Handball: Weher Live-Übertragung kommt gut an Fernsehen in Schwarz-Weiß

Rahden (WB). Film ab! So lautet das Motto bei den Handballern des TuS Schwarz-Weiß Wehe. Bereits zum zweiten Mal ist eine Partie der Landesligamannschaft live übertragen worden. Ein Format, das neue Maßstäbe setzt und sicherlich eine Perspektive haben dürfte.

Von Marc Schmedtlevin
Live-Übertragung aus Rahden: Die Landesliga-Partie der Handballer des TuS SW Wehe gegen Detmold konnte am Sonntag via Facebook mitverfolgt werden.
Live-Übertragung aus Rahden: Die Landesliga-Partie der Handballer des TuS SW Wehe gegen Detmold konnte am Sonntag via Facebook mitverfolgt werden. Foto: Marc Schmedtlevin

Live-Handball aus der Bundesliga gibt es vereinzelt im Fernsehen. Aber Live-Handball aus der Landesliga? Wohl kaum. Die Weher Handballer durften sich nun aber schon zum zweiten Mal auf einer großen Bühne präsentieren. Auf der Facebookseite des Vereins konnte die Partie gegen die SG Detmold (20:20) komplett verfolgt werden. Dass das Interesse an so einem Format vorhanden ist, machen die Klickzahlen deutlich. Bis Donnerstagmittag war das Video etwa 3500 Mal aufgerufen worden. Bei der Live-Premiere gegen den TuS Lahde/Quetzen vor etwa einem Monat waren es sogar 6700 Aufrufe. »Es ist tolle Werbung für uns und unseren Sport. Unser Angebot hat sich schnell rumgesprochen. Darauf sind wir stolz und macht uns einzigartig«, sagt Herrentrainer Marcel Ihlenfeld.

Hartmeier hat die Technik

Für die Live-Bilder verantwortlich ist Kameramann, Cutter und Regisseur Thomas Hartmeier. Mit seiner Firma »Kamera OWL« stellt der Lübbecker unter anderem Ausrüstung für Filmprojekte zur Verfügung und kann daher auch für Handballspiele die passende Technik einsetzen. Auch zum Klub hat er direkten Kontakt, ist Mitglied und sein Nachwuchs besucht das Weher Kinderturnen. »Ich wollte einmal ein lokales Projekt machen und zeigen, dass es auch hier in der Region eine Übertragung auf diesem Level geben kann. Da muss kein großer Sender anreisen«, sagt Hartmeier.

Am Sonntag fuhr er mit seinem Acht-Mann-Team groß auf, sechs Kameras waren im Einsatz. Hinzu kamen Zeitlupen, Grafiken und ein Live-Kommentar. Um diesen kümmerte sich TuS-Hallensprecher Christian Spönemann. »Kommentar ist unglaublich wichtig. Ohne den würde nur die Hälfte einschalten«, sagt Hartmeier. Von großer Bedeutung seien auch die Totale mit der passenden Anzeige sowie Replays. »Es ist ein geiles Bild, wenn man die Spieler in der Luft stehen sieht. Auch für die Handballer selbst.«

Ihlenfeld kurz irritiert

Genau diese Handballer fühlten sich von den Kameras nicht gestört. Auch Marcel Ihlenfeld ist begeistert, der Coach war allerdings kurzzeitig irritiert. »In der Auszeit kam ein Mikrofon von oben rein. Das fand ich doch etwas befremdlich, habe mich daraufhin aber ein wenig gezügelt.«

Eine Fortsetzung der Übertragung ist denkbar. Voraussichtlich aber nicht mehr in dieser Saison. Als nächstes werden dann wohl die Weher Damen dran sein. Deren Live-Spiel entfiel, da der Gegner sein Veto einlegte. »Das holen wir nach«, sagt Hartmeier. Und dann heißt es wieder: Film ab!

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