Fußball-Landesligist startet mit vielen neuen Spielern in die Saison TuS Tengern: Das Team muss funktionieren

Tengern (WB). Diese Situation hat es beim TuS Tengern schon länger nicht mehr gegeben. Die personellen Veränderungen im Kader des Fußball-Landesligisten können durchaus als Umbruch bezeichnet werden. Mit acht neuen Spielern wollen die Kleeblätter ihren guten dritten Platz aus der Vorsaison auf jeden Fall bestätigen.

Von Marc Schmedtlevin
Der TuS Tengern hat die Mannschaft für die neue Saison der Fußball-Landesliga präsentiert. Zum Aufgebot gehören (hinten von links) Alexander Borchard, Nico Gerfen, Mamadou Diabang, Yasin Köse, Alexander Knicker, Calvin König, Pascal Bley, Richard Urban, (Mitte von links) Felix Budde, Jan Stühmeier, Co-Trainer Bastian Bartelheimer, Trainer Holm Hebestreit, Co-Trainer Kai Sander, Teammanager Christian Meyer, Lukasz Grzegorczyk, Waldemar Jurez, (vorne von links) Berat Kücük, Jannik Albert, Adam Szych, Henrik Stühmeier, Marcel Feder, Alexander Fischer, Magnus Giersdorff, Maximilian Schwier und Furkan Süzen.
Der TuS Tengern hat die Mannschaft für die neue Saison der Fußball-Landesliga präsentiert. Zum Aufgebot gehören (hinten von links) Alexander Borchard, Nico Gerfen, Mamadou Diabang, Yasin Köse, Alexander Knicker, Calvin König, Pascal Bley, Richard Urban, (Mitte von links) Felix Budde, Jan Stühmeier, Co-Trainer Bastian Bartelheimer, Trainer Holm Hebestreit, Co-Trainer Kai Sander, Teammanager Christian Meyer, Lukasz Grzegorczyk, Waldemar Jurez, (vorne von links) Berat Kücük, Jannik Albert, Adam Szych, Henrik Stühmeier, Marcel Feder, Alexander Fischer, Magnus Giersdorff, Maximilian Schwier und Furkan Süzen. Foto: Marc Schmedtlevin

Erstmals in der Amtszeit von Trainer Holm Hebestreit – er geht in seine sechste Saison in Tengern – hat es auch zahlreiche Abgänge gegeben. Acht Spieler haben sich anderen Vereinen angeschlossen. Deren Verluste gilt es aufzufangen, die entstandenen Lücken zu schließen. Und genau hierbei handelt es sich um die größte Aufgabe für das Trainerteam. »Wir müssen wieder ein funktionierendes Team formen«, sagt Holm Hebestreit. Denn gerade der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb der Mannschaft sind in Tengern ganz wichtige Bausteine. »Wir leben vom Teamspirit, unseren Standardsituationen und der taktischen Flexibilität«, benennt Hebestreit die Stärken.

All das war mit dem bisherigen Kader sehr gut eingespielt. Jetzt ergibt sich ein teilweiser Neuanfang, nachdem langjährige Stammkräfte den TuS verlassen haben. Sorgen kommen bei den Verantwortlichen deswegen aber nicht auf. »Wir haben wichtige Spieler verloren, aber auch viele gute Jungs dazu bekommen. Der Kader ist nicht schlechter aufgestellt als in der Vorsaison«, sagt Hebestreit, der sich allerdings um eine neue Rangordnung bemühen muss. Vor allem der Abgang von Kapitän Wojtek Kosecki wirft zwei Fragen auf: Wer wird neuer Anführer und wer wird neuer Abwehrchef?

Kapitänswahl mit mehreren Optionen

Für den Kapitänsposten ergeben sich mehrere Möglichkeiten. In die Überlegungen des Trainers ist auch ein Zugang wie Waldemar Jurez involviert. »Er bringt die nötige Erfahrung mit. Er kann und soll andere Spieler führen und anleiten«, erklärt Hebestreit. Auch einige seiner bisherigen Akteure, die dem Verein schon länger angehören, dürfen jetzt gerne mehr in den Vordergrund treten. »Sie müssen mehr Verantwortung übernehmen.«

Auch für die Abwehrreihe hat Tengerns Coach verschiedene Optionen. Diese dürften auch stark vom Spielsystem mit einer Dreier- oder einer Viererkette abhängen. Denkbar ist beispielsweise ein junges Gespann mit Nico Gerfen und Jan Stühmeier im Abwehrzentrum. Ein Duo, das für diese wichtige Aufgabe bereit zu sein scheint. »Wir konnten von Wojtek Kosecki einiges lernen und hoffen, seine Lücke schließen zu können«, sagt Jan Stühmeier. Auch Waldemar Jurez ist ein Kandidat für die Abwehrmitte.

Hebestreit freut sich auf die Jungen

In ihr Aufgebot aufgenommen haben die Tengeraner auch einige junge Spieler. Maximilian Schwier und Jannik Albert bringen zum Beispiel Erfahrung aus der Westfalenliga oder Jugend-Bundesliga mit. Auf die Arbeit mit den Talenten freut sich der Trainer besonders: »Die Jungen kann man noch formen, da kommt spannende Detailarbeit auf mich zu.«

Welche Rolle Tengern in der Landesliga spielen wird, bleibt abzuwarten – vor allem aufgrund der vielen personellen Veränderungen. »Verschlechtern wollen wir uns aber nicht«, sagt Hebestreit und spielt damit auf Rang drei aus der Vorsaison an. Die Konkurrenz schätzt die Kleeblätter jedenfalls wieder stark ein. Steinhagen war die erste Mannschaft, die Tengern schon zum Favoriten ernannte. »Das ist eine Belohnung und Anerkennung. Bei unserer Fluktuation weiß ich aber nicht, ob man uns zu den Favoriten zählen kann. Vom Verein gibt es jedenfalls keinen Druck«, sagt Teammanager Christian Meyer.

Gerade in den ersten Wochen der neuen Saison dürfte es beim TuS darum gehen, sich einzuspielen und dennoch einen guten Start hinzulegen. Das Gute: Viel schwächer als in der Vorsaison wird der Auftakt kaum verlaufen. Da gelang Tengern erst am fünften Spieltag der erste Sieg.

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