Minden ist vor dem Handballderby Zwölfter, Lemgo Elfter Unter Nachbarn

Minden/Lemgo (WB/tip). Wer ist die Nummer eins in Ostwestfalen-Lippe? Diese Frage wird acht Spieltage vor Ende der Saison in der Handball-Bundesliga beim Derby zwischen GWD Minden und TBV Lemgo am Ostersonntag (12.30 Uhr/Sky) sicher noch nicht abschließend beantwortet.

Frank Carstens hofft auf eine Steigerung.
Frank Carstens hofft auf eine Steigerung. Foto: Thomas F. Starke

Der Ausgang dieses handballerischen Duells unter (Tabellen-) Nachbarn – als Elfter (TBV) und Zwölfer (GWD) liegen die Klubs nah beieinander – dürfte aber einen deutlichen Fingerzeig geben, wie die regionale Reihenfolge am Ende dieser Spielzeit aussehen dürfte.

»Ich freue mich riesig auf dieses Derby, und wir werden alles investieren, dass wir nach der Ostereiersuche auch die Punktesuche erfolgreich gestalten können«, erklärte Lemgos Trainer Florian Kehrmann: »Wir haben in den letzten Derbys in Minden immer eine sehr gute Leistung gezeigt. Daran wollen wir anschließen.« Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Christian Klimek und Jari Lemke kann Kehrmann auf alle Profis zurückgreifen. Damit steht dem Lemgoer Trainer jenes Aufgebot zur Verfügung, das zuletzt den VfL Gummersbach besiegte und davor dem SC Magdeburg einen Zähler abnahm.

Carstens: »So kann man kein Bundesligaspiel gewinnen«

Nicht ganz so erfolgreich hat GWD zuletzt gespielt. Am vergangenen Sonntag kassierten die Weserstädter bei den Füchsen Berlin nach äußerst dürftiger Vorstellung eine satte 31:40-Klatsche. »So kann man kein Bundesligaspiel gewinnen«, schimpfte GWD-Trainer Frank Carstens anschließend. Und natürlich fordert der Mindener Coach, dass seine Akteure gegen Lemgo ganz anders aus sich herausgehen mögen. Positiv in Berlin war aus Mindener Sicht allein die Rückkehr des wiedergenesenen Andreas Cederholm. Der 27 Jahre Schwede avancierte mit sechs Treffern auf Anhieb zum erfolgreichsten Werfer seiner Mannschaft.

Im Hinspiel in der Lipperlandhalle trennten sich Lemgo und Minden nach einem jederzeit spannenden Schlagabtausch 26:26. Nach der Partie im November hatten die Beteiligten auf beiden Seiten das Gefühl, dass für sie an diesem Tag mehr drin gewesen wäre. Mindens Sportler Leiter Frank von Behren sprach sogar vom »aufregendsten Derby«, das er je miterlebt habe.

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