Fußball-Landesliga: TuS findet einen neuen Trainer Tengern: Sieweke beerbt Hebestreit

Tengern (WB). Das ging schnell: Vor einer Woche hatte der TuS Tengern verkündet, dass sich der Verein und Trainer Holm Hebestreit auf eine Trennung im Sommer geeinigt hätten. Nun kann schon der Nachfolger präsentiert werden. Olaf Sieweke wird den Fußball-Landesligisten übernehmen.

Von Marc Schmedtlevin
Olaf Sieweke wird seine Kommandos ab dem kommenden Sommer an die Spieler des TuS Tengern weitergeben.
Olaf Sieweke wird seine Kommandos ab dem kommenden Sommer an die Spieler des TuS Tengern weitergeben. Foto: Uwe Caspar

Sein letztes Gastspiel in Tengern hatte Olaf Sieweke Mitte August 2016. Mit dem SC Vlotho verdiente er sich ein 1:1 beim Saisonauftakt. »Tengern hatte damals richtig Glück, dass wir nicht zur Pause deutlich geführt haben«, erinnert sich Sieweke. Der 52-Jährige scheint spätestens da noch einmal einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. »Olaf und ich kennen uns aber auch schon länger«, verrät Christian Meyer, Tengerns Sportlicher Leiter.

Bei der Suche nach einem Hebestreit-Nachfolger seien auf Meyers Zettel zwei, drei Kandidaten aufgetaucht. Sieweke sei der erste Ansprechpartner gewesen. »Wir haben telefoniert, uns daraufhin getroffen und waren uns schnell einig«, berichtet Meyer und nennt die Gründe, warum aus Vereinssicht Sieweke genau die richtige Wahl ist: »Olaf passt einfach zu Tengern – mit seiner Art Fußball zu spielen und aufgrund seines Umgangs mit den Spielern.« Von der Verpflichtung des neuen Trainers erhoffe man sich in Tengern noch einmal neue Impulse nach sechs Jahren unter der Leitung von Hebestreit. »Mit Holm haben wir viele erfolgreiche Jahre erlebt und wollen darauf im Optimalfall natürlich aufbauen. Wir wollen auf Dauer zu den Top Fünf in der Landesliga gehören«, sagt Meyer, der sich auch von Siewekes Netzwerk im Fußball Ostwestfalens einiges verspricht.

Erfahrung aus mehreren Klassen

In der Tat bringt der neue Coach jahrelange Erfahrung aus der Bezirks-, Landes- und Westfalenliga mit. Neben dem SC Vlotho trainierte Sieweke unter anderem den VfB Fichte Bielefeld sowie den VfB Schloß Holte und war Sportlicher Leiter beim VfL Theesen. Zuletzt machte Sieweke Station beim SV Spexard – allerdings nur kurzzeitig. Nach nur acht Wochen wurde die Zusammenarbeit bereits wieder beendet. »Es passte einfach nicht«, erklärt Sieweke seinen Rücktritt Ende August.

Zurückblicken will der Trainer aber nicht mehr, viel lieber wird der Blick nun nach vorne auf die neue Aufgabe gerichtet. Zeit zum Vorbereiten dürfte nun genügend bleiben und die Vorfreude ist schon groß. »Ich habe mich sehr über die Anfrage aus Tengern gefreut. Es handelt sich um einen gut geführten Verein und um eine gute Mannschaft. Deswegen ist mir die Entscheidung auch nicht all zu schwer gefallen«, sagt Sieweke, dem auch der Umgang mit Trainern in Tengern gefällt: »Holm Hebestreit ist in seiner sechsten Saison , das würde ich als Kontinuität bezeichnen.«

Spielergespräche folgen

Auf welchen Kader der neue Coach im kommenden Sommer zugreifen kann, ist noch nicht endgültig geklärt. In Tengern werden die Spielergespräche mit Blick auf die nächste Saison im Januar geführt. »Die Situation sollte nun einfacher sein. Schließlich wissen nun alle, woran sie sind«, sagt Meyer. Sieweke hofft den Verbleib eines Großteils: »Das Team ist auch jetzt schon gut. Wenn es so zusammenbleibt, müssten nicht viele Neue geholt werden.«

Holm Hebestreit, der aktuelle Trainer der Kleeblätter, habe Sieweke schon beglückwünscht. Und auch den Tengeraner Verantwortlichen attestiere er eine gute Wahl: »Olaf passt nach Tengern. Er ist nahbar, konsequent, kommunikativ und erfahren. In Vlotho hat er gezeigt, dass er aus einer Mannschaft das Optimum herauskitzeln kann. Das wird er auch in Tengern hinkriegen.« Hebestreits Ziel sei es nun, dem Nachfolger nach dieser Saison eine intakte Mannschaft zu übergeben.

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