Personell angeschlagener TuS kann sich schon in dieser Woche zum inoffiziellen Meister und Aufsteiger küren.
Tengern: ein erstes Endspiel

Hüllhorst (WB). Die Freude über den Heimsieg gegen Brakel war beim TuS Tengern riesig. Doch schon gleich nach Abpfiff wechselte beim Landesliga-Tabellenführer das Thema – vom aktuellen zum nächsten Spieltag. Schließlich steht das vielleicht schon entscheidende Topspiel beim Verfolger VfB Fichte Bielefeld an.

Dienstag, 07.05.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 19:46 Uhr
Der TuS Tengern bleibt vor dem Spitzenspiel obenauf, hier in Person von Magnus Giersdorff beim Torjubel. Foto: Marc Schmedtlevin

Ein kurzes Abklatschen untereinander, dann ein kurzes Feiern mit den Fans und dann rückte das Titelrennen wieder in den Tengeraner Fokus. »Schon gehört, wie Fichte gespielt hat?« – diese Frage war an mehreren Ecken des Sportplatzes zu hören. Als die Antwort in Form eines 4:1-Erfolgs beim Schlusslicht BV Bad Lippspringe erfolgte, hielt sich die Überraschung in Grenzen.

Schließlich hatte sich dadurch auch an der Ausgangslage nichts verändert. »Fichte hat am Sonntag auf jeden Fall den Druck«, stellte Mittelfeldmann Joscha Kachel fest. Er und seine TuS-Kollegen reisen mit einem Drei-Punkte-Polster und dem deutlich besseren Torverhältnis nach Bielefeld. Bedeutet bei noch drei ausstehenden Partien: Sollte Tengern bei Fichte gewinnen, wäre die Meisterschaft zwar rechnerisch noch nicht perfekt, aufzuhalten wäre der TuS dann aber nicht mehr. Genau deswegen legte sich auch Trainer Olaf Sieweke nach dem Brakel-Spiel mutig fest: »Wenn wir bei Fichte gewinnen, sind wir durch.«

Nur zwei fitte Spieler auf der Bank

Dass die Tengeraner dazu in der Lage sind, stellten sie am Sonntag weitestgehend unter Beweis . Nur in der Phase nach dem Brakeler Anschlusstreffer gerieten die Kleeblätter unter Druck, hatten das Glück des Tüchtigen, vor allem aber den größeren Siegeswillen. »Meine Jungs haben bis zur 90. Minute gefightet«, lobte Coach Sieweke, der zusammen mit seinem Mini-Aufgebot wieder das Maximum herausholte. Gerade einmal zwei komplett fitte Spieler hatte er auf der Bank sitzen.

Vor allem im Mittelfeld musste Sieweke experimentieren. Da Pascal Bley (gesperrt) und Richard Urban (angeschlagen) nicht von Beginn an zur Verfügung standen, bildeten Joscha Kachel und Jannik Albert die Doppel-Sechs – und feierten eine gelungene Premiere. »Wir haben das noch nie zusammen gemacht. Es hat aber ganz gut geklappt, wir konnten uns allerdings schon seit Donnerstag darauf einstellen«, sagte Kachel, der diese Rolle schon aus der Vergangenheit kannte. Linksfuß Albert, der ansonsten auf der Außenbahn zu Hause ist und erst vor kurzem aus einer mehrwöchigen Verletzungspause zurückgekehrt war, betrat dagegen Neuland: »Ich habe das noch nie gespielt, dafür ging es gut.« Das Duo Kachel-Albert dürfte dennoch eine Ausnahme bleiben, die Platzhirsche sollten beim Fichte-Spiel wieder in die Elf rücken. Schließlich geht es um den Sprung in die Westfalenliga.

Kacunko kommt von den Preußen

Für eine mögliche nächste Serie in dieser Klasse basteln die Tengeraner an ihrem Kader. Verstärken wird ihn Valentino Kacunko. Der 17-Jährige spielt aktuell für die Landesliga-A-Junioren des FC Preußen Espelkamp. Eine weitere Saison könnte er noch im Nachwuchsbereich bleiben. »Er erfüllt aber alle Kriterien für die Senioren. Valentino ist heiß, er hat richtig Lust«, sagt Tengerns Sport­licher Leiter Christian Meyer. Kacunko sei flexibel einsetzbar, ­Meyer plane ihn aber vor allem für die Außenbahnen ein.

Dagegen nicht nach Tengern wechseln wird Patrice Yoann Heisinger – obwohl er schon vor mehreren Monaten zugesagt hatte. Der Offensivspieler des SC Vlotho hat sich stattdessen für einen Wechsel zum Landesligisten SC Verl II entschieden. »Vom Spieler bin ich enttäuscht und der Ablauf wundert mich doch sehr«, betont Meyer, der schon das Gespräch mit den Verlern suchte: »Ich habe nachgefragt, ob es nötig sei, einen Spieler, der bei uns im Wort steht, noch zu locken.« Doch die Personalie Heisinger dürfte gerade nur eine Randnotiz sein. Priorität genießt das Topspiel am Sonntag.

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