Der neue Trainer Kilian Rolfs sieht bei seinem Heimatverein BSC Blasheim Potenzial
Auf der Suche nach mehr Konstanz

Blasheim (WB). Überraschender Wechsel: Die junge Mannschaft des Fußballkreisligisten BSC Blasheim ist in der vergangenen Spielzeit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Potenzial konnte allerdings unter Beweis gestellt werden. Dennoch haben sich die Verantwortlichen für einen Personalwechsel an der Seitenlinie entschieden.

Montag, 03.08.2020, 06:00 Uhr
Außenspieler Benedikt Feldmann zählt beim A-Kreisligisten BSC Blasheim zu den Aktivposten. Foto: Pollex

Insbesondere auf Grund einer Siegesserie von sieben Spielen konnten die Blasheimer die Saison 2018/19 auf dem fünften Platz abschließen. Für die abgelaufene Saison galt das Ziel, diese Position in der Liga zu behaupten. Zu dem Resultat der abgebrochenen Spielzeit, einem achten Platz, nimmt Ex-Trainer Sebastian Numrich Stellung: „Die Mannschaft ist sehr jung, und man konnte oft sehen, dass die Qualität für eine gute Ligaplatzierung reicht. Die Leistungen waren allerdings schwankend. Wir haben viele Punkte liegen gelassen und hatten nur einmal einen kurzen Erfolgslauf. Ich denke, dass die Umstellung beim Übergang aus dem Jugendbereich in den Seniorenbereich bei vielen Spielern noch etwas Zeit benötigt.” In der Mannschaft Numrichs haben viele Spieler ihre erste Saison für die ersten Senioren gespielt. Dazu zählen Til Eberhardt, Luca Knollmann, Marlon Sieveking, Kevin Rahmöller und Jannik Beier.

Zwischen dem siebten und dem neunten Spieltag fuhr das Team von Numrich drei deutliche Siege innerhalb von einer Woche ein. Der BSC zerlegte TuS Levern mit 6:0, HSC Alswede mit 6:2 und Union Varl ebenfalls mit 6:0.

Schlechter Tag im Derby

Einen schlechten Tag erwischte der Sportclub ausgerechnet zur Zeit des Derbys gegen SuS Holzhausen. „Das 0:3 war ein deutliches, aber gerechtes Ergebnis. Die Holzhauser haben uns an dem Tag unsere Grenzen aufgezeigt“, erklärt Numrich.

Das Spiel seiner Mannschaft zeichnete sich in der abgelaufenen Spielzeit durch ein zügiges Umschalten aus, bei dem die Schnelligkeit der Außenspieler Benedikt Feldmann, der oft mit Vorlagen glänzte, und Leon Wildemann oder Simon Schiller geschickt eingesetzt wurde. Die Tormaschine des Teams war Cemali Akköse, mit 16 Treffern zweitbester Torschütze der Liga. Für die Stabilität in der Defensive sorgte in erster Linie Innenverteidiger Vincent Lückingsmeyer, der den Langzeitverletzten Christian Kessler als Kapitän vertrat. Ein weiterer Leistungsträger des Teams war Linksverteidiger Phil Langner.

Vorstand wollte neuen Impuls

Der Impuls für einen Trainerwechsel kam von Seiten des Vorstands. Für Numrich war das „schwer nachvollziehbar und überraschend“: „Ich hätte gerne weitergemacht, und auch das Team war überrascht. Aber der Vorstand wollte einen neuen Impuls geben und hat mich bereits Anfang Dezember darüber informiert.” Numrichs Schaffen wurde aber auch von anderen Vereinen positiv wahrgenommen. Deshalb ließ sein neues Engagement beim Bezirksligisten BV Stift Quernheim nicht lange auf sich warten.

Beim BSC hat mit Kilian Rolfs nun ein alter Bekannter das Sagen an der Seitenlinie. Rolfs bildet das Trainerteam gemeinsam mit „zwei Kumpels“: „Matthias Haake und Sascha Klusmeier kenne ich schon lange aus gemeinsamen BSC-Zeiten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den beiden“, so Rolfs.

Der neue Coach kehrt nach Stationen in Jugendmannschaften Preußen Espelkamps und SV Rödinghausens zu seinem Heimatverein zurück. Den Höhepunkt seiner bisherigen Trainerkarriere stellte sein Amt als Co-Trainer der Bundesliga A-Jugend des SVR dar.

Die Entscheidung zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte traf Rolfs auch pragmatisch. „Ich hatte einige Anfragen und habe danach geschaut, was mit der Familie und dem Beruf am besten zu vereinbaren ist. Im Herrenbereich der Kreisliga findet das Training später und bloß zwei Mal wöchentlich statt. Das funktioniert für mich gut“, erklärt Rolfs. In seiner Einschätzung der Mannschaft stimmt er mit seinem Vorgänger überein: „Es sind einige Spieler des 2000er Jahrgangs dabei, die viel Potenzial haben. Die Konstanz kommt sicher noch dazu.“

Verzichten muss Rolfs auf Phil Langner, den es mit Numrich zu Stift Quernheim zieht und auf Moritz Hagemeier, der eine Pause einlegt. Dafür bereichern Erdal Gökcen (Holsener SV), Eric Ehlert (FC Lübbecke) und Sebastian Rahe (Preußisch Ströhen) künftig das Spiel des BSC. Walat Houra und Marian von Behren stoßen vereinsintern dazu.

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