Hinter dem A-Liga-Tor: Tabellenführer VfB Fabbenstedt kann auch anders siegen
Heilsamer Sieg für Holzhausens Patient

Lübbecke (WB). Anders, aber dennoch erfolgreich: Spitzenreiter VfB Fabbenstedt hat beim jüngsten 4:1-Erfolg in der Kreisliga A gegen Türk Gücü Espelkamp mit einer schlechten Angewohnheit aufgeräumt. In den vorangegangenen Partien hatte der VfB in der Folge von starken ersten Halbzeiten nach der Pause stets nachgelassen und die Resultate über die Runden gebracht.

Mittwoch, 21.10.2020, 21:05 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 22:41 Uhr
Diesmal war der starke Start die halbe Miete: Der VfB Fabbenstedt ließ im Heimspiel Türk Gücü Espelkamp keine Chance. Foto: Stefan Pollex

„Diesmal waren wir in den ersten 20 Minuten schlecht, deshalb gab es noch Luft nach oben“, so die ironische Äußerung von Trainer Sven Kassen. Tatsächlich übernahm sein Team nach dem schleppenden Start die Kontrolle über das Spiel und ging mit einer 2:0-Führung in die zweite Halbzeit. Kassen: „Türk Gücü hat uns danach unheimlich viel Platz in der Offensive geboten, mit dem wir, anders als in den letzten Spielen, umzugehen wussten.“

Das Duell der Toptorjäger Serkan Bodur und Felix Droste konnte Droste mit zwei Treffern für sich entscheiden. Bodur traf zwar ebenfalls ein Mal, blieb ansonsten aber unauffällig. Droste führt die Torjägerliste gemeinsam mit dem Gehlenbecker Simon Keiser mit starken 15 Treffern an.

Ruschmeier-Lob für den gegnerischen Siegtorschützen

Obwohl sich die schwierige Lage seiner Mannschaft durch die 1:3-Niederlage gegen den FC Lübbecke weiter zuspitzte, blieb der Interimscoach des SV Schnathorst, Benedikt Ruschmeier, konstruktiv: „Es war grundsätzlich ein offenes Spiel mit Drangphasen für beide Mannschaften und vielen Torraumszenen. Lübbecke konnte, anders als wir, in der Schlussphase frische Kräfte von der Bank bringen und hat das Ding mit spielerischer Klasse gedreht. Für uns gilt es, das nötige Glück weiter von Woche zu Woche zu erarbeiten. Ich bin aber zufrieden mit dem Auftritt. Meine Jungs haben gefightet“, sagte Ruschmeier.

Der SVS rutschte auf den 16. Platz ab. FCL-Torjäger Michael Swierczewski stockte sein Guthaben mit den Saisontoren zehn und elf weiter auf. Dem Ausgleichstreffer des gegnerischen Torgaranten zollte Ruschmeier ein Sonderlob: „Das war eine starke Einzelaktion von Michael.“

Schon vier Schwerverletzte in Tonnenheide

Eintracht Tonnenheides Trainer Torsten Bohnhorst kannte nach dem 1:4 beim BSC Blasheim die Ursachen für eine unerwartet deutliche Niederlage: „Wir haben keine Beständigkeit in unseren Leistungen. Bei den letzten beiden Auftritten hat der Kampfgeist gefehlt. In dieser Liga gewinnst du über die Einstellung.“ Mit Christian Böker, der sich am Sonntag eine Prellung zuzog – es ist noch unklar, ob es sich zudem um einen Bänderriss handelt –, erhöhte sich die Anzahl der Schwerverletzten bei der Eintracht auf vier. Niklas Kleinert hatte sich am ersten Spieltag einen Außenbandriss zugezogen, Moritz Wiegmann gegen Preußisch Ströhen einen Schlüsselbeinbruch erlitten und Tommi Peper riss sich das vordere Kreuzband im Spiel gegen den TuS Levern.

„Bis zur Winterpause sollten wir verletzungsfrei durchkommen, sonst wird es personell eng. Die Spieler, die auf dem Platz stehen, haben aber mein volles Vertrauen“, sagt Bohnhorst. Mit Roman Gatzenbiler und Björn Lüker sind zwei Spieler aus der Reservemannschaft dauerhaft in die Erste aufgerückt. „Qualitativ haben sie ohne Frage das Zeug, aber sie sind beruflich eingeschränkt.“

Die Blasheimer markierten derweil den vierten Sieg innerhalb der vergangenen fünf Partien und haben dabei das beeindruckende Torverhältnis von 23:5 aufgestellt. Trainer Kilian Rolfs kommentierte kurz: „Nach unserem durchwachsenen Start stabilisieren sich unsere Leistungen allmählich.“

Punkte-Kur: SuS feiert Sieg für den Trainer

Auch der SuS Holzhausen konnte seinen Erfolgskurs mit einem 3:0 gegen TuRa Espelkamp fortsetzen und die Distanz zum Drittplatzierten HSC Alswede auf vier Punkte verkürzen. „Wir sind froh, dass wir den Dreier gelandet haben. Das ist ein Geschenk für Daniel Bönker, das seine Heilung erleichtern soll“, widmete Martin Lidtke, der Bönker an der Seitenlinie vertrat, den Sieg dem Trainer.

Bönker musste sich aufgrund einer Knieverletzung, die den Trainer bereits seit Wochen plagt, einer Operation unterziehen. Lidtke, Trainer der zweiten Mannschaft, übernimmt nun für zwei bis drei Wochen seine Vertretung. „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Nach der roten Karte gegen einen TuRaner hat sicherlich auch die Tabellensituation eine Rolle gespielt. Da war die Mentalität beim Gegner dann gebrochen“, führt Lidtke aus

Sieger des Wochenendes: TuS Levern

Beim TuS Levern fehlte Coach Waldemar Suckau urlaubsbedingt. An seine Stelle trat, wie schon gegen Tonnenheide, Fußballobmann Timo Meyer. Meyer gestaltete auch sein zweites Spiel siegreich und bereitete Suckau mit dem 1:0 gegen den HSC Alswede eine Überraschung.

„Ich kann nur sagen, dass die Mannschaft schon seit Wochen als Einheit auftritt. Seit der 0:6-Klatsche gegen Türk Gücü hat sich in den Köpfen der Spieler etwas verändert“, freute sich Meyer. Umso erstaunlicher wirkt der Coup, bei dem die Le­veraner Alswede auf den dritten Platz beförderten, angesichts der Personalsorgen. Leverns Stürmer Arthur Lymar setzte aus, weil er das zweite Mal Vater geworden ist, für Ayhan Gören war nach dem Aufwärmen mit einer Leistenzerrung Schluss, Nils Langelahn verletzte sich im Vorspiel der Reserve, Innenverteidiger Daniel Meyer war verhindert und Fabian Brockschmidt saß eine Gelb-Rot-Sperre absitzen. Dafür rückten drei A-Jugendliche auf.

Bunde und Frotheim bleiben auf Erholungskurs

Nach dem 3:2-Sieg gegen den TuS Stemwede konnte VfL Frotheims Trainer Thorsten Bunde ebenfalls nicht von einem verdienten Ergebnis sprechen: „Stemwede war spielerisch besser. Das war ein Willenssieg, der uns Entlastung nach unten verschafft und den Anschluss ans sichere Mittelfeld wahrt.“ Der Trainer hatte aufgrund steigender Infektionszahlen auf seinen Familienurlaub verzichten müssen und konnte sein Team coachen – die sportliche Erholung des VfL nach dem Fehlstart in die Saison geht weiter.

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