Englische Woche in der Kreisliga A: In acht Spielen fallen 51 Treffer – Bunde jubelt
Frotheim ringt Türk Gücü mit 6:5 nieder

Lübbecke (WB). Tor-Flut unter Flutlicht: Dieser 5. Spieltag in der Kreisliga A hatte echten Erlebniswert. Das Duell des Abends lieferten sich am Donnerstag der VfL Frotheim und Türk Gücü Espelkamp. Mit 6:5 (5:4) setzten sich die Frotheimer durch und erzielten dabei das letzte Tor sogar in Unterzahl. „Ich habe lange nicht mehr so ein spektakuläres Spiel erlebt“, sagte VfL-Coach Thorsten Bunde geschafft, aber glücklich. Einen 6:1-Kantersieg feierte der FC Lübbecke gegen den SC Isenstedt, mit dem gleichen Ergebnis unterlag TuRa Espelkamp dem BSC Blasheim. Der TuS Gehlenbeck eroberte Platz eins vom 24-Stunden-Spitzenreiter VfB Fabbenstedt zurück.

Donnerstag, 01.10.2020, 22:59 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 23:08 Uhr
Souveräner Auftritt: Der TuS Gehlenbeck hat mit einem 3:0-Heimsieg gegen den TuSpo Rahden Platz eins verteidigt. Foto: Ingo Notz

VfL Frotheim - Türk Gücü Espelkamp 6:5 (5:4). Wer erst zur zweiten Halbzeit gekommen war, der hatte viel verpasst. Zu diesem Zeitpunkt waren in einem irren Schlagabtausch auf dem Frotheimer Rasenplatz nämlich bereits neun Treffer gefallen. Bis zur 20. Minute schossen die Hausherren bereits eine 4:1-Führung heraus, Türk Gücü konterte aber wenig später zum 4:4 (42.). Kurz vor der Pause gelang Fabian Hellmann dann mit seinem dritten Treffer des Abends per Freistoß in die Torwartecke die erneute VfL-Führung zum 5:4.

„Es ist nicht unser bestes, aber chaotischstes Spiel“, sagte VfL-Coach Thorsten Bunde zur Pause lakonisch in Anbetracht des ständigen Hin und Hers auf beiden Seiten. Die zweite Halbzeit sollte nicht weniger aufregend werden: Die Gäste rissen nun die Spielkontrolle an sich und kamen durch eine starke Einzelleistung von Yasin Köse verdientermaßen zum 5:5-Ausgleich (58.). Als Frotheims Richard Wittemeier nach einem harten Einsteigen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (59.), sah endgültig alles nach einem Sieg der favorisierten Türken aus.

Doch Frotheim ließ sich nicht entmutigen und lauerte auf seine Chance. Die kam in der 72. Minute: Nach einem Eckball stieg Bastian Pott am Fünfmeterraum hoch und köpfte zum umjubelten 6:5 ein. In der 82. Minute traf auch Türk Gücü noch einmal ins Schwarze, doch der Schiedsrichter erkannte unter lautstarken Protesten auf Abseits. Nichts war es mit dem 6:6. Dafür feierte Frotheim erleichtert den ersten Saisonsieg. TG-Coach Tevfik Cengiz gratulierte Bunde fair und kritisierte seine Hintermannschaft: „Auf den Außenverteidigerpositionen und im Tor waren heute unsere Schwachstellen“, urteilte der Türk-Gücü-Coach.

Torfolge: 1:0 Noel Binder (5.), 2:0 Daniel Winzer (9.), 2:1 Yasin Köse (13.), 3:1, 4:1 Fabian Hellmann (15., 20.), 4:2 Tobias Borchert (Eigentor/30.), 4:3 Murat Ucar (40.), 4:4 Furkan Süzen (42.), 5:4 Hellmann (44.), 5:5 Köse (58.), 6:5 Pott (72.).

SVE Börninghausen - TuS Eintracht Tonnenheide 1:4 (0:2). Mit dem dritten Dreier haben sich die Tonnenheider ins obere Tabellenmittelfeld abgesetzt. „Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir hatten die Partie super im Griff“, lobte Eintracht-Coach Torsten Bohnhorst sein Team für eine makellose Leistung. Eike Stratmann (32.) und Sven Schmidt (36.) legten eine 2:0-Pausenführung vor, die Torben Kreienbrock (61.) und erneut Schmidt (72.) auf 4:0 ausbauten. „Börninghausen ist bis dahin kaum zur Entfaltung gekommen“, so Bohnhorst. Erst in der Schlussphase nahm die Eintracht den Fuß vom Gaspedal – wohl auch im Hinblick auf das Derby gegen Rahden am Sonntag. Philipp Koring erzielte den Ehrentreffer der Eggetaler (80.).

VfB Fabbenstedt - TuS Levern 4:1 (3:0). Der Lauf hält an: Mit dem vierten Saisonsieg übernahm der weiter ungeschlagene VfB Fabbenstedt zum Auftakt des fünften Spieltags am Mittwoch vorübergehend die Tabellenführung. „Die Tor-Ausbeute stimmte“, sagte VfB-Coach Sven Kassen über den effektiven Auftritt seiner Kicker, die diesmal keine Gala ablieferten. „Nach dem Anschlusstreffer zum 3:1 kam Levern stärker auf. Am Ende konnten wir ihr Pressing dann noch einmal durchbrechen“, so Kassen. Felix Droste (13.), Rene Bokämper (22.) und Cristopher Rührup (33.) hatten im ersten Durchgang eine beruhigende 3:0-Führung herausgeschossen. Doch nach der Pause wendete sich das Blatt. „Es waren völlig verschiedene Halbzeiten“, sagte Kassen. Als Gäste-Torjäger Marius Helmich in der 74. Minute auf 3:1 verkürzte, wurde es wieder spannend. Droste konnte kurz vor Schluss mit seinem zweiten Treffer den Deckel draufmachen (89.). „Ich gehe davon aus, dass wir nur für einen Tag Tabellenführer sind“, sagte Kassen vor den weiteren Partien am Donnerstag – und sollte mit der Prognose Recht behalten.

5:1 – SuS Holzhausen besiegt seine Asche-Phobie

SV Schnathorst - SuS Holzhausen 1:5 (0:2) Traumstart und Happy End statt erneuter Asche-Allergie für den SuS Holzhausen: Bjarne Rabbe schoss den holprig gestarteten Titelkandidaten bereits in der vierten Minute in Führung. Nico Schmidt legte in der 15. Minute zum 2:0 nach. Nach der Pause verkürzte der SVS durch Justin Malarski (55.), doch die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd währte nicht lange. Luca Tim Lammersiek (63.) und ein Eigentor der Hausherren von Luca Steffen machten bereits zur 65. Minute alles klar. Moritz Knorr legte zehn Minuten vorm Schlusspfiff zum 5:1 für Holzhausen nach.

Wieder ein überzeugender Auftritt des FC Lübbecke: Der Aufsteiger setzte sich gegen den Isenstedter SC locker mit 6:1 durch. Dabei hatte der Gast sogar geführt.

Wieder ein überzeugender Auftritt des FC Lübbecke: Der Aufsteiger setzte sich gegen den Isenstedter SC locker mit 6:1 durch. Dabei hatte der Gast sogar geführt. Foto: Ingo Notz

Spvgg Union Varl - HSC Alswede 1:3 (1:2) „Das hatte ich mir einfacher vorgestellt“, atmete Alswedes Trainer Jörg Bohlmann nach dem Auswärtssieg in Varl erleichtert auf. Sein Team war in Varl nach 20 Minuten durch einen Freistoßtreffer von Jens Meier in Rückstand geraten. Lange dauerte dieser Zustand aber nicht an: Frederic Freye schaffte nur fünf Minuten später schon den Ausgleich – und das sehenswert: „Wie Robben – in den Winkel“, lobte Bohlmann. Das 1:2 für Alswede war offiziell ein Eigentor von Andre Lange (35.), der vorm einschussbereiten Kaoa Omar klären wollte. Mit der knappen Gästeführung ging es in die Pause. Im zweiten Abschnitt blieb die Partie hart umkämpft und immer spannend, auch wenn Alswede nach 65 Minuten dank eines Kontertores von Tim Hageböke auf 3:1 aufstockte. „Varl hat aber nie aufgegeben und weitergekämpft, das war schon Schwerstarbeit für uns“, bilanzierte Jörg Bohlmann den fünften Dreier der Saison.

Babienek schießt Stemwede im Nordderby zum Dreier

TuS Stemwede - SSV Preußisch Ströhen 2:1 (2:1) Das Nordderby war eine Partie auf des Messers Schneide. Ströhen wehrte sich leidenschaftlich gegen die erneute Niederlage, scheiterte aber an der größeren Effizienz der Gastgeber. Das erste Tor fiel aber noch für die Gäste: Nach einem leichten Ballerverlust ging Andre Krause auf und davon und wurde im Strafraum gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Florian Kröger (15.). Tim Wehmeyer schoss den TuS Stemwede nach 25 Minuten mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern zum Ausgleich, Andre Krause konnte auf der Linie auch nichts mehr retten. Ströhens Florian Kröger war kurz danach nah am Doppelpack, sein Freistoß landete aber an der Latte. Das schaffte auf der Gegenseite auch Nico Engelbrecht. Treffsicherer war Marvin Babienek: In der 42. Minuten netzte der Stemweder einen schönen Spielzug über Taifun Akalin zum 2:1 ein. In der zweiten Hälfte warf der SSV alles in die Waagschale, hatte im Torabschluss aber zu große Defizite, um die Partie bei aller Leidenschaft noch drehen zu können. „Das war ein dreckiger Sieg, ein Arbeitssieg von uns. Ströhen hätte einen Punkt verdient gehabt für die kämpferische Leistung!“, zog Toni Trucco den Hut vor seinem ehemaligen Verein.

TuS Gehlenbeck - TuSpo Rahden 3:0 (1:0) Fast eine Halbzeit lang war die Heimpartie des Spitzenreiters gegen das Defensivbollwerk aus Rahden ein Geduldsspiel, bis Andre Kottkampf schließlich die erste Lücke gefunden und genutzt hat. Mit dem 1:0 für den TuS ging es in die Halbzeit. Im zweiten Abschnitt fiel die Vorentscheidung nach wenigen Minuten: Philip Dreyer verwandelte einen an Simon Keiser verursachten Foulelfmeter gegen Daniel Riemer zum 2:0. In der 74. Minute legte Keiser dann noch einmal persönlich nach und traf zum 3:0-Endstand. „Wir mussten nur geduldig sein, das war uns aber vorher klar, dann haben wir im Moment neinfach auch die Qualität und das Selbstbewusstsein, solche Spiele zu gewinnen“, freute sich Gehlenbecks Trainer Ludwig Zeller über die Verteidigung der Tabellenspitze.

TuRa Espelkamp - BSC Blasheim 1:6 (1:2) TuRa taumelt weiter: Gegen den BSC hielt die Dück-Elf eine Halbzeit lang gut mit und steckte auch den frühen Doppelschlag der Gäste durch Leon Wildemann (7.) und Kevin Rahmöller (11.) gut weg. Thomas Suckau sorgte in der 39. Minute für Hoffnung beim Gastgeber. Der BSC ließ in der zweiten Hälfte aber keine Zweifel aufkommen,m dass nur er dieses Spiel gewinnen würde: Walat Houra (60.), Cemali Akköse (64.) und Kevin Rahmöller (69.) machten innerhalb von zehn Minuten alles klar, ehe Benedikt Feldmann in der Nachspielzeit den Endstand besorgte.

FC Lübbecke - Isenstedter SC 6:1 (2:1) Alexander Koch sorgte an der Obernfelder Allee für frühen Jubel beim ISC (5.), der allerdings nicht lange anhielt. Jarno Grote besorgte drei Minuten später schon den Ausgleich und Max Möhlmann schoss seine Farben vor der Pause (38.) erstmals in Führung. Möhlmann sorgte mit seinem zweiten Tagestreffer zum 3:1 (60.) für die Vorentscheidung, ehe der ISC in der Schlussphase zerfiel und noch drei Treffer von Michael Swierczewski (83., 90.) und Patryck Rynkiewicz kassierte.

 

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