Kreisliga A: Blase schießt den FCL zum 2:1 im letzten Relegationsspiel Lübbecke bleibt, Frotheim geht

Blasheim (WB/mas). Der Jubel kommt spät, aber nicht zu spät. Der FC Lübbecke bleibt nach einem 2:1-Erfolg im letzten Relegationsspiel ein Mitglied der Kreisliga A. Große Enttäuschung dagegen auf der anderen Seite beim VfL Frotheim, der den bitteren Gang in die B-Liga antreten muss.

Der FC Lübbecke feiert den Siegtorschützen. Sascha Blase (unten) hat zum 2:1 gegen den VfL Frotheim getroffen.
Der FC Lübbecke feiert den Siegtorschützen. Sascha Blase (unten) hat zum 2:1 gegen den VfL Frotheim getroffen. Foto: Marc Schmedtlevin

Alles oder nichts – so lautete die Devise vor der Partie. Es stand fest, dass eine der beiden Mannschaften den Abstieg nicht wird verhindern können. Ein Bonus für die Frotheimer: Ihnen hätte auch ein Unentschieden zum Klassenverbleib genügt. Und genau dieser Bonus schien sich auszuzahlen. Allerdings nur bis zur 82. Minute. Dann legte Daniel Dischinger ab für Sascha Blase und dieser schoss den Ball aus 20 Metern platziert zum Lübbecker 2:1 ins Tor – und seine Mannschaft ins Glück. Auf den Sitzen hielt es von nun an niemanden mehr auf der FCL-Bank.

Dies lag auch daran, dass die Lübbecker danach zweimal die Chance zur endgültigen Entscheidung hatten. Max Redekopp scheiterte aber an VfL-Keeper Kevin Spilker (85.) und Michael Swierczewskis Schuss landete abgefälscht am Pfosten (90+1.). In der Nachspielzeit wären die Gefühlswelten dann beinahe noch einmal vollkommen gekippt: Nach einer letzten Flanke von Christoph Meyhoff stieg Cerryg Forward zum Kopfball hoch und setzte den Ball an den Pfosten. Der Frotheimer Klassenverbleib-Wunsch zerschellte in der dritten Minute der Nachspielzeit am Aluminium.

Frotheimer am Boden

Logisch, dass die VfL-Akteure nach dem Abpfiff zu Boden sanken, die Köpfe nach unten gingen. Trainer Florian Haase richtete im Moment der Niederlage den Blick aber schon gleich nach vorne: »Die Jungs haben Perspektive. Um uns muss man sich jetzt keine Sorgen machen. Wir werden in Zukunft keinen Millimeter weniger machen.« Sein Gegenüber Tasso Keller war dagegen natürlich erleichtert: »Der Druck war hoch, aber der Fußballgott war auf unserer Seite.«

Zunächst hatte wenig auf einen Abstieg der Frotheimer hingedeutet. Der VfL startete druckvoll in die Partie, lief die Lübbecker früh an und provozierte Fehler. Nach einem Meyhoff-Ballgewinn kam Tim Wullbrandt schon nach zwei Minuten zur ersten Chance, zielte aber neben das Tor. Nachdem auch der FCL durch Adam Szych zum ersten Abschluss gekommen war (8.), übernahm Frotheim wieder das Kommando. Die logische Konsequenz war die nächste Möglichkeit durch Jan Niklas Nentwich, der das Außennetz traf (11.). In Minute 21 durfte der VfL dann jubeln. Nach Doppelpass mit Wullbrandt eilte Malte Riechmann die rechte Bahn hinunter, ließ Mustafe Halili stehen und schoss zum 1:0 ein. Nur drei Minuten später war die Lübbecker Dreierkette erneut ausgehebelt. Torhüter Michael Hopfauf verhinderte im Duell mit Leon Griese den zweiten Gegentreffer.

Swierczewski gleicht aus

Beinahe aus dem Nichts meldete sich der FCL zurück. Etwa 50 Meter war ein Freistoß in Richtung VfL-Tor in der Luft, Swierczewski lief entgegen und köpfte zum 1:1 ein (35.). Kurz vor der Pause war Frotheim der erneuten Führung noch einmal nahe, Wullbrandt scheiterte an Hopfauf.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Torhüter im Mittelpunkt. Hopfauf parierte erneut gegen Wullbrandt (47.) auf der Gegenseite war Spilker gegen Swierczewski (52.) und Salomon Bonilla (60.) zur Stelle. Danach begann die Partie langsam vor sich hinzuplätschern. Lübbecke versuchte, Druck aufzubauen. Von Frotheim kam nur noch wenig Entlastung. Dies lag auch daran, dass die Kräfte schwanden und das Personal knapp wurde. Für Sebastian Bollmeier, der sich zur zweiten Hälfte unerwartet fit meldete, war das Spiel nach einem Sprint in der 69. Minuten doch wieder vorbei.

Er musste von der Bank aus mit ansehen, wie Blase Lübbecke zur Führung schoss und Forward am Pfosten scheiterte. Dann war alles klar: Lübbecke bleibt A-Ligist, Frotheim steigt in die B-Liga ab.

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