Kreisliga A: Krause-Elf mischt FC Lübbecke auf – TuS Gehlenbeck oben angekommen
6:3 – Pr. Ströhen spielt „richtig geilen Ball“

Gehlenbeck (WB). Der TuS Gehlenbeck hat erwartungsgemäß die Tabellenführung in der Fußball-Kreisliga A zurückerobert. Durch den 3:0 (3:0)-Erfolg im Nachholspiel gegen TuRa Espelkamp übernahm die Mannschaft von Ludwig Zeller am Donnerstagabend Platz eins wieder vom VfB Fabbenstedt. TuSpo Rahden feierte mit zehn Mann in letzter Minute einen 3:2 (1:0)-Sieg in Börninghausen. Für die Überraschung des Abends sorgte der SSV Pr. Ströhen, der beim FC Lübbecke mit 6:3 gewann und im neunten Versuch damit den ersten Saisonsieg landete

Donnerstag, 22.10.2020, 23:06 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 23:28 Uhr
Paukenschlag im Nachholspiel: Spielertrainer Andre Krause (Mitte) konnte sich mit dem SSV Pr. Ströhen im Nachholspiel beim FC Lübbecke völlig verdient mit 6:3 durchsetzen. Foto: Pollex

TuS Gehlenbeck - TuRa Espelkamp 3:0 (3:0). Mit einer starken Viertelstunde entschieden die Gastgeber das Spiel noch vor der Pause: In der 30. Minute köpfte Andre Kottkamp die 1:0-Führung. Marcel Grothe ließ mit einem tollen Linksschuss aus 20 Metern ins linke Eck den zweiten Treffer folgen (36.). In der 44. Minute durfte Robin Seidel über seinen ersten Saisontreffer jubeln – 3:0. „Da hat er sich endlich einmal belohnt“, sagte TuS-Coach Ludwig Zeller über das längst überfällige Erfolgserlebnis des unermüdlichen Teamspielers im Sturm.

 

Das Tor hat sich Robin redlich verdient.

Ludwig Zeller, Trainer TuS Gehlenbeck

„Im zweiten Durchgang haben wir das Ergebnis dann eher verwaltet“, sagte Zeller. Der keineswegs in Ehrfurcht erstarrende Gast wehrte sich zudem hartnäckig: Zwei Mal hatten die Espelkamper den Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterten aber jeweils an Christian Lömker, der zwischen den Gehlenbecker Pfosten Florian Niehaus glänzend vertrat. „Er muss sich auf eine Klausur vorbereiten“, erklärte Zeller das Fehlen der Nummer eins. Mit Lennart Lösche mussten die Gehlenbecker eine weitere Stammkraft ersetzen – Probleme bekam der weiter fehlerfreie Spitzenreiter (neun Spiele, neun Siege) aber nicht.

Rahden will nur das Remis über die Runden bringen – und gewinnt

SVE Börninghausen - TuSpo Rahden 2:3 (0:1). Was für ein krummes Ding! In der 90. Minute grätschte Eugene Oedekoven einen Querpass von rechts im Strafraum zum Rahdener 3:2-Siegtreffer in den Winkel. „Eugene hat mir nach dem Spiel gesagt, dass er den Ball nicht richtig getroffen hat. Eigentlich wollte er flach abschließen“, verriet TuSpo-Coach Daniel Riemer nach der turbulenten Schlussphase, die sein Team nach der Roten Karte gegen Yasin Algan (82.) in Unterzahl bestritt. „Yasin hat einen Gegenspieler im Mittelfeld von hinten am Knöchel erwischt. Die Entscheidung war vertretbar“, sagte Riemer, der zuvor auch auf der Gegenseite einen Platzverweis für vertretbar gehalten hatte. „Ich wurde von einem Börninghausener gegen die Brust geschlagen. Das hat der Schiri aber scheinbar nicht gesehen“, so der TuSpo-Schlussmann.

Nach ihrem schon gewohnt schlechten Start kamen die Rahdener in der 29. Minute durch Kacper Ryszard Halman zur glücklichen Führung. Börninghausen meldete sich direkt nach dem Wechsel mit dem 1:1 durch Daniel Nenneker zurück (47.). Auch auf die erneute TuSpo-Führung (Jens Vullriede/52.) hatte der SVE eine schnelle Antwort: Allerdings war beim 2:2 der Rahdener Marek Rosenbohm per Eigentor „behilflich“ (65.). „Nach dem Platzverweis waren wir eigentlich darauf bedacht, den Punkt über die Zeit zu retten“, bilanzierte Riemer. Mit dem letzten Spielzug setzte sein Team dann aber zum entscheidenden Konter an – mit der eingesprungenen Sieger-Grätsche von Oedekoven.

Knoten beim Kellerkind geplatzt: SSV bejubelt überfälligen Sieg

FC Lübbecke - SSV Pr. Ströhen 3:6 (1:4). Beim SSV ist der Knoten geplatzt. Völlig verdient nahm das bisher sieglose Kellerkind aus Sicht von Andre Krause die drei Punkte aus Lübbecke mit. „Wir haben die schlechten Platzbedingungen besser angenommen als Lübbecke. Gerade in der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft den Ball richtig geil laufen lassen“, freute sich der SSV-Spielertrainer, für den der erste Saisonsieg ohnehin längst überfällig war. „Wir haben auch in den vergangenen Wochen immer schon gut gespielt, aber uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt.“

Kim Winkelmann schoss Pr. Ströhen unter Flutlicht in Führung (13.), spätestens nach dem 0:2 durch Dennis Barg musste sich der FC Lübbecke erstmals kratzen (26.). Der Aufsteiger kam durch Max Möhlmann nach einem langen Ball vom Anstoßkreis zwar postwendend zum 1:2-Anschlusstreffer, bekam aber kurz darauf einen erneuten Dämpfer verpasst, als Krause einen „überragenden Spielzug“ seiner Mannschaft mit dem 1:3 abschloss (26.). Kurz darauf erhöhte Sven Kolwey sogar auf 1:4. Krause: „In der ersten Halbzeit hatten wir Lübbecke komplett im Sack.“ Das änderte sich etwas zu Beginn der zweiten Hälfte: Der FCL erhöhte den Druck und kam durch Ivan Duran zum 2:4 (60.). Florian Kröger und Tobias Kröger (73., 76.) machten per Doppelschlag zum 2:6 den Gäste-Sieg perfekt. Das 3:6 durch Kawthaman Chandramohan (85.) war für die demoralisierten Lübbecker nur noch ein schwacher Trost.

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