Fußball-Landesliga: 2:0-Heimsieg gegen die Spvg. Steinhagen Tengern trifft früh und spät

Tengern (WB/mas). Diese Punkte tun gut: Der TuS Tengern hat sein Nachholspiel am Mittwochabend mit 2:0 (1:0) gegen die Spvg. Steinhagen gewonnen und sich erst einmal wieder auf Platz sechs nach vorne geschoben.

Ein ständiges Duell: Tengerns Yasin Köse (rechts) wurde immer wieder von Steinhagens Benedikt Schoebel verfolgt.
Ein ständiges Duell: Tengerns Yasin Köse (rechts) wurde immer wieder von Steinhagens Benedikt Schoebel verfolgt. Foto: Marc Schmedtlevin

Die beiden Treffer des Tages platzierten die Tengeraner zu Beginn und gegen Ende der Partie. Bereits in der dritten Minute schlugen die Gastgeber das erste Mal zu. Nach einer Ecke von Maximilian Schwier wurde zunächst ein Kopfball von Felix Budde geblockt. Im Nachsetzen stand wieder einmal Waldemar Jurez richtig und drückte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Es war bereits der zehnte Saisontreffer des Offensivallrounders.

Kuriose Elfmeter-Entstehung

Das zweite Tor hoben sich die Kleeblätter für die 88. Minute auf. Die Vorentscheidung gelang mit freundlicher Unterstützung von Steinhagens Philipp Schremmer. Der Torhüter fing eine Ecke ab und wollte das Spiel schnell machen. Dabei stand ihm allerdings Tengerns Alexander Knicker im Weg. Der Keeper räumte den Angreifer ab und kassierte dafür den Elfmeterpfiff sowie die gelbe Karte. Da sich Schremmer daraufhin auch noch beim Schiedsrichter beschwerte, sah er Gelb-Rot. Die Vorlage ließ sich Magnus Giersdorff nicht entgehen und verwandelte zum 2:0-Endstand. »Eine sehr kuriose Entstehung«, kommentierte Tengerns Sportlicher Leiter Christian Meyer, der den Heimsieg als korrektes Ergebnis bewertete: »Aufgrund der besseren ersten Halbzeit geht der Sieg wohl in Ordnung. Vielleicht fällt er um ein Tor zu hoch aus.«

In Durchgang eins hatten die Hausherren die deutlich größeren Spielanteile. Immer dann, wenn der TuS das Tempo anzog, wurde es rund um den Strafraum der Spvg. auch gefährlich. Vor allem mit der Kombination aus Ablage und Pass in die Tiefe erarbeitete sich Tengern Möglichkeiten. Gute Beispiele: In Minute 14 wurde Knicker freigespielt. Der Angreifer umkurvte den Torwart, traf dann aber nur den Pfosten. Nach einer halben Stunde passte Jurez in den Lauf von Yasin Köse. Dessen Abschluss strich am linken Pfosten vorbei.

Schiedsrichter belässt es bei Gelb

Auf der Gegenseite kam der Gast aus Steinhagen, der mit vielen Diagonalbällen agierte, nur nach einem Fehlpass von Pascal Bley zu einer Möglichkeit. Toptorjäger Sebastian Herrmann zielte links vorbei (24.). Aufregung kam noch einmal kurz vor der Pause auf. Steinhagens Benedikt Schoebel holte Köse mit Anlauf von den Beinen – ohne die Chance auf den Ball zu haben. Schiedsrichter Jan Schubert beließ es nach Rücksprache mit seinem Assistenten bei einer gelben Karte (43.).

Deutlich ausgeglichener wurde es nach dem Seitenwechsel. Auch die Gäste spielten nun munter mit. Auf beiden Seiten ergaben sich gute Gelegenheiten. »Das Spiel hätte auch 4:3 ausgehen können«, sagte Meyer. Für Tengern hatten Jurez und Knicker jeweils zweimal sowie Köse eine frühere Entscheidung auf dem Fuß. Da diese Chancen ungenutzt blieben, hatten es die Tengeraner schließlich auch Torhüter Alexander Fischer zu verdanken, dass die Zähler beim TuS blieben. Er rettete zweimal hervorragend, einmal half auch die Latte mit. Daher mussten die Kleeblätter lange um den Heimsieg bangen – bis zu Giersdorffs Elfmeter.

TuS Tengern: Fischer – Stühmeier, Budde, Gerfen, Schwier, Bley, König (66. Urban), Giersdorff, Köse (72. Zieba), Jurez, Knicker

Tore: 1:0 Jurez (3.), 2:0 Giersdorff (88., FE)

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