24-jähriger Verteidiger wechselt von RW Maaslingen zum TuS Tengern
Tengern-Transfer: Meyer holt Meyer

Hüllhorst (WB). Der Kader steht: Fußball-Westfalenligist TuS Tengern hat sich mit Julian Meyer (24) vom Landesligisten Rot-Weiß Maaslingen verstärkt und damit die Planungen für die kommende Saison weitestgehend abgeschlossen. „Nur einen Torhüter suchen wir jetzt noch“, sagt der Sportliche Leiter Christian Meyer.

Donnerstag, 04.06.2020, 18:53 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 20:41 Uhr
Nahm es in der Vergangenheit auch schon mit Profis auf: In dieser Szene stoppt Julian Meyer (rechts), im Dress von Rot-Weiß Maaslingen, Arminen-Stürmer Andreas Voglsammer. Nächste Saison spielt der 24-Jährige für den Westfalenligisten TuS Tengern. Foto: Thomas F. Starke

Tengerns Chef-Planer ist bei seiner Spielersuche derweil auf einen Namensvetter gestoßen, der dem TuS gut zu Gesicht stehen dürfte. Mit Julian Meyer kommt schließlich ein Westfalenliga-erprobter Akteur dazu, der mit 24 Jahren im besten Fußballer-Alter sowie flexibel einsetzbar ist. Der Verteidiger hat es seit 2015 auf knapp 100 Einsätze bei den Rot-Weißen gebracht und zählte auch in der Spielzeit 2019/2020 zu den RWM-Stammkräften. „Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder mal Kontakt, das kam zum Glück für uns jetzt zum Tragen“, sagt Christian Meyer über den von langer Hand vorbereiteten Transfer.

Master in Bochum, Westfalenliga in Tengern

Dass es Meyer nach Tengern verschlägt, hat nicht nur mit der sportlichen Perspektive bei den „Kleeblättern“ – die bekanntlich weiter Westfalenliga heißt –, sondern auch mit dem etwas geringeren Aufwand zu tun. „Julian wohnt in Wulferdingsen, nur drei Kilometer von unserem Platz entfernt“, sagt Christian Meyer über den Neuzugang, der in Bochum studiert. „Nächstes Jahr macht Julian den Master. Es bleibt aber auf jeden Fall genug Zeit zum Trainieren“, sagt Meyer über Meyer.

Der Sportliche Leiter schätzt die Qualitäten des körperlich robusten und groß gewachsenen Akteurs, der nicht nur in der Abwehr, sondern auch im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden könne. „Letzten Endes ist das natürlich die Entscheidung des Trainers“, verweist „Klappi“ auf das Hoheitsgebiet des künftigen Tengeraner Übungsleiters Stefan Studtrucker.

Nach Urban-Abschied unter Zugzwang gewesen

Durch den Abschied von ­Richard Urban (zum SC Herford) sei man unter Druck gewesen, noch einen gestandenen Akteur für die Westfalenliga unter Vertrag zu nehmen. „Julian ist ein genialer Spieler, der darüber hinaus eine Riesen-Motivation mitbringt“, lobt „Klappi“.

Tengerns Kader umfasst somit rund 20 Akteure. „Die aktive ­Suche stellen wir jetzt ein“, sagt Christian Meyer. Ausnahme: die Torwartposition, wo es nach dem Abgang von Ersatzmann Marcel Feder (Preußen Espelkamp II) gilt, einen Herausforderer für Alex ­Fischer zu finden. Aus der A-Jugend rücken mit Paul-Laurin Meyer und Carl Heusener (Torwart) zwei Talente auf, die genauso um Einsatzminuten kämpfen wie Timo Nuyken, Torben Krause und Björn Bredemeier aus der Reserve. Meyer: „Das sind alles erfahrene Bezirksligaspieler, die den Druck auf die anderen Akteure erhöhen sollen. Letzte Saison war unser Kader zu klein, das hätte uns am Ende das Genick gebrochen.“

Wann genau die nächste Saison wird starten können, ist auch für Christian Meyer bislang noch ein Rätsel. „Es ist gar nicht möglich, da etwas zu sagen, so lange noch nicht das ‚Go‘ der Bundesregierung da ist‘, sagt Tengerns Sportlicher Leiter. „Wir hoffen natürlich alle, dass es spätestens im September wieder los geht.“

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