Fußball: Westfalenpokal: TuS Tengern trifft auf die starke Spvgg. Erkenschwick
Schwerer Gang als Vorspeise

Hüllhorst/Espelkamp (WB). Dieser Saison-Apperitif hat es in sich: Eine Woche vor dem Ligen-Start sind die Fußballer des TuS Tengern und der FC Preußen Espelkamp am Sonntag im Westfalenpokal gefordert. Vor allem für die Tengeraner wird es schwer.

Freitag, 02.08.2019, 16:14 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 16:18 Uhr
Für die Lorbeeren der Vorsaison können sich Jan Stühmeier (links, nach dem Westfalenliga-Aufstieg in Holsen) und der TuS Tengern ab sofort nichts mehr kaufen. Nach recht dürftigen Testspiel-Auftritten muss gegen Erkenschwick eine deutliche Steigerung her. Foto: Grohmann

TuS Tengern - Spvgg. Erkenschwick (Sonntag, 15 Uhr). Nach einer mäßigen Vorbereitung wartet auf den Westfalenliga-Aufsteiger mit der Pokal-Partie gegen ­Erkenschwick gleich der erste ­Saison-Knüller. Für Olaf Sieweke ist die anspruchsvolle Aufgabe eine perfekte Standortbestimmung: »Für uns geht es darum, zu wissen, wo wir stehen, und ob wir mit einem gestandenen Westfalenligisten mithalten können. Das ist in erster Linie ein super Test, den wir natürlich auch für uns entscheiden wollen, ganz klar«, sagt Tengerns Trainer, der aber keinen Erfolgsdruck spürt: »Dass wir den Westfalenpokal nicht gewinnen können, wissen wir.«

Der Gegner schloss die vergangene Saison in der Westfalenliga-Staffel 2 auf Platz fünf ab und reist mit der Aura eines früheren Zweitliga-Klubs an. Mit dem aktuellen Erkenschwicker Aufgebot konnte sich Sieweke nicht bis ins Detail vertraut machen: »Ich konnte mich nur im Internet informieren. Mein Trainer-Kontakt ist leider nicht ans Telefon gegangen.«

Nach Aufstiegs-Partys ist nun wieder harte Arbeit gefragt

Fakt ist: Die Tengeraner müssen sich im Vergleich zu den zuletzt dürftigen Testspiel-Darbietungen gewaltig steigern, wollen sie eine Chance auf den Einzug in die zweite Runde haben. Nach dem Westfalenliga-Aufstieg im Juni – der größte Erfolg der Vereinsgeschichte – ist jetzt wieder harte Arbeit gefragt, um die Euphorie möglichst lange zu wahren.

Gäste haben eine 150-Kilometer-Anreise vor sich

Positiv: Mit Tom Borchard kehrt ein Urlauber in den Kader zurück. Dafür fällt Neuzugang Felix Kammann nach der Roten Karte beim 0:0 in ­Vlotho aus. Sieweke ist happy über die Heimspiel-Ansetzung: Die Gäste aus dem Kreis Recklinghausen haben schließlich den Nachteil einer 150-Kilometer-Anreise. Zusätzlicher Anreiz: Auf den Sieger der Partie wartet in der nächsten Runde mit Regionalligist TuS Haltern aller Voraussicht nach eine lukrative Aufgabe.

FC Preußen Espelkamp - SV Rot-Weiß Deuten (Sonntag, 15.30 Uhr/Sportpark Mittwald). Als Favorit gehen die Preußen in das Erstrunden-Duell gegen den Landesliga-Neuling (Staffel 4). »Wenn wir hundert Prozent abrufen, sollte es mit dem Einzug in die nächste Runde klappen«, geht Tim Daseking die Aufgabe selbstbewusst an. Dass der heimische Landesligist angesichts etlicher Top-Verstärkungen beste Chancen auf das Weiterkommen haben dürfte, steht wohl außer Frage.

Ein »Gastgeschenk« haben die Preußen dafür schon vor dem Anpfiff verteilt. Sie stimmten der Verlegung der Partie auf Sonntag zu. »Eigentlich war ja im Verband ein Wochenspieltag angesetzt. Aber wir haben Verständnis dafür, dass Rot-Weiß Deuten bei 180 Kilometern Anfahrt lieber am Wochenende statt am Mittwoch oder Donnerstag spielen wollte«, sagt Daseking, der einer entsprechenden Anfrage des Pokalspielleiters daher umgehend zustimmte. Auch wenn das für die Preußen ein anstrengendes Wochenende zur Folge hatte, schließlich war der Landesligist bereits am Freitagabend im Kreispokal-Einsatz.

»Fast ein anderer Spieler«: Daseking lobt Abwehrchef Michael Wessel

Tim Daseking ist daher bemüht, die richtige Balance zu finden. Und das auch vor dem Hintergrund, dass Spieler wie Robin Reimer oder Allan Dantas, die eine lange Fußballpause hinter sich haben, behutsam aufgebaut werden sollen. Unter der Woche meldeten sich zudem Eren Kelemci und Youngster Luca Gruhn erkrankt ab. »Ein Drittel meines Kaders steht derzeit nicht zur Verfügung«, sagt Daseking, der gegen Deuten aber wieder auf Lennart Madroch zurückgreifen kann. Der Neuzugang aus der Regionalliga hat nach Leistenproblemen beschwerdefrei trainiert.

Freiwillig verzichtet Daseking auf Sören Borchert. Der Stürmer weist Fitness-Defizite auf, so dass der Verein gar keine Spielerlaubnis für den 17-Jährigen für den Pokal beantragt hat. »Sören ist noch nicht in der gewünschten Verfassung«, sagt Daseking, der dafür Abwehrchef Michael Wessel in den höchsten Tönen lobt: »Aus ihm ist seit März fast ein anderer Spieler geworden. Michael zählt mittlerweile zu den drei fittesten Akteuren im Kader und verliert kaum noch einen Zweikampf«, so der Coach. Der Konkurrenzkampf im Edelkader scheint den Routinier extra motiviert zu haben.

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