Handball: TuS Nettelstedt II steigt nach 33:27 in Senne in die Verbandsliga auf Eine Klasse für sich

Senne/Nettelstedt (WB). Die Krönung einer beeindruckenden Saison: Die Handballer des TuS Nettelstedt II thronen endgültig über der Landesliga-Konkurrenz. Nach dem 33:27 (18:13)-Erfolg bei den Sportfreunden Senne steht der Aufstieg in die Verbandsliga vorzeitig fest.

Von Marc Schmedtlevin
So sehen Sieger aus: Die Mannschaft des TuS Nettelstedt II hat in Senne den Aufstieg perfekt gemacht und spielt in der kommenden Saison in der Verbandsliga.
So sehen Sieger aus: Die Mannschaft des TuS Nettelstedt II hat in Senne den Aufstieg perfekt gemacht und spielt in der kommenden Saison in der Verbandsliga. Foto: Schmedtlevin

Die Nettelstedter durften sich ihrer Sache frühzeitig sicher sein. In den beiden letzten Spielminuten erhoben sich die Spieler auf der Bank, applaudierten im Takt der mitgereisten TuS-Anhänger. Die Akteure auf dem Platz genossen das Schaulaufen, gönnten sich noch den einen oder anderen Kunstwurf. Als dann die Schlusssirene ertönte, gab es sowieso kein Halten mehr. Es wurde gesungen, gehüpft, getanzt.

Da in der Senner Halle direkt die nächste Partie folgte, wurde die Aufstiegs-Party kurzerhand nach draußen verlegt. Dort ließen die Nettelstedter die Korken knallen und bewiesen, dass sie nicht nur sehr gut Handball spielen, sondern auch feiern können. Mit Sekt und Bier wurden einige Duschen verteilt. Auch Trainer Michael Jankowski konnte sich nicht dagegen wehren. Klitschnass stand er im Kreis seiner Spieler und lachte. »Das gehört dazu, das haben sich die Jungs nach einer sehr guten Saison verdient«, sagte der Meister-Macher.

Trainer formt ein Team

Ihm war es in den vergangenen Monaten gelungen, viele individuell starke Spieler zu einem Team zu formen, das nicht nur sportlich funktioniert. »Wir arbeiten einfach sehr gut zusammen. Es passte vom Anfang bis zum Ende«, sagte Jan Schröder.

Auch beim Meisterstück in Senne bestätigten die Nettelstedter, dass sie als Team nicht aufzuhalten sind. Der beste Beleg: Alle Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Eine vielseitige Aufstellung war auch notwendig, denn der Gegner aus Bielefeld hielt dagegen. Vor allem in Sachen Kampf hinterließ das abstiegsbedrohte Team einen guten Eindruck und fügte dem TuS einige Andenken zu. Jan Schröder musste einen Cut am Kinn hinnehmen und Rene Glöckner kassierte bei einem Zusammenprall einen Schlag auf die Rippengegend. »Wir haben darauf aber die Antwort gegeben, die ein Meister gibt«, sagte Trainer Jankowski.

Kontrolle nach unruhigem Start

Damit meinte er den sportlichen Aspekt. Die Gäste erwischten zwar einen unruhigen Start und lagen erst einmal mit 0:2 (3.) und 3:5 (7.) zurück. Doch mit der ersten Führung nach elf Minuten zum 6:5 übernahm der TuS die Kontrolle. Der Motor im Angriff lief sowieso schon wieder und auch die Abwehr packte nun aggressiver zu. Allerdings ließ sich Senne nicht abschütteln, glich beim 11:11 (23.) noch einmal kurzzeitig aus. Mit einer nun beginnenden Show des jungen Bjarne Schulz setzte sich Nettelstedt aber wieder auf 15:12 ab und nahm fünf Tore Vorsprung mit in die Pause.

Es war die Vorentscheidung. Zwar tat sich der TuS gegen die neue 5:1-Deckung der Senner für ein paar Minuten schwer und die Differenz reduzierte sich auf zwei Tore (21:19), doch dann legten die Gäste nach und zogen auf 27:22 davon. So gerieten Sieg und Titel nie in Gefahr. Der Rest war Party und die Krönung einer beeindruckenden Saison.

TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann – Kruse (2), J. Schröder (4/2), Schirge (1), Steinhauer (1), Oevermann (3), Linné (4), Pohnke (4), Glöckner (3/2), Schulz (7), Byczynski (4)

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