Basketball: Landesligist TuS Lübbecke nimmt die Wildcard zum Klassenerhalt nicht in Anspruch
Freiwilliger Abstieg

Lübbecke (WB). Zwei Jahre nach dem erneuten Aufstieg haben die Basketballer des TuS Lübbecke das Kapitel Landesliga erst einmal freiwillig beendet. Der Tabellenelfte der Abbruchsaison verzichtet auf die vom Verband angebotene Wildcard zum Klassenerhalt. Die Lübbecker treten in der kommenden Saison in der Bezirksliga an – als drittes Altkreisteam neben TuSpo Rahden und dem OTSV Preußisch Oldendorf.

Mittwoch, 06.05.2020, 11:00 Uhr
Lübbeckes Center Achim Diekmeyer bleibt dem TuS auch nach dem freiwilligen Rückzug in die Bezirksliga treu. Foto: Pollex

„Wir haben auf die Landesliga verzichtet, weil wir mit der Abschlusstabelle sportlich abgestiegen waren und lieber einen Neuanfang in der Bezirksliga unternehmen wollten“, berichtet Trainer Timo Kenschner, der den TuS seit fünf Spielzeiten betreut. Die TuS-Korbjäger haben damit einen Schlussstrich unter eine Saison gezogen, von der sie sich eigentlich den Klassenerhalt versprochen hatten.

Als größtes Problem auf diesem Weg hatte sich die schwache Beteiligung an den beiden wöchent­lichen Trainingsabenden herausgestellt. Das sei überwiegend auf verständliche persönliche oder berufliche Gründe zurückzuführen gewesen, betont Kenschner. „Unsere Abschlussplatzierung war diesen besonderen Umständen geschuldet“, sagt der TuS-Trainer: „Ab der Landesliga kann man halt nicht mehr einfach so loszocken, sondern muss konsequent einen Match-Plan verfolgen. Dazu musst du aber regelmäßig als Mannschaft zusammen trainieren. Das war bei uns in der vergangenen Saison zu selten der Fall. Das Leistungsniveau für die Landesliga war aber definitiv vorhanden.“

In der künftigen Spielklasse soll jetzt ein neues Fundament gelegt werden. Vor allem aber versprechen sich die Lübbecker von ihrem Rückzug mehr gemeinschaftliche Erfolgserlebnisse. Kenschner: „Immer oder meistens zu verlieren, das kann es nicht sein. Es macht einfach mehr Spaß zu gewinnen.“ Der freiwillige Verzicht soll allerdings kein Abschied für immer sein. Noch hat zwar niemand beim TuS offiziell das Ziel Wiederaufstieg ausgerufen, aber Kenschner ist überzeugt, dass seine Mannschaft eine Liga weiter unten weit oben zu finden sein wird: „Ich wüsste nicht, wer uns in der Bezirksliga halten soll. Der Leistungsunterschied zwischen beiden Ligen ist schon sehr groß.“

Beim Neuaufbau kann Kenschner auf die bisherigen Leistungsträger bauen. „Der Kern der Mannschaft bleibt zusammen“, sagt der Trainer. Die TuS-Galionsfiguren hätten bereits signalisiert, am Ball zu bleiben. Das gilt auch für Center-Routinier Achim Diekmeyer. „Er ist unser Leitwolf und geht immer mit Einsatz und Willen voran“, weiß Kenschner. Und mit Hendrik Meißel, der wegen einer schweren Bänderverletzung im Fuß fast die halbe Saison verpasst hatte, steht zum Neustart auch ein zuverlässiger Punktelieferant wieder zur Verfügung. Geplante Abgänge gibt es nicht. Justin Hohmeier hatte den TuS aus beruf­lichen Gründen bereits Mitte der vergangenen Saison in Richtung Bochum verlassen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7397034?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F2514622%2F
Vermisster Mountainbiker wohlbehalten wieder aufgetaucht
Die Suche nach dem Mann wurde am Mittwoch abgebrochen. Foto:
Nachrichten-Ticker