Leichtathletik: 9. Friedewalder Mühlenlauf mit mehr als 900 Startern am Feiertag
Weise freut sich tierisch

Petershagen (WB). Sportlicher Feiertag: Mehr als 900 Starter durfte der TuS Freya Friedewalde bei seinem 9. Mühlenlauf verzeichnen. Bei der dritten Station der diesjährigen Mühlenkreisserie mischten vor allem wieder die bekannten Gesichter der heimischen Läufer-Szene ganz vorne mit – auch einige aus dem Altkreis Lübbecke.

Donnerstag, 30.05.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 09:34 Uhr
Einer der ersten Gratulanten nach dem Sieg im Halbmarathon: Sandra Weise vom ATSV Espelkamp mit ihrem Papagei Henry. Foto: Marc Schmedtlevin

9. Mühlenlauf in Friedewalde

1/19
  • 9. Mühlenlauf in Friedewalde
Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin
  • Foto: Marc Schmedtlevin

Für den Hingucker des Tages sorgte Sandra Weise. Auf die Siegerin im Halbmarathon vom ATSV Espelkamp wartete hinter der Ziellinie schon ihr größter Fan: Blaustirnamazone Henry. Der Papagei hüpfte von einer Transporttasche bei Weise auf die Schulter und knabberte genüsslich an ihr. »Henry ist eigentlich überall dabei, nur bei den Läufen ist das nicht so leicht. Heute hat es geklappt«, sagte die Titelverteidigerin auf der Langstrecke und freute sich tierisch über Henrys Besuch und den Tagessieg.

Nach 1:37:15 Stunden überquerte Weise die Ziellinie und war damit die mit Abstand schnellste Frau. Die erste Konkurrentin folgte erst etwa zehn Minuten später. »Ich habe mich gut gefühlt und bin zufrieden. Nur der Wind hat es nicht so leicht gemacht«, sagte Weise, die fast sieben Minuten schneller als beim Erfolg im Vorjahr war – ein neuer Streckenrekord.

Isendahl verliert Bestzeit

Den gab es im Halbmarathon auch bei den Männern. Aufgestellt wurde er von Daniel Wimmer von der LG aus Deiringsen, einem Stadtteil von Soest. Er kam nach 1:18:13 ins Ziel und verbesserte die im Vorjahr aufgestellte Bestmarke von Jan Isendahl aus Hüllhorst um 93 Sekunden.

Auch Isendahl unterbot am Himmelfahrtstag seine Vorjahreszeit um mehr als eine Minute, dennoch reichte es dieses Mal nur zu Platz drei. Zweiter wurde Andreas Steinbrügger von der CLG Gestringen. Beide teilten sich das Rennen sehr gut ein und bestritten es fast durchgehend zusammen. Zwei, drei Läufer, die schneller angegangen waren, holte das Duo nach und nach ein. In der Schlussphase setzte sich Steinbrügger dann ein wenig ab. »Ich konnte am Ende einfach nicht mehr zulegen«, gab Isendahl zu. Er sah den Mühlenlauf als eine Art Formtest an, nachdem er seit dem Hermannslauf keinen Langstreckenlauf mehr absolviert hatte. »Dafür war es wirklich gut«, sagte Isendahl.

Die höchste Leistungsdichte bekamen die zahlreichen Zuschauer auf dem Friedewalder Sportplatz auf der Kurzstrecke über fünf Kilometer geboten. Gleich mehrere Topläufer gingen an den Start, zwei von ihnen hatten im Vorfeld etwas Besonderes angekündigt. Sebastian Maschmeyer und Lauritz Grote wollten sich gemeinsam zu einem neuen Streckenrekord ziehen. Aus diesem Plan wurde allerdings nichts. Grote musste verletzungsbedingt das Rennen aufgeben. Als Solist setzte sich Maschmeyer (Hillpower) zwar in 17:10 deutlich durch, verpasste die alte Bestmarke von Philip Priebe aus dem Jahr 2015 aber um acht Sekunden.

Ich wusste, dass viele starke Läufer im Feld sind. Ich wollte mal gucken, wie ich da mithalten kann.

Yannick Arndt

Auf den Plätzen dahinter ging es ganz eng zu. Mittendrin: Youngster Yannick Arndt vom ATSV Espelkamp. Er lief an der Seite von Justus Wehrhahn (Herford) ein konstantes Rennen. Erst im Spurt um Rang zwei musste Arndt seinen Mitstreiter ziehen lassen, wurde aber starker Dritter in 18:01 Minuten. »So eine Zeit hatte ich mir vorgestellt. Ich wusste, dass viele starke Läufer im Feld sind. Ich wollte mal gucken, wie ich da mithalten kann«, sagte Arndt hinterher.

Auf dem vierten Platz landete mit Bernd Nedderhoff ein Urgestein aus dem Altkreis. In 18:06 Minuten machte er wieder einmal deutlich, dass er mit der teilweise deutlich jüngeren Konkurrenz noch bestens mithalten kann. Dabei gilt Nedderhoffs Fokus derzeit gar nicht der Serie, sondern dem Triathlon. In Hamburg versucht sich in diesem Jahr beim Ironman. »Ich bin gerade gestern noch 80 Kilometer Rad gefahren und habe es mit einem Sechs-Kilometer-Lauf gekoppelt. Ein Rennen über fünf Kilometer wie heute geht dann aber immer noch ganz gut«, sagte Nedderhoff.

Über zehn Kilometer feierte Henry Brauns schon seinen dritten Sieg im dritten Rennen der Serie. Dieses mal allerdings unter erschwerten Bedingungen. Der 22-Jährige hatte sich in der Vorwoche beim Beachvolleyball am Knie verletzt, lief deswegen mit einer Bandage. »Ganz rund lief es nicht«, sagte Brauns, der außerdem einen Verfolger hatte. Sascha Krietenstein lief die erste Hälfte noch auf Augenhöhe, erst bei Kilometer sechs setzte sich Brauns etwas ab und verwaltete diesen Vorsprung bis ins Ziel. »Ich wollte es keinesfalls auf einen Sprint ankommen lassen«, verriet Brauns seine Taktik. Das Treppchen komplettierte Serien-Organisator Oliver Neidiger, der eine Minute Rückstand verschmerzen konnte. »Der Opa ist jetzt auch da«, sagte Neidiger zu den schnelleren Kollegen. Bei den Frauen gewann wie schon im Vorjahr Silke Rösener.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6652405?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029438%2F
Als Arminia Rapolder wegschoss
Erst zusammen aufgestiegen, dann sorgten Mathias Hain und Co. für das vorzeitige Trainer-Aus von Uwe Rapolder (hinten) in Köln. Foto: Starke
Nachrichten-Ticker