Handball-Verbandsliga: Der TuS Nettelstedt II steht seit Dienstag ohne Trainer da
Julian Grumbach legt sein Amt nieder

Lübbecke. Das Winter-Theater bei Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II geht weiter. Nachdem Sebastian Redeker Anfang des Jahres von seiner Aufgabe als Trainer entbunden wurde (die Entscheidung machte aber schon vor Weihnachten die Runde), hat nun auch sein Nachfolger die Trainerbank verlassen.

Donnerstag, 07.03.2019, 18:08 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 18:10 Uhr
Überraschend: Julian Grumbach (links) hat sein Traineramt niedergelegt. Foto: Krusche

Julian Grumbach, erst vor knapp zwei Monaten als neuer Coach parallel zu seinem Engagement bei der TuS-Dritten sowie der Oberliga-B-Jugend der JSG NSM-Nettelstedt installiert, hat die Mannschaft beim Training am Dienstag davon in Kenntnis gesetzt, dass er sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt.

Grumbach war in seinen fünf Partien, in denen er auf der Bank saß, glücklos, durfte dabei keinen einzigen Sieg feiern und wies in seiner Bilanz lediglich ein Unentschieden in Ahlen auf. Nettelstedt verlor dabei sogar sehr wichtige Duelle gegen direkte Kellerkonkurrenten; gegen Brake und Hüllhorst sogar daheim, und in Steinhagen nach desaströser Vorstellung. Der Abstieg in die Landesliga scheint inzwischen fast schon unausweichlich. Auch überraschende Transfers brachten Nettelstedt nicht in die Spur.

Damit hat keiner gerechnet. Julian hat alles für den Erfolg gegeben und wollten keineswegs, dass er jetzt zurücktritt.

Matthias Möller, Sportlicher Leiter

Seit dem 5. Oktober – damals hieß es 30:30 im Derby gegen LiT – gelang der TuS-Reserve in zwölf Spielen in Folge lediglich ein einziger Sieg (25:23 in Brake) und besagter Punktgewinn in Ahlen. Kein Wunder also, dass den Nettelstedtern das Wasser inzwischen bis zum Halse steht. Zwar ist der Zug Richtung rettendes Ufer noch nicht abgefahren, viel Zeit, um die Kurve zu kriegen, bleibt dem heimischen Verbandsligisten aber nicht mehr.

Matthias Möller, Sportlicher Leiter des TuS Nettelstedt, war völlig überrascht von der Entscheidung Grumbachs. »Damit hat keiner von uns gerechnet. Julian hat alles für den Erfolg gegeben. Wir waren wirklich froh, dass er die Aufgabe übernommen hat und wollten keinesfalls, dass er jetzt zurücktritt.« Grumbach habe sich in den zwei Monaten aufgerieben, wie Möller konstatiert. »Wir waren trotz der fehlenden Ergebnisse sehr zufrieden mit ihm. Wie er uns gegenüber erklärte, will er mit seinem Schritt einen neuen Impuls setzen. Er sei zuletzt nicht mehr an die Spieler herangekommen.«

Wer nun die Geschicke beim Training und Spiel leiten soll, steht indes noch nicht fest, wie Möller erklärte. »Wir arbeiten daran. Wer Samstag dann auf der Bank sitzen wird, kann ich noch nicht sagen.« Noch müsse man die Flinte nicht ins Korn werfen. »Es ist lange noch nichts entschieden. Noch stehen neun Spiele auf dem Programm. Und die fünf, sechs Teams vor uns befinden sich noch in Schlagdistanz«, verbreitet »Matze« Möller weiterhin Optimismus.

Personelle Veränderungen durch Überraschungscoups, aber auch veränderte Unterstützung aus der Jugend der JSG NSM-Nettelstedt schließt er aus. »Wir haben vor der Saison mit LiT geklärt, wer bei uns spielen soll. Das sind Mats Grzesinki, Jannik Ames, Hannes Krassort und Torben Böhlke. Andere wird es daher nicht geben. Wir müssen also mit dem Personal auskommen, das da ist.«

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