Handball-Oberliga: Damen der HSG Hüllhorst freuen sich auf ein neues Abenteuer Die Euphorie des Aufsteigers

Hüllhorst (WB). Die Feiertage liegen mittlerweile einige Monate zurück. Verflogen ist die Euphorie bei den Handballerinnen der HSG Hüllhorst aber noch nicht. Die Vorfreude auf die neuen Herausforderungen in der Oberliga ist groß. Dort strebt der Aufsteiger aber erst einmal nur den Klassenverbleib an.

Von Marc Schmedtlevin
Mit diesem Aufgebot möchte die HSG Hüllhorst in der neuen Oberliga-Saison den Klassenverbleib schaffen: (hinten von links) Daniela Schwark, Silke Poggemöller, Nina Kuhlmann, Isabell Lehmann, Rieke Nedderhoff, Gina Redeker, Eva Grannemann, Nicole Albsmeier, Madeleine Meyer, Trainer Christian Wiechert, (vorne von links) Juliane Böhne, Carolin Müller, Janina Hülsmeier, Leonie Mohr, Marie Halstenberg, Anna-Lena Schröder, Kim Neumann, Susann Grüning und Ramona Zelle.
Mit diesem Aufgebot möchte die HSG Hüllhorst in der neuen Oberliga-Saison den Klassenverbleib schaffen: (hinten von links) Daniela Schwark, Silke Poggemöller, Nina Kuhlmann, Isabell Lehmann, Rieke Nedderhoff, Gina Redeker, Eva Grannemann, Nicole Albsmeier, Madeleine Meyer, Trainer Christian Wiechert, (vorne von links) Juliane Böhne, Carolin Müller, Janina Hülsmeier, Leonie Mohr, Marie Halstenberg, Anna-Lena Schröder, Kim Neumann, Susann Grüning und Ramona Zelle.

Dem Hüllhorster Team ist bewusst, dass in der höheren Spielklasse natürlich auch ein höheres Niveau zukommen wird. Mit Respekt geht man diese Aufgaben an, Angst ist aber keinesfalls vorhanden. Dafür ist das Selbstvertrauen bei der HSG mittlerweile zu groß. »Wir wissen, was wir können und dürften mit unserer Spielstärke mithalten können«, sagt Trainer Christian Wiechert, der die Erwartungen allerdings auch nicht zu hoch ansetzen möchte: »Wir wollen als Aufsteiger nicht zu vermessen sein. Wir spielen in einer 14er-Staffel. Deswegen wollen wir Zwölfter werden und in der Klasse verbleiben.«

Als besonders wichtig wird in Hüllhorst der Start in die neue Saison angesehen. Denn eines wollen die HSG-Damen auf jeden Fall vermeiden: zu Beginn in den Tabellenkeller abrutschen. »Wir wollen schnellstmöglich Punkte holen. Unten in der Tabelle zu stehen, wäre für die Mannschaft eine neue Situation und dann müsste man sehen, wie sie damit zurechtkommt«, erklärt Wiechert. Beim frühzeitigen Punkten soll der Schwung der vergangenen Serie noch mithelfen. Die klassische Aufstiegseuphorie sei in Hüllhorst auch noch zu spüren. »In den Spielen ist schon eine gewisse Leichtigkeit zu erkennen. Die wollen wir jetzt auch in die Saison hinein transportieren«, sagt Wiechert.

Kader ist eingespielt

Ein Pluspunkt der HSG soll auch der eingespielte Kader sein. Im Vergleich zur Vorsaison hat es kaum personelle Veränderungen gegeben. Mit Juliane Böhne ist eine Spielerin zum Kader gestoßen. Ganz neu ist sie allerdings nicht, spielte in der Vorsaison noch für die eigene zweite Mannschaft. Als Linkshänderin soll Böhne für zusätzliche Optionen im rechten Rückraum sowie auf Rechtsaußen sorgen. »Sie hat sich bisher sehr gut entwickelt«, lobt der Coach. Als eine Art Zugang kann auch Anna-Lena Schröder bezeichnet werden. Nach ihrem Kreuzbandriss ist sie wieder im Training. An der Spritzigkeit fehlt es laut Wiechert noch ein wenig, doch Fortschritte sind deutlich zu erkennen.

Einen Abgang musste das HSG-Team nicht hinnehmen, dennoch wird zunächst nicht der gesamte Kader zur Verfügung stehen. Kim Neumann (Knie) und Carolin Müller (Rücken) fallen verletzungsbedingt erst einmal aus. Dadurch stellt sich das Aufgebot für den Saisonauftakt vermutlich erst einmal von selbst auf. 14 Spielerinnen bleiben übrig und stellen so genau die von Wiechert gewünschte Kadergröße.

Neuland für viele Spielerinnen

Für viele dieser Spielerinnen wird die Oberliga Neuland sein. Nur Susann Grüning und Nina Kuhlmann sammelten in dieser Klasse Erfahrung. Sorgen macht sich Trainer Wiechert deswegen aber nicht, denn komplett anderer Handball soll in der Liga auch nicht gespielt werden: »Körperlich wird es so ähnlich wie in der Verbandsliga sein. Meine Informationen machen nur deutlich, dass ein höheres Tempo auf uns zukommen wird.« Genau daran arbeitet das HSG-Team – zum Beispiel im Trainingslager am vergangenen Wochenende. Da ließ Wiechert immer wieder das Spiel über die erste und zweite Welle abspulen.

Außerdem wolle der Trainer die Mannschaft insgesamt variabler aufstellen. Zum einen in der eigenen Deckung, zum anderen im Spielaufbau gegen andere Deckungsformationen des Gegners. Die Form scheint jedenfalls schon zu stimmen. Die vergangenen Testspiele gegen den HSV Minden-Nord (27:22) und die Spvg. Steinhagen (24:16) konnten erfolgreich gestaltet werden. Die Aufsteiger aus Hüllhorst scheinen also bereit zu sein für weitere Feiertage.

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