Handball-Landesliga: Neu-Trainer Herbert Maaß freut sich über zahlreiche junge Talente »Wehe entspricht meinem Geschmack«

Rahden (WB). Gewohnte Abläufe festigen, neue Varianten einstudieren, das ist es, was seit Anfang August den zweiten Teil der Vorbereitung von Handball-Landesligist TuS SW Wehe prägt. Vier Wochen hatte die Mannschaft bereits im Juni trainiert, was Neu-Trainer Herbert Maaß unter »Kennenlernphase« bezeichnete.

Von Volker Krusche
Nicht mehr Trainer, sondern Spieler: Marcel Ihlenfeld.
Nicht mehr Trainer, sondern Spieler: Marcel Ihlenfeld. Foto: Pollex

Inzwischen geht es in die heiße Phase auf die für Wehe am Sonntag, 10. September, mit daheim gegen den hoch eingeschätzten HSV Minden-Nord beginnende Saison.

»Wir werden auf dem Vorhandenen aufbauen«, erklärt Herbert Maaß, einst erfolgreicher Handballer bei Eintracht Minden und nach einer langjährigen Trainerstation im Nachwuchsbereich von GWD Minden zuletzt Coach der Oberlübber Eintracht.

Durch sie kennt er die Landesliga aus dem Eff-eff. Und die Weher Mannschaft auch. »Ich habe mir das Team in der zurückliegenden Serie häufig angeschaut. Das hat meinen Entschluss gefestigt, dort das Traineramt zu übernehmen. Wehe entspricht meinem Geschmack: eine junge Mannschaft, viele Talente, guter Nachwuchs der hinterherkommt. Spieler, die lernwillig sind, deren Einstellung stimmt und die stets voll bei der Sache sind. Mein damaliger Eindruck hat sich in der Vorbereitung bestätigt.«

Die Mannschaft habe einen gesunden Altersdurchschnitt, allein die Hälfte des 18-köpfigen sei zwischen 19 und 23 Jahren alt. »Junge talentierte Spieler und auf der anderen Seite viel Erfahrung«, so Maaß. »Jungs wie Steffen Lohmeier, Matthias Clemens oder Andre Ihlenfeld können das Team sehr gut führen.«

Neuzugänge gibt es nicht

Neuzugänge gibt es nicht. Der einzige, der sich dem TuS anschloss, war Andreas Wiens. Der Linkshänder hat sich jedoch eine schwere Verletzung zugezogen, kugelte sich die Schulter aus. »Zudem ist sein Studium inzwischen sehr zeitaufwendig, so dass er offen mit mir gesprochen hat und zunächst in unserer Zweiten wieder Fuß fassen will.« Und dennoch können sich die Schwarz-Weißen über personelle Verstärkung freuen, denn ihr bisheriger Trainer – also der Vorgänger von Maaß – Marcel Ihlenfeld, steht wieder als Spieler zur Verfügung. »Er gibt im Training alles«, so der 61-jährige Coach der Nordkreisler.

»Durch ihn werden wir noch variabler, als wir es ohnehin schon waren«, freut sich Herbert Maaß. »Meinen Vorstellungen vom Handball entsprechend muss ein Spieler ohnehin mindestens auf zwei Positionen einsetzbar sein. Davon habe ich in glücklicherweise gleich mehrere Jungs.«

Was er sich wünschen würde, wäre ein starker Linkshänder im rechten Rückraum. »Aber dort haben auch andere Teams ihre Probleme.« So wird er wohl wieder mit seinen vorhandenen Rechtshändern spielen müssen, wobei er die Erfahrung von Armin Hensel schätzt und bei Jonas Bruhn auf eine gute letzte Saison setzt.

Maaß setzt auf die 6:0-Abwehr

Defensiv baut Maaß vor allen Dingen auf die gewohnte 6:0-Deckung. »Wir widmen uns in der Vorbereitung aber auch ein, zwei anderen Alternativen, wie die 3:2:1- oder die 5:1-Abwehr.« Angriff-Abwehrwechsel versucht der Weher Coach indes weitgehend zu vermeiden. »Ich fordere nämlich ein schnelles Umschaltspiel.«

Als Saisonziel gibt Herbert Maaß eine Verbesserung in der Tabelle an. »Allerdings weiß ich die Landesliga gut einzuschätzen. Da kann wirklich jeder jeden schlagen. Und eine Übermannschaft wie den TuS Nettelstedt II gibt es diesmal nicht.« Daher sei es auch ungemein wichtig, die letztjährige Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen zu minimieren. »Fakt ist, dass wir auf der letzten Serie aufbauen, uns dadurch so schnell wie möglich ins Mittelfeld schieben wollen«, so Maaß. »Zudem geht es mir um die Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers. Die Jungen sollen zu Leistungsträgern werden.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.