Handball-Männer-Verbandsliga: HSG bleibt trotz 24:26 »drin« Hüllhorst mit Hilfe zum Klassenerhalt

Hüllhorst (WB). Die letzten Restzweifel sind ausgeräumt: Die HSG Hüllhorst spielt auch in der kommenden Saison in der Handball-Verbandsliga – trotz der 24:26 (10:13)-Niederlage im letzten Heimspiel gegen den TSV Hahlen.

Von Henrik Wittenborn
Angegangen: Der Hüllhorster Christopher Kreft (Mitte) wird von zwei Hahlenern bearbeitet.
Angegangen: Der Hüllhorster Christopher Kreft (Mitte) wird von zwei Hahlenern bearbeitet. Foto: Henrik Wittenborn

Gut zehn Minuten nach der Schlusssirene war es Kapitän Christopher Kreft vergönnt, Mannschaft und Fans die frohe Kunde zu vermelden: »Wir spielen weiter Verbandsliga!« Beim letzten Schritt bekam die HSG allerdings gewissermaßen eine Gehhilfe aus dem Kreis Herford. Der CVJM Rödinghausen bezwang die HSG Spradow im Derby mit 34:28 und sorgte damit dafür, dass die Hüllhorster den vorab benötigten Punkt zum Ligaverbleib nun doch nicht mehr brauchen sollten.

Dass es sein Team nicht aus eigener Kraft geschafft hatte, den Klassenerhalt perfekt zu machen, wurmte HSG-Trainer Lars Halstenberg dann doch irgendwie. »Darüber müssen wir uns natürlich ein bisschen ärgern, auch wenn wir stolz und froh sein dürfen. Wir haben uns den Klassenerhalt verdient.«

Zeitstrafen leiten Pleite ein

Gegen die Hahlener sah es allerdings schon früh so aus, als würden die Hüllhorster tatsächlich auf Schützenhilfe aus Rödinghausen angewiesen sein. Die HSG fand gegen den Tabellenachten zunächst kein Mittel und kassierte trotz eigener Überzahl schnell das 0:3. Doch nicht nur defensiv, auch im Angriff lief bei den Hüllhorstern zunächst nur wenig zusammen. »Wir haben im Rückraum zu oft nicht die besten Entscheidungen getroffen«, sagte Halstenberg. Doch sein Team arbeitete sich in die Partie und verkürzte zunächst auf 4:5 und später durch Jonas Bartsch 8:10.

Nach der Pause schien die Vorentscheidung beim 11:16 bereits gefallen, doch wieder kam die HSG beim 17:18 noch einmal zurück. In der Folge gerieten die Gastgeber vor den Augen vom neu verpflichteten Niklas Röthemeier (LIT Tribe Germania) in doppelte Unterzahl. Der TSV nutzte das und zog erneut auf 17:22 davon. Alexander Wiemann brachte Hüllhorst noch einmal auf 23:24 heran, kassierte wenig später aber die nächste Zeitstrafe. Die folgende Überzahl gegen volles Risiko gehende Hüllhorster nutzte der TSV zum 23:26.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.