Grillen mit Ehrung: Fußballkreis Lübbecke überreicht TuS Stemwede den Fairplay-Pokal
Auf ein sicheres Tor verzichtet

Rahden (WB). In der Kreisliga A auf Platz sechs gelandet, aber nachträglich einen Titel abgesahnt: Die Fußballer des TuS Stemwede haben nach 2016 erneut den Fair-Play-Pokal des Fußballkreises Lübbecke gewonnen. Auf Platz zwei der kombinierten Wertung landete B-Ligist Isen­stedter SC mit einem Quotienten von 1,23. Stemwede konnte das mit nur 31 gelben und zwei gelb-roten Karten im Saisonverlauf unterbieten (1,18).

Montag, 01.07.2019, 20:19 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 17:28 Uhr
Lübbeckes Fußballkreis-Vorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst (links) übergibt Nico Engelbrecht vom TuS Stemwede den Fair-Play-Pokal. Foto: Alexander Grohmann
Andri Reimer (links) und Janis Sonnenberg wurden geehrt.

Andri Reimer (links) und Janis Sonnenberg wurden geehrt. Foto: Grohmann

Der Vorstand des Fußballkreises hatte die zwei fairsten Teams zur traditionellen Feierstunde auf das Sportgelände von TuRa Espelkamp eingeladen. Das Wetter lud förmlich zum zünftigen Abschlussgrillen ein. »Das machen wir jetzt so seit sechs Jahren. Es ist zugleich ein Dankeschön an die Ehrenamtlichen aus Fußball, Leichtathletik und Breitensport«, unterstreicht Karl-Heinz Eikenhorst.

Ein Stemwede-Trio nimmt die Trophäe entgegen

Der Vorsitzende des Fußballkreises musste in diesem Jahr mit weniger Fußballgästen als geplant vorliebnehmen. Der Grund: Sowohl der TuS Stemwede als auch der Isen­stedter SC waren zeitgleich aufgrund größerer interner Feiern verhindert. Mit Nico Engelbrecht, Eike Henke und Joel Rybak hatte der TuS Stemwede aber ein Fußballer-Trio geschickt, das stellvertretend für die Teamkollegen den Pokal in Empfang nahm. Neben der großen Trophäe, die nur übergangsweise in den Besitz des Vereins übergeht, wurde der A-Ligist mit einem Brauerei-Gutschein bedacht. »Den dürft ihr behalten«, scherzte Eikenhorst.

Fair geht vor: Neben einem Gutschein gibt es Bälle für die Jugendabteilung

Das war noch nicht alles: Beide Vereine erhielten ein Netz mit acht neuen Spielbällen für ihre Jugendabteilungen. Bei einem Torwandschießen können die Nachwuchskicker des TuS Stemwede und des Isenstedter SC zu Saisonbeginn das Bälle-Konto weiter aufstocken. »Die Aktion kam letztes Jahr gut an«, so Eikenhorst.

Der Kreis vergab im Rahmen der Fair-Play-Wertung zudem zwei Sonderpreise: Janis Sonnenberg vom B-Ligisten SV Hüllhorst-Oberbauerschaft hatte 2018 im Heimspiel gegen den BSC Blasheim dafür gesorgt, dass der Schiedsrichter kurz vor Schluss einen Elfmeter für seine Elf wieder zurücknahm. Der Grund: Sonnenberg war zwar im Strafraum zu Fall gekommen, ein Foul lag aber nicht vor. Die Partie endete 1:1.

Gegenspieler bleibt liegen – Andri Reimer bricht Angriff ab

Kräftig applaudiert wurde auch Andri Reimer. Der Stürmer hatte bei der 1:2-Niederlage von A-Ligist TuRa Espelkamp beim VfB Fabbenstedt etwas getan, was weder im Profi- noch im Amateurfußball selbstverständlich ist. Bei einer 1:0-Führung eroberte Reimer in der gegnerischen Hälfte mit hartem, aber fairem Einsatz den Ball und hatte freie Bahn auf das gegnerische Tor. Es wäre die Möglichkeit zum 2:0 gewesen. Reimer sah aber, dass sich sein Gegenspieler Dennis Kahre bei der Aktion verletzt hatte und spielte den Ball ins Seitenaus. Das Spiel ging für TuRa noch mit 1:2 verloren.

Für Reimer war das Ganze nicht der Rede wert: »Dennis und ich kennen uns gut«, so der Spieler, der für sein vorbild­liches Verhalten genauso wie Janis Sonnenberg mit einer Uhr belohnt wurde. Übrigens: In der nächsten Saison stürmt Andri Reimer für Stemwede. Der A-Ligist freut sich somit über adäquate Verstärkung – auch in ­Sachen Fair-Play-Wertung...

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6742331?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F2514622%2F
Flughafen Paderborn-Lippstadt steht vor der Insolvenz
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden im Kreis Paderborn. Foto: Jörn Hannemann
Nachrichten-Ticker