Fußball-Westfalenliga: FC Preußen Espelkamp siegt 4:1 beim TuS Tengern
Wessel „mischt“ Tengern auf

Tengern (WB). Es läuft die 63. Minute im historischen ersten Westfalenliga-Derby des Fußballkreises zwischen dem TuS Tengern und dem FC Preußen Espelkamp. Als Michael Wessel sich mit Aytürk Gecim abklatscht und zu seinem Comeback auf den tiefen Rasen der Tengeraner Arena läuft, muss er lächeln. Sechs Minuten später strahlt der Espelkamper über das ganze Gesicht: Wessel besorgt die Entscheidung zum 3:1 und legte auch nach den Treffer zum 4:1-Endstand für den FC Preußen nach – der damit die Tabellenführung übernimmt.

Samstag, 03.10.2020, 19:20 Uhr aktualisiert: 03.10.2020, 20:09 Uhr
Derr FC Preußen Espelkamp feiert den Derbysieg und die Tabellenführung. Foto: Ingo Notz

In einer packenden ersten Hälfte ging es rauf und runter, wer eine klare Dominanz des

Westfalenliga-Derby: TuS Tengern - FC Preußen Espelkamp 1:4

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  • Mit seinem 4:1-Sieg im ersten Westfalenliga-Derby beim TuS Tengern ist der FC Preußen Espelkamp am Tag der Deutschen Einheit erstmals an die Spitze der Westfalenliga gestürmt. Foto: Ingo Notz
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Favoriten aus Espelkamp erwartet hatte, sah sich getäuscht: Tengern war bissig, leidenschaftlich und hatte aus dem Spiel heraus die gefürchtete Espelkamper Offensivabteilung, bei der Stefan Langemann und Hendrik Bartsch nicht mitwirken konnten, weitgehend im Griff. Wirklich gefährlich wurde es meist über Standards: Eine Ecke (12.), ein Freistoß von Lennart Madroch (15.), eine Einwurfflanke auf Janik Brosch bildeten die anfängliche Überlegenheit der Gäste bei den Torannäherungen ab. Die erste Großchance hatte Brosch nach 18 Minuten, als er zusammen mit Aytürk Gecim frei vor Tengerns Keeper Alexander Fischer auftauchte, aber zu eigensinnig agierte und es selbst probierte, statt die 100-Prozent-Chance über Gecim zum Tor zu vollenden. Auf der Gegenseite hätte Preußens Torwart Nino vom Hofe Tengern fast ein Feiertagsgeschenk überreicht, als er weit vorm Tor einen kapitalen Fehlpass spielte und Tengerns Joel Waterbär aus gut 40 Metern direkt abzog – aber nicht das verlassene Tor, sondern nur den linken Innenpfosten traf. Kurz vor der Pause nahm Espelkamps Druck wieder zu: Einen Madroch-Freistoß klärte Alexander Fischer noch zur Ecke – nach der dann allerdings Jannik Brosch am schnellsten auf einen Querschläger reagierte und den Ball zur Gästeführung im kurzen Eck versenkte (41.). Die Freude über die Führung sorgte in Espelkamps Hintermannschaft allerdings für Unkonzentriertheiten, so dass es im Gegenzug eine Ecke für die Gastgeber gab – die Alexander Knicker zum 1:1 in die Maschen des Espelkamper Tore jagte.

Tore fallen nach Standards

Im zweiten Abschnitt übernahm zunächst Preußen das Kommando, vergab aber die ersten Chancenansätze von Madroch und Gecim. So musste für das dritte Tor des Tages wieder ein Standard herhalten: Allan Firmino Dantas war nach einem Eckball zur Stelle und köpfte zur erneuten Gästeführung ein. Tengern machte danach auf, drängte auf den Ausgleich – und Espelkamp bekam die Räume, die die Preußen für ihr schnelles Spiel brauchen. Nach einem Blitz-Konter lief Brosch bei einer dieser Szenen allein auf Alexander Fischer zu – Tengerns Keeper blieb cool, blieb stehen und blieb erneut Sieger in diesem Privatduell mit Espelkamps Stürmer.

Traum-Comeback von Michael Wessel

In der 63. Minute strahlten dann nicht nur die Flutlichtbirnen in Tengern, an der Mittellinie grinste Michael Wessel am Spielfeldrand, als die Partie endlich unterbrochen war und der Espelkamper Abwehrchef eingewechselt werden konnte. Mit einem breiten Lächeln lief der gebürtige Westruper nach langer Verletzungspause zurück aufs Feld – sortierte sich aber nicht in der Defensive ein, sondern marschierte ins Sturmzentrum. Es dauerte nur wenige Sekunden, da tauchte Wessel frei vor Fischer auf, guckte sich den Torwart aus – und traf den linken Pfosten (65.). In der 70. Minute zielte Wessel dann genauer: Nach perfekter Vorarbeit von Janik Brosch musste der in der Jugend als Stürmer ausgebildete Wessel nur seinem Instinkt folgen und nur noch den Fuß hinhalten, um den Ball zum 1:3 ins Tor zu wesseln. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 82. Minute – und wieder war es Wessel, der sein Comeback mit dem Tor zum 4:1-Endstand krönte: Nach einer herrlichen Flanke von Allan Dantas buchte „Misch“ Wessel eine Flugreise ins Glück und landete mit seinem Flugkopfball auch noch den schönsten Treffer des Tages. Am Ende war der Sieg verdient, eine gute Stunde lang hatte es aber nicht nach einem 4:1 der Gäste ausgesehen. Zumindest für eine Nacht sind die Espelkamper nun dort, wo sie auch langfristig hin wollen: an der Tabellenspitze. Mit elf Punkten dürfte die Tabellenführung aber – vorerst – nur eine Momentaufnahme bleiben, ein Trio kann den FCP am Sonntag schon wieder von der Spitze verdrängen.

 

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