Handball: Rückzug in der Oberliga lässt HSG Hüllhorst und TuS Gehlenbeck hoffen Zusatzchance für Abstiegskandidaten

Hüllhorst/Lübbecke (WB/mas). Gute Nachrichten für die vom Abstieg bedrohten Handballer: Aufgrund eines Rückzugs aus der Oberliga wird es in den Verbands- und Landesligen zu Relegationsspielen kommen. Direkte Auswirkungen dürfte diese Entwicklung für die HSG Hüllhorst und den TuS Gehlenbeck haben.

Freude bei der HSG Hüllhorst: Der abstiegsbedrohte Verbandsligist dürfte als Vorletzter eine Relegation spielen.
Freude bei der HSG Hüllhorst: Der abstiegsbedrohte Verbandsligist dürfte als Vorletzter eine Relegation spielen. Foto: Marc Schmedtlevin

Der Ausgangspunkt einer Kettenreaktion befindet sich in der Oberliga. Die dort ansässige HSG Augustdorf/Hövelhof und die Lemgo Youngsters werden ab der kommenden Saison eine Kooperation unter dem Namen Team Augustdorf-Lemgo-Lippe bilden und, sofern die Lemgoer die Klasse erhalten, in der 3. Liga an den Start gehen. Dies hätte außerdem zur Folge, dass die HSG Augustdorf/Hövelhof ihre Oberligamannschaft in die Bezirksliga, in der aktuell die 2. Mannschaft spielt, zurückziehen wird. »Sofern die HSG dieses fristgerecht bis spätestens einen Tag nach dem letzten Spieltag macht, ergibt das einige Auswirkungen«, sagt Andreas Tiemann, der Vizepräsident Spieltechnik im Handballverband Westfalen. Betroffen davon sind auch Teams aus dem Altkreis.

VL: Duell der Vorletzten

Absteiger aus der Oberliga wären dann die HSG Augustdorf/Hövelhof und die HSG Gevelsberg-Silschede. In der Verbandsliga käme es zu einer Relegation der beiden Vorletzten. Der Sieger dieses Duells würde in der Verbandsliga verbleiben. Über diesen Weg gibt es also zusätzliche Hoffnung für die HSG Hüllhorst. Aktuell befindet sich dieses Team auf dem letzten Tabellenplatz, punktgleich mit dem davor platzierten TV Verl. An diesem Samstag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen, bei dem die Hüllhorster vorbeiziehen wollen. »Wir haben die neue Entwicklung zur Kenntnis genommen und sind natürlich froh darüber. Wenn wir es nicht anders schaffen, haben wir nun noch einen weiteren Strohhalm, an den wir uns klammern können«, sagt HSG-Trainer Lars Halstenberg.

Der Hüllhorster Rückstand zur HSG Porta Westfalica auf Platz zwölf, der den direkten Klassenverbleib bedeutet, beträgt derzeit drei Zähler bei noch drei ausstehenden Partien. »An unserer Zielsetzung, den drittletzten Platz erreichen zu wollen, hat sich jetzt durch die Relegation nichts geändert«, gibt Halstenberg den erhofften Weg vor.

Auch auf die Landesliga wirkt sich der Rückzug von Augustdorf/Hövelhof aus. Hier wird es zu einer Relegation der Drittletzten kommen. Dazu zählt der TuS Gehlenbeck, der diesen Platz in der Staffel 1 definitiv nicht mehr abgeben wird. In einer Viererrunde wird dann ein Verein ermittelt, der in der Landesliga verbleibt.

Blick auf die 3. Liga

Theoretisch kann es für die heimischen Teams sogar noch besser kommen, wenn die westfälischen Mannschaften in der 3. Liga allesamt den Klassenverbleib schaffen. Derzeit wackelt vor allem noch die HSG Lemgo II. Sollte es gelingen, den OHV Aurich an den beiden verbleibenden Spieltagen noch auf den drittletzten und gleichzeitigen Abstiegsplatz zu verdrängen, würden laut Andreas Tiemann beide Vorletzten der Verbandsliga in der Klasse verbleiben und bei der Relegation der Landesliga würden zwei der vier Teilnehmer den Klassenverbleib schaffen.

Außerdem wird es auch zu einer Relegation der Verbandsligazweiten – beziehungsweise des Dritten in der Staffel 1 wegen nicht möglichen Aufstiegs von LiT NSM II – um einen zusätzlichen Platz in der Oberliga kommen. »Gemäß Mitteilung des Deutschen Handball-Bundes wird hier zwar eine Relegation der Drittletzten vorsorglich ausgespielt, aber es ist nicht damit zu rechnen, dass sie auch zum Tragen kommt, da alle potenziellen Aufsteiger sowie Mannschaften der 3. Liga fristgerecht gemeldet haben«, ergänzt Tiemann.

Vorgesehen sind die Relegationsspiele entsprechend der Veröffentlichung des Rahmenterminplans an den beiden Sonntagen, 20. Mai (Pfingsten) und 27. Mai. In der Landesliga wird aufgrund der größeren Anzahl der Partien auch in der Woche gespielt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.