2. Liga: Besser konnte die Saison für Lübbecke nicht angesetzt werden Ein Spielplan wie gemalt

Lübbecke (WB). Das dürfte Trainer Aaron Ziercke und die Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke zufriedenstellen. Die Handball-Bundesliga (HBL) präsentierte einen aus Sicht des heimischen Erstligaabsteigers wie gemalt wirkenden Spielplan für die bevorstehende Saison in der 2. Bundesliga.

Von Volker Krusche
Jens Bechtloff und sein TuS N-Lübbecke haben für die Saison in der 2. Liga einen viel versprechenden Spielplan erhalten.
Jens Bechtloff und sein TuS N-Lübbecke haben für die Saison in der 2. Liga einen viel versprechenden Spielplan erhalten. Foto: Göbel

Sollte der sportliche Erfolg in den kommenden zwölf Monaten genauso gut sein, wie die Qualität des Spielplans, dann dürfte man die Lübbecker Handballer in der Spielzeit 2017/2018 sicherlich wieder im Handball-Oberhaus begrüßen. Die weiteste Auswärtsfahrt gleich am 1. Spieltag, die vier Doppelbelastungen an Freitag und Sonntag mit absolut erträglichen Anreisen bei den Gastspielen, die vermeintlich dicken Brocken erst im hinteren Teil der ersten Saisonhälfte, so dass ausreichend Zeit bleibt, um dann sehr viel eingespielter die Aufgaben angehen zu können – aus Lübbecker Sicht gibt es am 38 Partien umfassenden Spielplan nichts auszusetzen. Auch die in der zurückliegenden Spielzeit den Rhythmus massiv störenden langen Pausen wird es in Liga zwei nicht geben. Hier findet man aufgrund von Lehrgängen oder Testspielen der Nationalmannschaft oder des Final Four-Turniers in Hamburg sowie des All-Star-Games mal ein spielfreies Wochenende, mehr aber nicht. Auch keine fan-untauglichen Mittwoch-Spiele.

Kurze Reisen an Doppel-Spieltagen

Die Spielzeit 2016/2017 eröffnet für den TuS N-Lübbecke im Bundesliga-Unterhaus mit einem Gastspiel bei einem Aufsteiger sowie zwei folgenden Duellen mit alten Bekannten. Am 3. September tritt der TuS bei der HSG Konstanz an und hat anschließend die weiteste Fahrt der Saison schon hinter sich. 1400 Kilometer sind bis in die größte Stadt am Bodensee und zurück in die Heimat zu absolvieren. Sechs Spiele kommen auf die 20 Zweitligisten in den ersten vier Wochen zu, darunter auch eins von insgesamt vier »langen« Wochenenden. Das erste steht gleich am 2. und 3. Spieltag auf dem Programm. Am Freitag, 9. September, empfangen die Mannen von Trainer Aaron Ziercke den guten Bekannten aus Emsdetten, zwei Tage später geht es bei einer Entfernung von nur 130 Kilometern praktisch in die Nachbarschaft, wenn man im ins Euregium der HSG Nordhorn vorstellig wird. Dieses Freitag/Sonntag-Szenario wiederholt sich in der Rückrunde – diesmal mit einem kurzen 100 Kilometer-Trip in die Ems-Halle nach Emsdetten, dem sich das Gastspiel der Nordhorner in der Merkur-Arena anschließt. Den Doppel-Spieltag findet man noch einmal in der zweiten Hälfte von Hin- und Rückrunde. Am 18. November erwartet der TuS den Dessau-Roßlauer HV, zwei Tage später geht es ins 200 Kilometer entfernte Essen. Im neuen Jahr reisen die Lübbecker dann am 21. April nach Sachsen-Anhalt. Die 350 Kilometer bis nach Dessau stellen dabei auch keine große Belastung dar, zumal man am 23. April Heimrecht gegen Altmeister TuSEM Essen genießt. Von weiten Reisen an diesen vier Doppel-Spieltagen ist der TuS also verschont geblieben.

Sechs Punktspiele im April

Um die Weihnachtstage sind die heimischen Handballer natürlich auch im Einsatz. Allerdings hält sich auch das in Grenzen. Nach dem sicherlich interessanten Gastspiel am 17. Dezember unterhalb der Wartburg in Eisenach folgt am zweiten Weihnachtstag die Auswärtspartie beim bisherigen Ziercke-Klub HC Empor Rostock – wie so viele Zweitligisten ein klangvoller Name in der Handballsszene. Doch damit ist die Hinrunde noch nicht vorbei. Während im Oberhaus spätestens das Weihnachtsspiel die Rückrunde einläutet, geschieht das in Liga zwei erst im Neuen Jahr. Am 4. Februar erwarten die Rothemden Aufsteiger TV Hüttenberg zur letzten Begegnung der ersten Saisonhälfte. Die zweite wird dann gleich am folgenden Wochenende mit der Hausaufgabe gegen Konstanz eingeläutet. Eine besondere Herausforderung an Kraft und Konzentration dürfte der Monat April mit sich bringen. Dann stehen nämlich gleich sechs Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Saisonende ist am 10. Juni.

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