Frauen-Oberliga: HSG Hüllhorst bezwingt den HSV Minden-Nord 21:18
Überraschender Derbysieger

Hüllhorst (WB). Christian Wiechert war stolz, mächtig stolz auf seine Damen. Grund: Außenseiter HSG Hüllhorst hat das Oberliga-Kreisduell gegen den letztjährigen Drittligisten HSV Minden-Nord hochverdient mit 21:18 (7:6) gewonnen.

Montag, 19.02.2018, 09:00 Uhr
Kampf war Trumpf – und den nahmen die Hüllhorsterinnen, wie hier Janina Hülsmeier, gegen Minden-Nord uneingeschränkt an. Foto: Pollex

»Wir waren von der ersten Minute an in Derbystimmung«, freute sich Wiechert. Zudem erfuhr seine Mannschaft die Rückendeckung der rund 250 Zuschauer in der Hüllhorster Sporthalle. Zwar lief im Angriff nach wie vor nicht alles nach Wunsch, was die magere Ausbeute von 21 erzielten Treffern besagt, dafür aber rührte die HSG in der Abwehr Beton an. »Gerade defensiv war das überragend. Wer den Angriff Mindens bei 18 Toren hält, der muss hinten alles richtig gemacht haben.«

Kein Angriffs-Feuerwerk

Allerdings fand die Wiechert-Sieben gegen die 3:2:1-Deckung der Gäste nur langsam ins Spiel. Der HSV legte ein schnelles 2:0 vor, das Hüllhorst allerdings durch einen 4:0-Lauf konterte. Beim 7:6 zur Pause war längst allen Betrachtern klar, dass hier diesmal kein Preis für ein Angriffs-Feuerwerk verliehen würde. Das war auf beiden Seiten der Verdienst starke Deckungsformationen. Hüllhorst gelang es während der 60 Minuten in Marien Grintz (2) und Alena Knicker (1) gleich zwei der drei HSV-Erfolgsgaranten in den Griff zu kriegen. »Da fällt es dann auch nicht so sehr ins Gewicht, wenn eine Spielerin besser zum Zuge kommt«, so Wiechert. Gemeint war Anna-Lena Bergmann, deren acht Treffer am Ende aber nicht den Ausschlag zugunsten der favorisierten Mindener Vorstädterinnen gab.

War es im ersten Abschnitt noch recht eng, so sorgten die Hüllhorsterinnen gut zehn Minuten nach dem Wechsel für deutlichere Verhältnisse, als Minden-Nord sechs Minuten ohne Torerfolg blieb und sich die HSG vom 13:12 auf 16:12 absetzen konnte.

Endlich 60 gute Minuten

»Es hat heute einfach sehr viel bei uns funktioniert. Allerdings haben meine Mädels auch alles gegeben und sich am Ende dafür auch endlich mal belohnt.« Schon im Hinspiel sei seine Mannschaft bei der unglücklichen Niederlage die bessere gewesen, stand aber am Ende doch mit leeren Händen da. »Daher wollten wir diesmal unbedingt beweisen, dass wir zurecht in der Oberliga spielen und dem Frauenhandball-Aushängeschild des Mühlenkreises der letzten Jahre Paroli bieten können.« Und das taten seine Damen. Sie brachten die Vorgaben Wiecherts endlich mal über die 60 Minuten auf die Platte. Von Beginn an ließ er gegen den HSV ebenfalls mit einer 3:2:1-Taktik in Abwehr spielen. Das setzten die Gastgeberinnen mit einer hohen Aggressivität und gesunden Härte auch entsprechend durch. Zumindest deutlich besser, als die längst im Mittelmaß der Tabelle abgetauchten Handballerinnen aus Stemmer. »Ich hatte immer das Gefühl, dass wir dieses Duell fest im Griff haben. Wir haben das wirklich souverän gelöst, auch weil wir uns auf unsere Defensive in verschiedenen Konstellationen verlassen konnten, freute sich der Hüllhorster Coach.

Nach dem 16:12 verkürzte Minden-Nord zwar postwendend um zwei Tore, die HSG legte aber sofort nach und ließ sich vom HSV fortan auch nicht mehr ins Bockshorn jagen. Trotz des Sieges und des wiederhergestellten Kontakts, soll nun auch im Spiel bei Kellerkonkurrent Verl ein Erfolg her.

HSG Hüllhorst : Poggemöller, Meyer; Kuhlmann (5/2), Redeker, Lehmann (1), Grüning (4), Zelle (4), Mohr (2), Kröger, Hülsmeier (2), Albsmeier, Grannemann (1), Halstenberg (2)

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