26. Grundschulspielfest des Handballkreises: TuS Nettelstedt begrüßt 400 Kinder – mit Video Wo das Herz für den Handball schlägt

Lübbecke (WB). »Da geht einem das Herz auf«, sagt Wilhelm Barnhusen. Der Vorsitzende des Handball-Verbandes Westfalen lässt mit leuchtenden Augen seinen Blick über den Nettelstedter Sportplatz schweifen.

Von Alexander Grohmann
Kein Nachwuchsmangel in Sicht: Beim Handballspielfest der Grundschulen in Nettelstedt gingen am Mittwoch knapp 400 Kinder auf Torejagd.
Kein Nachwuchsmangel in Sicht: Beim Handballspielfest der Grundschulen in Nettelstedt gingen am Mittwoch knapp 400 Kinder auf Torejagd. Foto: Alexander Grohmann

Beim 26. Grundschulspielfest des Handballkreises Minden-Lübbecke sind wieder fast 400 Kinder in ihrem Element. »Das ist einmalig im Verband«, sagt Barnhusen, der sich das nicht entgehen lassen will und wie im Vorjahr extra aus Unna angereist ist.

»Toller Gastgeber«: Kreisvorsitzender ist dem TuS Nettelstedt dankbar

Begeistert ist auch Reinhold Kölling: »Das Ganze ist hier von Jahr zu Jahr größer geworden«, sagt der Vorsitzende des Handballkreises über den Erfolg des Spielfestes, zu dem der TuS Nettelstedt beigetragen hat. Zum dritten Mal in Folge hat der Verein in diesem Jahr die Gastgeber-Rolle übernommen. »Wir sind dem TuS sehr dankbar. Das Sportgelände bietet optimale Voraussetzungen und das Team der Jugendspielgemeinschaft um Frank Begemann macht einen Super-Job.«

Handball-Spaß statt Klassenzimmer: Aus 16 Grundschul-Standorten nehmen 40 Teams am »Sportunterricht im Freien« teil. TuS-Vorsitzender Volker Arning ist happy: »Für unseren Verein ist das Event gute Werbung. Aufgrund der Sportwerbewoche haben wir viele Dinge wie das Zelt ohnehin gerade hier stehen.« Frank Begemann, Vorsitzender der JSG NSM-Nettelstedt, hat ein starkes Helferteam zusammengestellt. Viele Jugendhandballer kommen als Schiedsrichter zum Einsatz. »Einige helfen aber auch beispielsweise in der Pommesbude.«

Nach den Handballspielen wartet das Tauziehen

Die Erst- bis Viertklässler werden in unterschiedliche Leistungsgruppen aufgeteilt. Auf acht Rasenkleinfeldern fliegt der Ball. Eine beliebte Zusatzaufgabe wartet nach dem Abpfiff: Dann holen die Kinder im Tauziehen alles aus sich heraus. Später geht es auf die Aschebahn, wo Läufe über 400 und 200 Meter absolviert werden.

»Alle Disziplinen werden gleich gewertet. Ich habe ­Excel-Tabellen vorbereitet, da muss man nicht so viel rechnen«, sagt Heiko Wesemann, Lehrwart des Handballkreises. Das Grundschulspielfest ist für ihn ein Beispiel für zeitgemäße Nachwuchsarbeit: »Die Kinder in den unteren Altersklassen findet man in der Schule. Dort müssen wir sie abholen.«

Ein Trainer-Unikum steht derweil am Spielfeldrand: Dieter ­Löffelmann betreut seit fünf Jahren die Handball-AG der Grundschule An der Bergkante. Leidenschaftlich wie eh und je treibt der 68-Jährige sein Team an. »Mit den Opas der Kinder habe ich selbst zusammengespielt, die Väter habe ich trainiert. Und in manch einem Kind erkennt man tatsächlich das Talent des Papas wieder«, sagt Löffelmann.

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