein enorm hoher Stellenwert zu. Es geht gegen die Doneck Dolphins Trier, die ein unmittelbarer Konkurrent um den heiß ersehnten Startplatz für den Saisonendspurt sind. Die Trierer mussten mit der Heimpleite gegen Hamburg einen enormen Dämpfer hinnehmen. Auch deshalb kennt Rahdens Kapitän Mustafa Korkmaz nur den Blick nach vorne: “Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, uns optimal auf diese Begegnung vorzubereiten. Eine Partie mit Endspielcharakter, die wir unbedingt für uns entscheiden müssen.” Um weiterhin beste Werbung für den Rollstuhlbasketball in Rahden zu machen. Die Punkte erzielten: Mustafa Korkmaz (16), Krzyszstof Bandura (9), Bo Kramer (8), Jake Robinson (8), Nermin Hujic (4), Krzysztof Kozaryna (4), Victor Meza (2), Quinten Zantinge (2), Amy Kaijen (1).

Rahdens letztes Aufgebot verliert in Paderborn

Eine zwar nicht eingeplante, aber andererseits auch nicht unerwartete Niederlage musste auch die Baskets-Reserve einstecken. Stark ersatzgeschwächte setzte es bei den Ahorn Panter Paderborn ein 46:63 (24:28). Rahden trat die Reise zum OWL-Duell nur mit fünf Spielern an, von denen zwei Akteure auch nicht zu der Starting Five der Gäste gehören. Paderborn nutzte den personellen Engpass clever aus. Die Punkte erzielten: Joost Morsinkhof (23), Elvis Fakic (9), Tarik Cajo (8), Philipp Gaskell (5), Günter Katenbrink (1).

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