8. Girls-Snow-Cup: Mühlenkreisauswahl möchte für so manche Überraschung sorgen
Auf großer Bühne gegen große Namen

Lübbecke (WB). Diese Chance gibt es vielleicht nur ein Mal. Die U15-Fußballerinnen des Mühlenkreises dürfen sich an diesem Samstag und Sonntag beim Girls-Snow-Cup in Lübbecke mit großen Namen des deutschen Frauenfußballs messen. Gegen so manche Überraschung hätten die Lokalmatadoren nichts einzuwenden.

Freitag, 01.02.2019, 18:00 Uhr
Sie fiebern dem Girls-Snow-Cup entgegen. Die Spielerinnen der Mühlenkreisauswahl um die Trainer Wolfgang Stöckmann und Frank Zapatka wollen überraschen.

Die Rollen sind im Vorfeld der achten Auflage der inoffiziellen Deutschen Hallenmeisterschaft klar vergeben. Das heimische GSC-Team ist der krasse Außenseiter. Schließlich wird es zu zahlreichen Dellen mit Mannschaften aus deutlich höheren Spielklassen kommen. Die Gegner in der Vorrundengruppe D heißen FSV Gütersloh, Hamburger SV und Union Berlin. »Der Unterschied beispielsweise zwischen der Kreis- und der Verbandsliga ist im Mädchenbereich schon recht deutlich – vor allem in Sachen Technik und Tempospiel. Doch dagegen wollen wir uns bestmöglich verkaufen«, sagt Frank Zapatka, der zusammen mit Wolfgang Stöckmann den Trainerjob beim GSC-Team übernommen hat.

Um etwas stärker als in den Vorjahren aufgestellt zu sein, gibt es dieses Mal eine Premiere. Erstmals tauchen im GSC-Team auch Spielerinnen aus dem Fußballkreis Minden auf und ergänzen die zuvor reine Lübbecker Auswahl. Auf diese Weise soll ein etwas besseres Abschneiden als beispielsweise im Jahr 2018 erzielt werden. Da musste sich die heimische Auswahl mit Platz 16 und nur zwei Toren zufrieden geben.

Kader mit 14 Spielerinnen

Um den bestmöglichen Kader zusammenzustellen, startete im Oktober des vergangenen Jahres ein Sichtungsverfahren. Übrig geblieben ist noch ein 14er-Aufgebot – inklusive zweier Torhüterinnen. »Wir hatten viele Spielerinnen auf gutem Niveau dabei, deswegen fiel die Auswahl nicht leicht. Wir haben uns jetzt für drei Blöcke entschieden«, sagt Zapatka mit Blick in Richtung Turnier.

Die Formation musste in dieser Woche allerdings noch einmal geändert werden. Lena Bockrath, die als Spielführerein vorgesehen war, fällt aus. Sie ist für einen Lehrgang der Westfalenauswahl nach Portugal berufen worden. »Das ist wirklich schade. Bei den größeren Vereinen können die Prioritäten anders gelegt werden. Der 1. FC Köln hatte vor ein paar Jahren mal drei von vier Nationalspielerinnen dabei, obwohl ein Lehrgang stattfand«, erinnert sich Turnierkoordinator Ingo Seidel vom TuS Gehlenbeck. Immerhin verfügt das GSC-Team noch über Erfahrung. Vier Spielerinnen waren auch schon 2018 mit dabei.

Turniersieg bei TuRa

Als Vorbereitung bestritt das GSC-Team neben Trainingseinheiten auch einige Turniere. Der Wettbewerb der B-Mädchen bei TuRa Espelkamp wurde beispielsweise gewonnen. Mehrmals kam es aber zu Vergleichen mit Jungenmannschaften. »Da haben wir uns in Sachen Tempo und Aggressivität manchmal schwer getan. Es handelte sich um einen Gewöhnungsprozess«, sagt Zapatka, der an den Turniertagen genau diese Aspekte einfordern wird.

Anders wird das selbst gesteckte Ziel wohl auch kaum zu erreichen sein. »Wir wollen schon gerne mal ein Spiel gewinnen oder mal einen Punkt holen«, sagt Trainer Zapatka und ergänzt: »Dann muss bei uns aber auch wirklich alles funktionieren.« Das GSC-Team werde versuchen, aus einer kompakten Defensive heraus zu agieren. Offensive Akzente sollen aber auch gesetzt werden. »Und es geht vor allem darum, die sich bietenden Chancen auch zu nutzen«, betont Zapatka. Aus Sicht der heimischen Spielerinnen sei es auch wichtig, die sicherlich vorhandene Nervosität abzulegen und mit gelungenen Aktionen die Zuschauer mitzunehmen.

Das GSC-Team – Tor: Kim Roch (TuRa Espelkamp), Celine Chlopinski (SV Kutenhausen-Todtenhausen); Feld: Lea Mijailovic, Ann-Christin Grasser, Alina Inhoven, Alexandra Habbe, Kim Sophie Wiesner (alle TuS Gehlenbeck), Sarah Spreen (JSG Stemweder Berg), Emily Schellenberg (FC Lübbecke), Franziska Epp (TuRa Espelkamp), Kira Arius (Holzhausen/Börninghausen), Chiara Gieselmann, Melena Kruse, Finja Kleine (alle SVKT).

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