28. Merkur-Spielothek-Cup: Minden bezwingt Lemgo im Finale 33:28 – Lübbecke Dritter GWD dominiert

Minden/Lübbecke (WB). GWD Minden hat die 28. Auflage des Merkur-Spielothek-Cups gewonnen. Im Endspiel vor mehr als 1000 Zuschauern in der Kampa-Halle gewannen die Grün-Weißen gegen den TBV Lemgo nach überzeugender Leistung hochverdient mit 33:28 (17:13).

Von Volker Krusche
Den Deckel des Pokals in der Hand freuen sich die Mindener Spieler über den verdienten Sieg beim 28. Merkur-Spielothek-Cup.
Den Deckel des Pokals in der Hand freuen sich die Mindener Spieler über den verdienten Sieg beim 28. Merkur-Spielothek-Cup. Foto: Oliver Schwabe

Lokalmatador TuS N-Lübbecke, der am Freitag das entscheidende Vorrundenspiel gegen den TBV Lemgo mit 11:14 verloren hatte, sicherte sich den dritten Platz nach einem ungefährdeten, aber auch glanzlosen 25:21 (13:8) gegen Zweitligist HSG Nordhorn.Das als »Kräftemessen der Regionen« titulierte Turnier sah Ostwestfalen mit den ersten drei Plätzen  wie erwartet eindeutig vor Niedersachsen.

Vor dem Finale hatten die Statistiker schon fleißig gerechnet. Würden die Lipper, die ja nicht nur aufgrund des in der »Kampa« gewonnenen Abstiegsderbys, durch das sie die Grün-Weißen letztlich in Liga 2 beförderten, als Mindener Angstgegner gelten, ihren sechsten Turniersieg bei der achten Teilnahme am Spielothek-Cup perfekt machen, würden sie auf eine 75-prozentige Erfolgsgeschichte blicken – eine irre Bilanz. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, wollten die Mannen von Florian Kehrmann auch ihr drittes Endspiel gegen GWD gewinnen.

Doch daraus wurde nichts, denn die Schützlinge von Frank Carstens dominierten das Match und gerieten zu keiner Zeit so stark  ins Wanken, als  dass man an eine Wende hätte denken können. Dabei steckten sie sogar das Ungleichverhältnis von 10:0 Strafminuten ohne Folgen weg. Und hätte der TBV im ersten Abschnitt nach Mindener Stockfehlern nicht gleich sechs Konter laufen können, von denen vier erfolgreich abgeschlossen wurden, die Pausenführung wäre noch deutlicher ausgefallen.

Gefühlt lagen die Hausherren viel klarer vorn – Lemgo war mit dem Vier-Tore-Rückstand jedenfalls gut bedient. »Heute war das gegenüber dem ersten Turniertag eine Steigerung auf allen Ebenen. Erstmals in der gesamten Vorbereitung haben  alle Dinge gepasst«, freute sich Carstens. »Hinten standen wir  sehr gut.  Das hat mir gefallen.« Und im Angriff sei die Vorstellung gegen Lemgo schon nah an dem, was er sich vorstelle. Viele Tore wurden gut und schön herausgespielt. »Das ist kein Zufall, auch nicht nur ein Produkt individueller Stärke, sondern das Ergebnis unserer Grundlaufwege. Das zu sehen,  hat richtig Spaß gemacht.«

Zwar ging Lemgo 1:0 in Führung, danach aber hatte nur noch Grün und Weiß die Nase vorn. 5:2 hieß es nach sieben Minuten – und nach dem 7:5 (13.) setzte sich GWD auf 9:5 ab, steckte den 10:8-Anschluss weg und legte beim 16:10 endgültig ein sattes Polster vor. Dabei spielte es keine Rolle, wer auf der Platte stand.

TBV-Coach Kehrmann erkannte denn auch an: »Minden war vor eigenem Publikum richtig heiß, wollte den Cup  unbedingt holen!« Deshalb änderte sich auch trotz häufiger Unterzahl nichts am Spielverlauf. Minden dominierte, ließ Lemgo  nicht den Hauch einer Chance und zog mit nunmehr fünf Turniersiegen mit den Lippern gleich.

Ähnlich war zuvor das Spiel um Platz drei gelaufen. Dabei brannte der TuS N-Lübbecke beim 25:21 gegen Nordhorn in der Anfangsphase ein wahres Feuerwerk ab, führte nach zwölf Minuten schon mit 8:2. Dann aber ging die Konzentration mehr und mehr verloren, so dass der Zweitligist nicht gänzlich unterging.

Auch die zweite Halbzeit begann mit rasantem Spiel der Suton-Schützlinge, die eine viertel Stunde vor Schluss beim 19:12 einen Kantersieg vor Augen hatten. Dass das nicht gelang, lag wie schon im ersten Abschnitt an zu vielen einfachen Fehlern in den Angriffsaktionen.

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