Beim 3:1-Heimsieg gegen die Spvgg. Erkenschwick machen die Kleeblätter in nur elf Minuten alles klar
Die Gäste singen, Tengern feiert

Hüllhorst (WB). Festtagsstimmung: So viele Zuschauer sind in Tengern lange nicht mehr gesichtet worden. Der erste Pflichtspiel-Auftritt des Westfalenliga-Aufsteigers lockte. Und die Gäste von der Spvgg. Erkenschwick brachten zur Erstrundenpartie im Westfalenpokal auch einige Fans mit. Sie alle kamen beim 3:1 (3:1)-Erfolg der Kleeblätter auf ihre Kosten.

Sonntag, 04.08.2019, 20:30 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 08:34 Uhr
Gut gemacht: Joscha Kachel und die Teamkollegen wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Keeper Alexander Fischer spielte stark. Foto: Marc Schmedtlevin

Die Spvgg. Erkenschwick steht für Tradition, mischte in der Vergangenheit jahrelang im Profifußball mit. Rein sportlich ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Wie Tengern spielt auch Erkenschwick mittlerweile in der Westfalenliga. Doch die Unterstützung der Fans ist weiterhin höherklassig. Mit Trikots, Schals und Trommeln ausgestattet, machten die Gäste auf der Tribüne die Musik. Auf dem Platz gaben dagegen die Tengeraner den Ton an.

Es dauerte gerade einmal 53 Sekunden, ehe Pawel Zieba den ersten Schuss abgab. Weitere Abschlüsse von Magnus Giersdorff und Pascal Bley folgten. Dennoch hinterließ auch Erkenschwick einen gefährlichen Eindruck, kam in Minute acht zur ersten Möglichkeit. Tengerns Torhüter Alexander Fischer parierte im Eins-gegen-Eins gegen Skandar Soltane. Eine Szene, die es später noch häufiger geben sollte.

Drei Tore in elf Minuten

Als die Gäste die Kontrolle zu übernehmen schienen, zeigte der TuS Umschaltspiel aus dem Fußball-Lehrbuch. Bei der Führung steckte Waldemar Jurez für Pawel Zieba durch, der spielte noch einmal zurück und Jurez traf zum 1:0 (16.). Drei Minuten später landete der Ball über Zieba, Jurez und Giersdorff erneut bei Jurez – 2:0 (19.). Und Tengern hatte noch nicht genug. Beim 3:0 nutzte Zieba seine Freiräume über rechts zu einem knallharten Abschluss (26.). Die Trommeln im Erkenschwick-Block waren erst einmal verstummt. »In der Phase haben wir unsere Taktik bestens umgesetzt und waren effektiv«, lobte Trainer Olaf Sieweke, dem zuvor der nötige Zugriff gefehlt hatte.

Auf der ganz sicheren Seite wäre Tengern wohl gewesen, wenn Lukasz Grzegorczyk frei aus vier Metern auf 4:0 gestellt hätte (32.), er zielte aber über das Tor. Stattdessen blieb Erkenschwick im Spiel – allerdings mit freundlicher Tengeraner Unterstützung. Nach einer Ecke war erneut Jurez der Torschütze. Dieses Mal allerdings in das eigene Tor (40.). »Ich war mir nicht ganz sicher, wer hinter mir steht, deswegen wollte ich zur Ecke klären. Das hat nicht geklappt«, sagte Jurez hinterher und durfte scherzen: »Ich wollte einfach noch ein drittes Tor machen.«

Fischer rettet mehrfach

Logisch, dass die teilweise spielstarken Gäste in Hälfte zwei mehr für das Spiel taten. Sie kamen auch zu mehreren Möglichkeiten, denn Tengern fehlte die nötige Entlastung. Ein Mann beim TuS sollte sich nun in den Fokus spielen: Keeper Alexander Fischer. Gleich vier Mal rettete er aus kurzer Distanz, seine Vorderleute waren da schon aus dem Spiel. Besonders Skandar Soltane dürfte heute Nacht Albträume gehabt haben. »Ich bin froh, dass wir Fischi heute hatten«, lobte Jurez den anderen Matchwinner.

In der Schlussphase bot sich Tengern erneut Platz zum Kontern. Den letzten Pässen fehlte allerdings die Genauigkeit. Doch das konnten die Gastgeber verschmerzen – auch Coach Sieweke: »Nach den zuletzt nicht so guten Ergebnissen bin ich sehr glücklich. Man muss eben die wichtigen Spiele gewinnen. Und jetzt können wir mit einem guten Gefühl in die Liga starten.«

TuS Tengern: Fischer – Grzegorczyk, Kosecki, Adick, Kassebaum, Schwier (88. Scholz), Bley (74. T. Borchard), Kachel, Giersdorff, Zieba (82. Erdelt), Jurez (64. Knicker)

Tore: 1:0/2:0 Jurez (16./19.), 3:0 Zieba (26.), 3:1 Jurez (40., Eigentor)

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