HSG verliert Derby gegen TSV Hahlen mit 27:28 „Hyänen“ zu gallig für Hüllhorst

Hüllhorst (WB). Es ist der erwartete Handball-Krimi geworden. Die Männer der HSG Hüllhorst und des TSV Hahlen haben sich 60 Minuten lang keinen Meter geschenkt. Trotz einer 20:17-Führung (43. Minute) muss sich HSG Hüllhorst am Ende geschlagen geben. Der TSV Hahlen gewinnt mit 28:27 (14:12) in Hüllhorst.

Von Louis Ruthe
Trotz acht Treffern hat Hüllhorsts Julian Hodde (Mitte) keine einfaches Spiel gegen die Abwehr der Hahlener.
Trotz acht Treffern hat Hüllhorsts Julian Hodde (Mitte) keine einfaches Spiel gegen die Abwehr der Hahlener. Foto: Louis Ruthe

„Heute hat man wieder gemerkt, dass sich ein Handballspiel in den letzten fünf Minuten entscheidet“, resümiert HSG-Trainer Sebastian Redeker nach Abpfiff. Sein Team habe es zum Ende hin nicht geschafft, das Momentum mitzunehmen und zeitweise die Drei-Tore-Führung zu verteidigen. „Wir waren nicht so gallig, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagt Redecker.

Das hingegen sind die selbst ernannten „Hyänen“ aus Hahlen vor allem in der zweiten Hälfte gewesen, wenn auch für das Schiedsrichter-Duo hin und wieder zu sehr. In den entscheidenden Minuten muss Hahlen dann sogar auf Angreifer Alex Möws (7) verzichten.

Er hat in der 56. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte gesehen. Ebenfalls bitter für den TSV Hahlen ist nach fünf Minuten in der Partie die Verletzung von Stefan Bruns gewesen. Ohne Verschulden eines HSG-Spielers hat sich der Hahler eine Sprunggelenk verletzt. Ein übermäßig hartes Spiel hat HSG-Trainer Redeker aber nicht gesehen. „Es war ein Derby. Aber kein überhartes oder unfaires“, sagt er.

Hüllhorst belohnt sich nicht nach starker ersten Hälfte

Lange hat es für die HSG nach einem erfolgreichen Handballabend vor etwa 300 Zuschauern in heimischer Halle ausgesehen. „In der ersten Hälfte lief ziemlich viel für uns“, sagt Redeker. HSG-Torwart Tobias Langwenus habe die Angreifer aus Hahlen oft zur Verzweiflung gebracht. In der 45. Minute habe der HSG-Trainer zudem noch mit einem Wechsel auf der Torwart-Position „einen Reiz“ zu setzen versucht – der ist jedoch ausgeblieben.

Dennoch nimmt Sebastian Redeker Positives mit aus der Partie. Im letzten Spiel der Hinserie trifft die HSG auf den TV Isselhorst aus dem oberen Tabbellenviertel. „Das wird für uns nochmal ein schweres Auswärtsspiel“, sagt Redecker. Mit einer starken Leistung sei vielleicht ein Punkt möglich.

HSG Hüllhorst: Schnute, Lengwenus – Meyer, Reichelt (2), Hohlt (2), Blomenkamp (1), Kreft (4), Heidenreich (8), Hodde (8), Wittkötter, Pecher (2).

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