Der Aufsteiger strebt nicht mehr als den Klassenverbleib an
Holsen hat nichts zu verlieren

Hüllhorst (WB). Der Holsener SV hat sich richtig herausgeputzt. Das neue Vereinsheim mit Theke und vier Umkleiden glänzt neben den Sportplätzen. Das Timing hätte besser kaum sein können. Denn der kleine Verein mischt jetzt nach langer Unterbrechung wieder in der Kreisliga A mit.

Donnerstag, 01.08.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 13:44 Uhr
Die Vorfreude auf die neue Saison ist beim Holsener SV groß. Trainer Klaus Rührup (von links), die Zugänge Erdal Gökcen, Manuel Kottmeyer und Ozan Tekin sowie Co-Trainer Detlef Niedergriese geben mit dem Aufsteiger den Klassenverbleib als Ziel aus. Foto: Marc Schmedtlevin

Anläufe hatten die Holsener schon einige genommen. Schlechte Erinnerungen gab es vor allem an die Spielzeit 2016/17, als ein größerer Vorsprung auf der Zielgerade noch verspielt wurde. Doch all das ist nun so gut wie vergessen. Der Aufstieg ist vor allem dank einer starken Rückrunde in der Vorsaison gelungen. Und die Vorfreude auf die A-Liga ist riesig. »Für uns ist das ja quasi Neuland«, sagt Trainer Klaus Rührup. Der spielte selbst noch mit, als die Holsener letztmals im Kreisoberhaus vertreten. Das war in den 80er-Jahren.

Rührup macht die Zehn voll

Mittlerweile ist Rührup von der HSV-Trainerbank gar nicht mehr wegzudenken. Der 63-Jährige geht aktuell zwar erst wieder in seine dritte Saison, vor einer kurzen Auszeit war er aber schon einmal sieben Jahre lang verantwortlich. Auch dank dieser Erfahrung weiß der Coach, worauf es in der Vorbereitung und dann auch in der Serie ankommt: »Wir müssen alle zusammen im Training draufpacken – vollkommen unabhängig von den Ergebnissen. Wir sind eine schöne Gemeinschaft und genau das muss unsere Stärke sein.«

Anpassungsschwierigkeiten dürfe es dann eigentlich nicht geben, obwohl Trainer Rührup mehrere Unterschiede zwischen A- und B-Liga ausgemacht hat: »Der Ball läuft schneller, du hast weniger Zeit und das Spiel ohne Ball ist deutlich besser.« Das Gute aus Holsener Sicht: Es gibt nichts zu verlieren und keinen Druck vom Verein. »Wir wollen einfach ver­suchen, so schnell wie möglich den Klassenverbleib zu schaffen. Mehr erwarten wir gar nicht. Dafür wird sicherlich das berühmte Quäntchen Glück nötig sein«, sagt Rührup, der die A-Liga als äußerst ausgeglichen einschätzt. Ein Vor- oder Nachteil? Das werde sich noch herausstellen. »Mir fällt jedenfalls spontan keine Mannschaft ein, die auf jeden Fall hinter uns landen wird«, sagt Rührup.

Trio verstärkt die Defensive

Der möchte sein Team mit Blick auf die neue Saison noch etwas variabler aufstellen. Vor allem im Defensivbereich, denn diesen bezeichnet Rührup als »Achillesferse«. Die in der B-Liga aufgebotene Dreierkette müsse aufgrund der Qualität der künftigen Gegner nicht in Stein gemeißelt sein. Zusätzliche Alternativen bieten vor allem die Zugänge. Abwehrspieler Manuel Kottmeyer ist nach einem Abstecher in den Süden Deutschlands wieder zurückgekehrt und soll für mehr Stabilität sorgen. Ähnliche Aufgaben sollen Ozan Tekin (zuletzt SV Schnathorst) und Mittelfeldmann Erdal Gökcen (zuletzt HSC Alswede), der Landesliga-Praxis aus der Zeit beim TuS Tengern mitbringt, erfüllen.

Um die eigene Offensive macht sich Trainer Rührup dagegen überhaupt keine Sorgen. Tobias Gerullis, Markus Wiermann und Nico Benner seien immer für Tore gut. Und dann wäre da ja auch noch Kristopher Susa. Auf den muss der Aufsteiger zu Saisonbeginn allerdings noch verzichten. Susa zog sich im letzten Training der vergangenen Saison einen doppelten Bänderriss zu und muss seitdem pausieren. Auf einen genauen Zeitpunkt möchte sich Rührup in Sachen Susa-Comeback nicht festlegen: »Ich hoffe aber, dass er vielleicht Ende August wieder mitwirken kann«, sagt Rührup. Dann würde der Knipser nur die erste Pokalrunde sowie die ersten zwei, drei Partien in der Liga verpassen. Die Gegner heißen zum Auftakt übrigens SuS Holzhausen und TuS Gehlenbeck. Der Aufsteiger hätte es also durchaus leichter treffen können.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6821090?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029428%2F
Betrug mit Wohnmobilen: erst gemietet – dann verkauft
Symbolbild.
Nachrichten-Ticker