Bisheriger Coach des TuS Nettelstedt II trainiert künftig in der Landesliga Weser Ems
Michael Scholz übernimmt HSG Osnabrück

Lübbecke (WB). Spannende Aufgabe für Michael Scholz: Der Trainer des TuS Nettelstedt II übernimmt in der kommenden Saison die HSG Osnabrück in der Landesliga Weser Ems (Niedersachsen). „Ich freue mich auf die neue Herausforderung, auch wenn die Fahrten zum Training in Zukunft ein bisschen weiter sind. Das ist ein interessanter Verein”, sagt der 49-jährige Tengeraner über die nächste ­Station seiner zehn Jahre währenden Trainer-Reise.

Samstag, 04.04.2020, 17:59 Uhr aktualisiert: 05.04.2020, 13:26 Uhr
Engagiert: Michael Scholz hat den TuS Nettelstedt II in dieser Saison in sichere Landesliga-Gefilde geführt. Im Sommer geht’s für den 49-Jährigen nach Osnabrück. Foto: WB

Nach drei Jahren beim TV Hille und sechs Spielzeiten bei der HSG Löhne-Obernbeck – diese Etappe beendete der frühere Bundesliga-Handballer mit dem Landesliga-Aufstieg – übernahm Scholz 2019 die Nettelstedter Reserve. Obwohl er den Landesligisten nach einem radikalen personellen Umbruch schnell in sichere Fahrwasser lenkte und sportlich voll im Soll lag, geht es für Scholz im Sommer nicht weiter. Hintergrund: Nach dem TuS-Beschluss, eine Spielgemeinschaft mit LiT Nordhemmern zu bilden, wurden nicht alle bisherigen Trainer mehr gebraucht.

 

HSG Osnabrück wurde schnell auf Scholz aufmerksam

„Es ist kein Geheimnis, dass ich in Nettelstedt gerne weitergemacht hätte”, sagt der 49-Jährige, der die erste Enttäuschung aber schnell verarbeitet hatte. Zumal kurz darauf schon das Angebot aus Osnabrück eintrudelte. „Dort studieren ja viele Handballer, die aus unserer Region kommen“, sagt Scholz. Die Nachricht, dass der Löhner wieder auf dem Markt ist, drang somit auch schnell zur HSG Osnabrück durch, die für die ­kommende Saison noch auf Trainer­suche war.

Scholz: „Die HSG hatte in den vergangenen Jahren etwas Pech mit ihren Übungsleitern. Derzeit wird die Mannschaft kommissarisch von zwei Spielern betreut.” Als Drittletzter befindet sich Osnabrück noch im Abstiegskampf. Nach der DHB-Empfehlung an die Landesverbände, die Saison aufgrund der Corona-Pandemie abzubrechen und auf Absteiger zu verzichten, kann der Verein aber wohl mit der Landesliga planen.

Die HSG ist ein schlummernder Riese. Ich bin überzeugt, dass ich in dem Verein etwas bewegen kann.

Michael Scholz

Michael Scholz hat bei der HSG mit einem sehr guten Gefühl unterschrieben. Nach der Anfrage aus Osnabrück stattete der Coach dem Verein zunächst einen Besuch ab. Schließlich wollte er nicht die „Katze im Sack“ kaufen. „Ich habe mir ein Heimspiel der Mannschaft angeschaut. Ich bin der Überzeugung, dass ich da etwas bewegen kann. Für mich ist die HSG ein schlummernder Riese”, sagt der Löhner voller Vorfreude.

Mit Frederik Hinz spielt ein gebürtiger Bünder bei der HSG

Der Tengeranere wird nicht der einzige Ostwestfale in Osnabrück sein. Mit Frederik Hinz (früher CVJM Rödinghausen), zugleich Co-Trainer bei der HSG, spielt aktuell auch ein gebürtiger Bünder für den Klub. „Persönlich kannte ich aber noch keinen der Spieler“, sagt Scholz.

Das Kapitel Nettelstedt ist für den früheren Linksaußen, der ­zwischen 1995 und 1999 für den TuS Nettelstedt in der Bundesliga spielte, möglicherweise nicht ganz abgeschlossen. Für die JSG NSM-Nettelstedt will Scholz weiter als Betreuer im Jugendbereich tätig sein. „Das würde von der Zeit passen”, sagt der Physiotherapeut, dem gewiss nicht langweilig wird.

Dass die unterbrochene Saison noch einmal fortgesetzt wird, glaubt Scholz derweil nicht. Er hält den Vorschlag des DHB, die Spielzeit in den Amateurklassen für beendet zu erklären, für sinnvoll. „Es wäre gut, wenn es – wie vorgeschlagen – bei einem Abbruch nur Aufsteiger geben wird. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber ich halte das für eine gute Empfehlung“, so der Coach, der mit dem TuS Nettelstedt II acht Spieltage vor Schluss Rang neun belegt.

 

 

 

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