Fußball-Westfalenliga: TuS Tengern empfängt den FC Preußen Espelkamp
„Ein spannendes Spiel“

Tengern/Espelkamp (WB). Es ist angerichtet: Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) hebt sich der Vorhang für das erste Westfalenliga-Derby der Altkreis-Geschichte: Um 16 Uhr wird das ewig reizvolle Duell der Erzrivalen TuS Tengern und FC Preußen Espelkamp angepfiffen.

Freitag, 02.10.2020, 18:22 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 18:24 Uhr
Espelkamps René Freimuth (links) und Tengerns Magnus Giersdorff stehen sich im Westfalenliga-Derby gegenüber. Foto: Stefan Pollex

Tengern treffen die Defensivausfälle der drei Stammspieler Waldemar Jurez, Nico Gerfen und Felix Budde immer noch hart – alle drei werden auch im Derby gegen den FCP nicht zur Verfügung stehen. Daher dürfte auch wieder mit Maximilian Appels im Defensivzentrum zu rechnen sein. Zu defensiv will Stefan Studtrucker („Gerade Felix Budde fehlt uns natürlich ungemein – offensiv bei Standards und defensiv!“) das Heimspiel gegen den Favoriten aus Espelkamp aber auch nicht angehen: „Das ist eine superstarke Mannschaft, die ganz andere Ziele hat als wir, aber es ist ein Derby und ein Derby ist immer noch ein Derby. Das entscheidet sich über Einsatz und Laufbereitschaft!“, hofft Tengerns Trainer darauf, die individuelle Überlegenheit des Espelkamper Kaders an einem Tag und in einem Spiel über die Mentalität ausgleichen zu können.

Auch das Spiel fängt bei 0:0 an. Der Platz wird nicht der beste sein, ich hoffe auf ein spannendes Spiel!

Stefan Studtrucker (Trainer TuS Tengern)

„Wir spielen zuhause, Espelkamp kann die Kugel auf Kunstrasen sicher besser laufen lassen als auf Rasen und wir haben weniger zu verlieren“, nennt Studtrucker weitere Argumente, die für eine ausgeglichene Partie sprechen könnten, „dazu muss aber jeder Mannschaftsteil seine Leistung bringen.“ Ins offene Messer werde Tengern gegen die offensivstarken Gäste sicher nicht rennen, aber „wir werden uns sicher auch nicht hinten reinstellen und auf ein 0:0 beim Schlusspfiff warten“, fordert Studtrucker wirkungsvolle Nadelstiche: „Um zu mauern, dafür bin ich nicht der Typ, ich weiß gar nicht, wie das geht!“ Die starke Espelkamper Offensive müsse die personell ausgedünnte TuS-Abwehr im Kollektiv lösen: „Langemann und Brosch sind natürlich Leute, die Spiele entscheiden können, Das ist eine Aufgabe, die es zu lösen gilt.“ Mut, dass eine Tengeraner Überraschung gelingen könne, macht ausgerechnet eine Niederlage: „Wir haben im Pokal gegen einen A-Ligisten verloren, also erst einmal abwarten. Auch das Spiel fängt bei 0:0 an. Der Platz wird nicht der beste sein, ich hoffe auf ein spannendes Spiel!“

Tengern hat beide Heimspiele nicht verloren, wir sollten daher nicht so vermessen sein und glauben, dass uns dort alles zufliegt. Es muss schon einiges stimmen, um dort zu gewinnen!

Tim Daseking (Trainer FC Preußen Espelkamp)

Espelkamps Trainer Tim Daseking nimmt die Favoritenrolle vor dem Derby an, warnt aber davor, Tengern zu unterschätzen: „Tengern hat beide Heimspiele nicht verloren, wir sollten daher nicht so vermessen sein und glauben, dass uns dort alles zufliegt. Es muss schon einiges stimmen, um dort zu gewinnen!“ So müsse sein Team „die Umstände annehmen und über Einsatz und Laufbereitschaft und nicht nur über fußballerische Aspekte die Partie gewinnen wollen: „Wir müssen Zweikämpfe gewinnen und über eine gewisse Aggressivität den Gegner zu Fehlern zwingen“, gibt Daseking seinem Team mit auf den Weg. Die Tengeraner erwartet er eher defensiv: „Wir würden uns wünschen, dass sie mit Mann und Maus nach vorne stürmen, das ist aber eher nicht realistisch.“ Höchsten Respekt hat Preußens Macher vor der TuS-Offensive: „Zieba, Schwier und Knicker – da müssen wir schon aufpassen.“ Wertvoll könnten dabei einige Tipps des Ex-Tengeraners Jan-Christoph Stühmeier sein. Das Espelkamper Ziel ist klar umrissen: „Wir wollen unsere Serie fortsetzen und ungeschlagen bleiben. Gerade auswärts und gerade in einem Derby muss man dabei aber auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Da muss schon einiges stimmen, damit es drei Punkte werden!“ Hinter dem Einsatz von Stefan Langemann steht dabei weiter ein Fragezeichen, ebenso hinter Michael Wessel, der sich im Training zurückgemeldet hat: „Es wird wohl nur einer der Beiden starten können.“

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