Baskets 96 Rahden treten in der Relegation bei der SGK Rolling Chocolate in Heidelberg an
Ein Gegner zum Vernaschen

Rahden (WB/are). Es sind diese Spiele, die über den Ausgang einer gesamten Saison entscheiden. Trotz der souveränen Meisterschaft in der Nord-Staffel der 2. Bundesliga haben die Rollstuhlbasketballer der Baskets 96 Rahden den Aufstieg in die 1. Liga noch nicht ­sicher. Eine Hürde muss noch genommen werden: An diesem Samstag (17.30 Uhr) steht nun das erste Relegationsspiel gegen Heidelberg auf dem Programm.

Freitag, 05.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 22:12 Uhr
Vor allem auf ihn wird es in den Play-offs gegen Heidelberg ankommen: Rahdens Schlüsselspieler Mustafa Korkmaz (rechts). Foto: Pollex

Die Play-offs werden im Überkreuz-System und im Modus »Best of three« ausgetragen. Bedeutet: Rahden trifft als Erster der Nord-Staffel auf den Zweiten der Süd-Staffel, die SGK Rolling Chocolate. Das Team, das zuerst zwei Siege einfährt, darf dann den Aufstieg in die 1. Liga feiern.

Dass es zuerst auswärts rangeht, ist ein Vorteil für die heimischen Korbjäger. Denn so könnte der mögliche Aufstieg in der kommenden Woche vor heimischem Publikum perfekt gemacht werden. Im Notfall in einem entscheidenden dritten Spiel, das nur einen Tag nach der zweiten Begegnung stattfinden würde (13. und 14. April).

Heidelberg stellt Topscorer

Doch nun gilt der gesamte Fokus erst einmal Partie Nummer eins. Die Heidelberger sind besonders über ihre großen Akteure gefährlich, Center Ralf Schwarz wurde mit seinen 323 Punkten in zwölf Spielen (27 Punkte im Schnitt) mit deutlichem Vorsprung Topscorer der Zweitliga-Süd-Staffel. Auch Marc Westermann konnte sich mit seinen 164 Zählern unter den besten zehn Scorern eintragen.

Rahdens Trainer Josef Jaglowski warnt daher: »Die Mannschaft weiß, was da auf sie zukommt. Wir dürfen uns zu keinem Zeitpunkt in diesen Duellen einen Ausrutscher erlauben, denn der würde bitter bestraft werden. Wir wissen aber auch: Unser Team ist stark genug, um auf die eigenen Stärken zu schauen. Spielen wir zu 100 Prozent konzentriert, dann nimmt uns niemand den Aufstieg.« Genauso sieht es auch Baskets-Präsident Stephan Rehling: »Bis auf den kleinen Schlendrian zum Abschluss gegen Essen war es bisher eine herausragende Spielzeit. Diese wollen wir jetzt natürlich auch noch krönen.«

Baskets sind der Favorit

Die ihnen zugeschriebene Favoritenrolle nehmen die Baskets 96 selbstbewusst an. Nach 14:0-Punkten in der regulären Saison und 13 Kantersiegen stehen die Zeichen ganz eindeutig auf Rückkehr in Richtung Eliteklasse des Rollstuhlbasketballs. Doch dafür sind noch zwei Sahneauftritte gegen die Chocolates aus Heidelberg notwendig, um endgültig ­feiern zu können. Tarik Cajo, erst Spielertrainer, jetzt der verlängerte Arm des Trainergespanns Jaglowski/Wiegmann, nimmt sich und seine Mannschaftskollegen in die Pflicht: »Jeder weiß, dass dieser Kader Erstliga-Format hat. Doch das gilt es genau jetzt in diesen beiden Duellen unter Beweis zu stellen. Diese – mindestens – 80 Minuten entscheiden darüber, ob es eine erfolgreiche Saison für uns war oder nicht. Ich kann jedenfalls sagen: Alle sind unglaublich heiß auf diese Play-offs. Und vor allem natürlich auf die erste Liga.«

Auch beim Gegner stehen die Zeichen übrigens auf Partystimmung, den Heidelberger Fans wurde für ihr Kommen Freibier versprochen. Nun liegt es an den Baskets, den Chocolates diese Kaltgetränke so wenig schmackhaft wie möglich zu machen.

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