Fußball-Westfalenliga: TuS Tengern verliert mit 1:3 gegen GW Nottuln
Eine Nummer zu groß

Hüllhorst (WB). Beinahe chancenlos: Der TuS Tengern hat bei der 1:3 (1:1)-Niederlage gegen Grün-Weiß Nottuln die Grenzen aufgezeigt bekommen. Das Warten auf den ersten Heim-Punkt in der Westfalenliga geht also weiter.

Sonntag, 01.09.2019, 20:29 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 10:04 Uhr
Tengerns Abwehr mit Jarno Kassebaum (rechts) hatte eine Menge zu tun und stieß zwischenzeitlich an ihre Grenzen. Foto: Marc Schmedtlevin

Als eine Mannschaft mit einer Menge Geschwindigkeit, Lauffreude und Zweikampfstärke wurden die Gäste aus Nottuln Olaf Sieweke angekündigt. Nach den etwas mehr als 90 Minuten konnte Tengerns Trainer hinter all diese Eigenschaften auf seinem Zettel einen Haken machen. Die Gäste aus dem Kreis Coesfeld hatten nämlich auf ganzer Linie überzeugt. »Wir haben gegen eine bockstarke Mannschaft gespielt. Das war der beste Gegner, den wir hier in den letzten Monaten hatten«, erkannte Sieweke neidlos an und zog die Schlussfolgerung für seine Mannschaft: »Wir hatten keinen Zugriff und sind für gar nichts infrage gekommen.«

Nach der ersten Chance nur noch Nottuln

Nur die erste Möglichkeit der Partie hatten noch die Gastgeber zu bieten. Über Pawel Zieba und Waldemar Jurez landete der Ball bei Felix Kammann. Der Startelf-Debütant scheiterte mit seinem Schuss am Torhüter (3.). Das war es dann aber erst einmal mit Tengeraner Offensivfußball, die Nottulner rissen das Spiel zunehmend an. Vor allem das Tempo, mit dem die Angreifer und Mittelfeldspieler dem Ball hinterherjagten, war beeindruckend. Zeit zum Durchatmen oder Nachdenken hatte der TuS nicht – viele Fehler im Aufbauspiel waren die Folge.

Ab der 16. Minute ergaben sich dann auch reihenweise Chancen für die Gäste. Nur Tengerns Alexander Fischer war es zu verdanken, dass es zunächst beim 0:0 blieb. Der Torhüter parierte drei Mal glänzend (16., 17., 20.). In Minute 27 war dann aber auch er geschlagen: Nottuln spielte sich über die linke Seite durch und im Zentrum vollendete Adenis Krasniqi. Kurz danach bewahrten Fischer und die Oberkante der Latte Tengern vor einem weiteren Gegentor (31., 34.).

Nach 39 Minuten zog sich Nottuln erstmals ein wenig zurück, für Tengern ergab sich so etwas wie Ballbesitz. Und urplötzlich stand es 1:1. Eine Zieba-Flanke verwertete Kammann am zweiten Pfosten (41.). Das Fazit nach der ersten Hälfte: Angesichts der Chancenverteilung und der Spielanteile hatte sie der TuS mit 1:1 gewonnen. Das sah auch Coach Sieweke so: »Wenn wir 0:3 oder 0:4 zurückliegen, geht das auch in Ordnung.«

Entscheidung per Doppelschlag

Mit mehr Mut und einer etwas offensiveren Aufstellung ergab sich aus Tengeraner Sicht nach dem Wechsel ein offeneres Spiel. Es gelang nun, die Gäste vom Strafraum fernzuhalten, Torchancen waren kaum noch zu beobachten. Die beste hatte zunächst sogar Pascal Bley, der aber über das Tor zielte (54.). Tengern war im Spiel angekommen – und verlor dann doch. Innerhalb von sechs Minuten machte Nottuln per Doppelschlag alles klar. Das zweite Tor glich dem ersten. Wieder kam die Vorarbeit über die linke Seite, wieder schloss Krasniqi im Zentrum ab (76.). Für die Entscheidung sorgte der aufgerückte Linksverteidiger Dickens Toka mit einem satten ins linke Toreck (81.).

Die Enttäuschung war im Kleeblatt-Lager zu erkennen, doch allen war eines schnell klar: »Wir haben verdient verloren«, stellte Keeper Fischer stellvertretend für seine Mannschaft fest – vor allem aufgrund der ersten Halbzeit.

TuS Tengern: Fischer – Grzegorczyk (46. Knicker), Kosecki, Stühmeier, Kassebaum (46. Schwier), Bley, Urban (74. Kachel), Zieba, Giersdorff, Kammann, Jurez (64. Erdelt)

Tore: 0:1 Krasniqi (27.), 1:1 Kammann (41.), 1:2 Krasniqi (76.), 1:3 Toka (81.)

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