Fußball: Corona-Zwangspause für den BSC Blasheim
„Nicht in Panik geraten“

Blasheim (WB). Der Schock kam am späten Donnerstagnachmittag: Ein Spieler des Fußball-Kreisligisten BSC Blasheim ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die unmittelbare sportliche Folge sind bisher fünf abgesagte Fußball-Spiele.

Samstag, 19.09.2020, 14:27 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 14:36 Uhr

Am vergangenen Mittwoch hat ein Spieler der ersten Mannschaft des BSC einen Anruf mit der Information bekommen, dass er im Rahmen einer Feier Kontakt mit einer positiv getesteten Covid-19-Infizierten Person gehabt habe. Der obligatorische Test des Blasheimer Fußballers wurde am Donnerstagnachmittag in Minden durchgeführt – mit dem Ergebnis, dass auch der Blasheimer Spieler positiv auf Covid-19 getestet worden ist. Der Infektionszeitpunkt ließ sich konkret auf Freitag, den 11. September, zurückverfolgen. Der Blasheimer hat sich daraufhin zusammen mit seiner Familie umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Die erste sportliche Folge war die sofortige Absage des Kreispokalspiels am Donnerstagabend gegen den VfL Frotheim. Gegen den hätte der BSC auch an diesem Wochenende in der Kreisliga A spielen sollen – doch auch das ist nach intensiven Beratungen der Vereinsführung mit dem Kreisvorstand und dem zuständigen Gesundheitsamt in Minden nun hinfällig. Am Freitagabend hat der Fußballkreis die Entscheidung getroffen und die Spiele der ersten drei Herren-Mannschaften des BSC für dieses Wochenende abgesetzt, da der infizierte Spieler nicht nur im vergangenen Spiel der zweiten Mannschaft ausgeholfen hat, sondern auch Kontakte zu Spielern der dritten Mannschaft gehabt hat. Zudem fällt auf Initiative des BSC, Dieter Greve ist gleichzeitig Staffelleiter der Frauen-Kreisliga, auch das Spiel der Blasheimer Damen aus, da es auch aus dem Kader Berührungspunkte zu den Spielern der Herren-Mannschaften gegeben hat und gibt.

Wichtig ist aber, dass wir sofort die Meldung erhalten, wenn ein positiver Test vorliegt, damit wir entsprechend reagieren können. Aber klar ist auch: Wir dürfen jetzt nicht in Panik geraten!

Karl-Heinz Eikenhorst (Kreisvorsitzender)

Auf der gesundheitlichen Ebene haben sich Donnerstag und Freitag bereits zahlreiche Spieler des BSC zum Covid-19-Test begeben und werden diesen am Dienstag noch einmal wiederholen. Bisher sind alle diese Tests negativ gewesen, daher musste neben dem direkten Umfeld des infizierten Spielers auch kein weiterer BSCler in Quarantäne. Die dringende Empfehlung des Gesundheitsamtes lautete dennoch, die sozialen Kontakte zu weit wie möglich zu reduzieren – auch das spielte bei der dann getroffenen Entscheidung, gleich die Spiele von vier Blasheimer Mannschaften abzusagen, eine wichtige Rolle. Die Entscheidung im Kreisvorstands fiel auch unter dem Gesichtspunkt, dass vergangene und kommenden Gegner bereits mit Bedenken an den Kreisvorstand herangetreten waren und die Austragung des Spiels derzeit nicht für sinnvoll erachteten. Dabei sei der letzte Gegner, der nach der Infektion des BSC-Spielers gegen diesen in einem Spiel angetreten sei, allerdings bereits auf der sicheren Seite: Der FC Oppenwehe war zwei Tage nach der Infektion Gegner der Blasheimer Reserve – die Zeit von der Infektion am Freitag bis zum Spiel am Sonntag sei zu knapp gewesen und der betroffene Spieler damit in der Partie gegen Oppenwehe als nicht ansteckend anzusehen. „Hier gibt es eine Karenzzeit von fünf Tagen, deshalb ist Oppenwehe nicht gefährdet“, hat Wilfried „Theo“ Müller erfahren. Müller als Vorsitzender des Fußballausschusses und der Kreisvorsitzende Karl-Heinz Eikenhorst haben sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Infektion um den Fall gekümmert: „Für mich war klar, dass wir irgendwann einen Fall bekommen würden“, meinte Karl-Heinz Eikenhorst, der betonte, dass der Fußballkreis auf Nummer sicher gehe und über die Vorgaben des Verbandes hinaus seine Vereine und Spieler schütze. Daher seien nun auch gleich vier Blasheimer Spiele abgesagt worden: „Das können wir natürlich nicht jeden Sonntag machen, aber wir gehen den Weg der Vorsicht“, hofft Eikenhorst, dass der Spielbetrieb von weiteren ähnlichen Fällen verschont bleibt. „Wichtig ist aber, dass wir sofort die Meldung erhalten, wenn ein positiver Test vorliegt, damit wir entsprechend reagieren können. Aber klar ist auch: Wir dürfen jetzt nicht in Panik geraten!“

 

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