DHB-Pokal: Lübbecke besiegt Rostock ohne Glanz mit 26:21 und steht im Achtelfinale Suton vergibt »ausreichend«

Tus N-Lübbecke (WB). Hoffenheim hat es erwischt, den HSV. Während im Fußball auch in dieser Saison die Großen ins Straucheln gekommen sind, bleiben bei den Handballern die dicken Überraschungen aus. Auch der TuS N-Lübbecke hat seine Pflicht im DHB-Pokal erfüllt. Nach dem 26:21 (14:8)-Erfolg gegen Zweitligist HC Empor Rostock steht das Team im Achtelfinale.

Viel Platz für den Kreisläufer: Gegen die offene Rostocker Abwehr hat Christian Klimek immer wieder Räume bekommen. Mit fünf Treffern ist der Lübbecker im Gruppen-Finale bester Torschütze für seine Mannschaft.
Viel Platz für den Kreisläufer: Gegen die offene Rostocker Abwehr hat Christian Klimek immer wieder Räume bekommen. Mit fünf Treffern ist der Lübbecker im Gruppen-Finale bester Torschütze für seine Mannschaft. Foto: Sebastian Heger

Wie schon im Halbfinale des Vierer-Turniers gegen Drittligist HC Elbflorenz Dresden haben die Westfalen auch im Gruppen-Finale kein Feuerwerk abgebrannt, sich letztlich aber sicher und verdient durchgesetzt. »Das war ausreichend. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben die Pflicht erfüllt und unser Ziel, eine Runde weiter zu kommen, erreicht«, sagt Lübbeckes Trainer Goran Suton nach dem Pokal-Wochenende an der Ostsee.

Guter Start von Lübbecke

Wie schon gegen Dresden erwischt Lübbecke den besseren Start. Ramon Tauabo und Christian Klimek sorgen für die schnelle 2:0-Führung. Nach dem 3:1 durch Jens Schöngarth (2.) kommt ein erster kleiner Bruch ins Spiel. Statt den Vorsprung früh weiter auszubauen, leisten sich Niclas Pieczkowski und Benjamin Herth zwei technische Fehler, der HC Empor gleicht beim 4:4 erstmals aus (8.).

In dieser Phase sind es vor allem Nationalspieler Jens Schöngarth und Kreisläufer Klimek, die den Unterschied ausmachen: Acht der ersten zehn Treffer gehen auf das Konto des Duos, das so bis zur 18. Minute ein 10:6 herauswirft. Empor-Trainer Aaron Ziercke nimmt danach eine Auszeit, um seine Mannen wieder in die Spur zu bringen. Vor allem das gute Kreisläufer-Spiel bekommt der Ostsee-Klub mit seiner offenen Abwehr nicht in den Griff.

Gäste setzen sich ab

Doch auch nach dem Time-Out finden die Rostocker nicht mehr so ins Spiel, stattdessen setzen sich die Gäste sogar auf 12:6 ab (23.). Bei besserer Chancenverwertung hätte die Führung zur Halbzeitpause noch deutlicher ausfallen können, doch HC-Keeper Jan Kominek lässt Tim Remer mit zwei Paraden gleich doppelt verzweifeln.

Nach dem Seitenwechsel hält Lübbecke den Vorsprung konstant, zunächst dominieren die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Bereits fünf Minuten sind im zweiten Durchgang gespielt, als Bobby Schagen per Siebenmeter den ersten Treffer markiert (15:9). Bis zum 19:13 (43.) bleibt Rostock zumindest noch dran, um womöglich doch noch die Wende in der Schlussphase einzuleiten. Doch nach dem 20:19 durch Pieczkowski erhöhen Vuko Borozan und Tim Remer in Überzahl. Der Neun-Tore-Rückstand sind für den HC Empor 15 Minuten vor dem Spielende ein zu hoher Kredit.

Mit vier Toren in Serie sind die Norddeutschen plötzlich aber kurz davor, dass doch noch etwas Musik in die Schlussphase kommt. Das 22:17 in der 51. Spielminute lässt zumindest noch einmal etwas Hoffnungen aufkommen. Als Florian Zemlin beim 24:20 erstmals seit langer Zeit den Rückstand auf vier Treffer reduziert, sind aber nur noch dreieinhalb Minuten zu spielen.

Verdienter Einzug ins Viertelfinale

Schließlich ist es der Ex-Rostocker Gabor Langhans, der mit dem 25:20 (58.) endgültig den Deckel drauf macht und Lübbecke den verdienten Einzug ins Viertelfinale sichert. »Man hat gesehen, dass wir es besser können, aber auch das wir besser sein müssen«, sieht Suton noch viel Arbeit eine Woche vor dem Saisonstart.

TuS-Teammanager Zlatko Feric ist in erster Linie zufrieden mit dem Erreichen der nächsten Runde: »Die Gegner, die wie hier hatten, hatten wir im Griff. Man weiß ja, was im Pokal möglich ist.«
Das Achtelfinale wird am Mittwoch, 28. Oktober, ausgespielt. Die Paarungen für diese Runde werden noch ausgelost.

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Skop; Tauabo (1), Bechtloff (2), Schagen (3/1), Suton, Herth, Schöngarth (4), Klimek (5), Langhans (3), Borozan (1), Pieczkowski (2), Remer (3), Lazovic.

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