Radsport: Die Altkreis-Fahrer Luca Harter und Julius Dräger setzen sich in Szene
Traum von der Tour de France

Preußisch Oldendorf/Lübbecke (WB). Diesem Duo gehört die Zukunft: Die Altkreis-Radsportler Luca Harter (16) und Julius Dräger (15) fahren reihenweise gute Ergebnisse ein. Der Sprung zu den Profis ist nun das große Ziel.

Dienstag, 04.06.2019, 13:47 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 14:42 Uhr
Auf einem guten Weg: Luca Harter (links) und Julius Dräger verbuchten zuletzt zahlreiche Erfolge bei ihren Radrennen. Foto: Marc Schmedtlevin

Auf den Straßen im Lübbecker Land kann man Harter und Dräger schon einmal begegnen. Beide spulen Woche für Woche fleißig ihre Trainingskilometer ab, um für die nächsten Höhepunkte des Jahres vorbereitet zu sein. »Es sind schon mal 500 Kilometer in der Woche«, sagt Luca Harter, dem aber auch bewusst ist, dass auf dem Weg zu den Profis noch eine Menge Arbeit vor ihm liegt: »Der Abstand ist noch groß, die sind uns weit voraus. Doch auch wir steigern uns langsam.« Träumen ist erlaubt – und deswegen haben Harter und Dräger einen Start bei den ganz großen Rennen im Hinterkopf. »Ein Start bei der Tour de France, das wäre schon was«, sagt Dräger.

Drägers nächstes Ziel ist die Deutsche Meisterschaft in Linden

Der Lübbecker hat in seiner U17-Klasse gerade den zweiten Platz bei den NRW-Meisterschaften im Omnium belegt. Zuvor war Dräger auch auf der Straße unterwegs, belegte unter anderem den fünften Rang beim Jugendsichtungsrennen in Steinfurt. »Julius hatte in diesem Jahr aber auch ein bisschen Pech. Mal war es das Material, mal hat er die falsche Gruppe erwischt. Und eine Grippe setzte ihn auch noch außer Gefecht«, berichtet Trainer Sven Harter. Doch mittlerweile sei Dräger wieder auf Kurs und in guter Form. Nur die vorderen Platzierungen seien bisher noch ausgeblieben. »Julius ist ein ganz starker Bergfahrer. Er könnte mal einer für die schweren Eintagesrennen werden«, blickt Harter voraus. Die nächste Möglichkeit, das unter Beweis zu stellen, bietet sich bei der Deutschen Meisterschaft in Linden (Rheinland-Pfalz) am 16. Juni.

Luca trainiert wirklich fleißig und hat Spaß dabei. Es muss von ihm ausgehen, sonst ergibt es keinen Sinn.

Sven Harter über seinen talentierten Sohn

Dort wird auch Luca Harter in der Klasse U19 am Start sein – mittlerweile für den Harvestehuder RSV. Auf dem anspruchsvollen Kurs dort gelte es, durchzufahren und wieder wertvolle Erfahrung zu sammeln. »Ich bezeichne es aktuell gerne als Lehrjahr«, sagt Papa Sven Harter, der mit seinem Sohn derzeit sehr zufrieden ist: »Luca trainiert wirklich fleißig und hat Spaß dabei. Es muss von ihm ausgehen, sonst ergibt es keinen Sinn. Das Talent hat er auf jeden Fall.«

Harter bei den Norddeutschen Meisterschaften Dritter im Zeitfahren

Der Erfolg gab Harter junior in diesem Jahr schon recht. Sein erstes Rennen bei den Profis absolvierte er beim Klassiker »Frankfurt-Eschborn«. Dort verhielt sich der Youngster im großen Feld schon taktisch clever und fuhr auf Platz 60 ein. Weiter ging es zu den Norddeutschen Meisterschaften nach Rieps – in gleich zwei Disziplinen. Im Einzelzeitfahren belegte Harter bei der Premiere gleich Rang drei. Dabei gab es Unterstützung von Opa Wolfgang. »Ein spezielles Zeitfahrrad hatte ich noch nicht zur Hand, deshalb hat Opa sein eigenes für mich präpariert«, berichtet Harter. Im Rundstreckenrennen lief es sogar noch besser, Harter fuhr zum Titel.

Der Preußisch Oldendorfer arbeitet schon jetzt auch auf die späteren Monate in diesem Jahr hin. Die Straßen-Saison wird als Vorbereitung auf die Cross-Serie genutzt. »Da gibt es durchaus die Chancen auf Welt- und Europameisterschaft«, vermutet Sven Harter. Querfeldeinfahren ist die Spezialität seines Sohnes. Das machten die Topplatzierungen im Deutschland-Cup sowie die Nominierung für die Nationalmannschaft deutlich. Diesen Platz hat Harter erst einmal sicher.

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