Fußball-Westfalenliga: Espelkamps „Comebacker“ Michael Wessel trifft verletzt
Der Derby-Prophet

Espelkamp/Tengern (WB). Abwehrbollwerk, Aushilfsstürmerstar – und seit Samstag auch noch Derby-Prophet: Für einen Espelkamper lief es beim Derbysieg in Tengern besonders gut. Am Tag danach bekam der 4:1-Erfolg noch einmal besonderes Gewicht, bescherte er dem FC Preußen doch die erste Tabellenführung seiner Westfalenliga-Geschichte.

Dienstag, 06.10.2020, 11:13 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 12:59 Uhr
Lennart Madroch (rechts) gratulierte dem Derby-Propheten Michael Wessel direkt nach dem Schlusspfiff zu seinem Doppelpack. Foto: Ingo Notz

Auch, weil ein Preuße mehr als einmal den richtigen Riecher hatte: „Die Tore fallen

Westfalenliga-Derby: TuS Tengern - FC Preußen Espelkamp 1:4

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  • Mit seinem 4:1-Sieg im ersten Westfalenliga-Derby beim TuS Tengern ist der FC Preußen Espelkamp am Tag der Deutschen Einheit erstmals an die Spitze der Westfalenliga gestürmt. Foto: Ingo Notz
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gleich auf der anderen Seite“, sagte Michael „Misch“ Wessel, als er sich vom Aufwärmen hinterm Espelkamper Tor Richtung Mittellinie bewegte, um sich einwechseln zu lassen. Minuten später setzte Wessel seine Ankündigung in Taten um und entschied das Derby in Tengern mit zwei „Buden“ endgültig. Ein Mann, ein Wort, zwei Tore – umso bemerkenswerter, als dass Wessel allen Mitspielern und erst recht dem Gegner da noch etwas verschwiegen hatte, was nun wieder Sorgenfalten in so manches Preußen-Gesicht treibt: Zum Zeitpunkt seiner Treffer stand „Misch“ bereits verletzt auf dem Platz. Nach seinem wochenlangen Ausfall seit einer Muskelverletzung aus dem Testspiel in Gütersloh hatte Wessel gleich beim ersten Sprint an der Seitenlinie etwas im Oberschenkel gespürt. „Er hat so getan, als ob er sich nichts anmerken lassen wollte“, hatte Trainer Tim Daseking bei seinem Allrounder registriert. „Das zeigt auch, dass das aus Gütersloh schon eine schwere Verletzung war – und es war ja seine erste richtige Muskelverletzung in seiner Karriere“, fehlen Wessel die Erfahrungswerte mit solchen Situationen. „Ich befürchte, dass ich mir wieder einen Muskelfaserriss zugezogen habe, fühlt sich ähnlich an wie beim ersten Mal!“, ahnt Wessel selbst nichts Gutes.

Wir sind einfach zu doof gewesen!

Stefan Studtrucker (Trainer TuS Tengern)

Eine gute Stunde lang durften Tengerns Trainer Stefan Studtrucker mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden sein, ehe es hinten heraus dann zumindest vom Ergebnis her deutlich wurde. „Wir sind einfach zu doof gewesen, beim 2:1 und 3:1 müssen wir die Fehler bei uns selbst suchen“, empfand Studtrucker die entscheidenden Treffer als durchaus vermeidbar. „Die Jungs haben es nicht verdient zu verlieren, sie haben gut gearbeitet.“ Die neuformierte Defensive hielt dabei dem Druck der Luxus-Offensive des FC Preußen lange Stand, letztlich fehlte es aber an der Entlastung: „Vorne waren wir nicht zielstrebig genug“, monierte Studtrucker – und haderte mit dem Pfostentreffer aus 40 Metern von Joel Waterbär, der das 1:0 hätte sein können – und Tengern ganz andere taktische Möglichkeiten eröffnet hätte.

Vielleicht schaffen wir es ja, wieder so eine Serie zu starten wie letzte Saison!

Michael Wessel (FC Preußen Espelkamp)

So war die Geschichte der Derbys nicht der Sommer-Neuzugang der Kleeblätter, der auch schon eine beachtliche Verletzungsgeschichte hinter sich hat und in seinem ersten Derby gleich zum Helden hätte werden können, die Schlagzeilen gehörten stattdessen den Espelkampern, die nicht nur das Derby gewonnen, sondern gleichzeitig auch die Tabellenführung in der Westfalenliga übernommen haben. Damit hatten sie nach Abpfiff des Derbys selbst nicht gerechnet, dass ihre Tabellenführung länger als 24 Stunden Bestand haben würde: „Ich glaube, das hält nur bis morgen“, meinte Michael Wessel – zumindest mit dieser Prognose sollte der Fußball-Prophet aus Bad Holzhausen diesmal falsch liegen. Die Motivation der Espelkamper ist nach dem Überraschungssprung an die Tabellenspitze allerdings ungebrochen, sich nun dauerhaft ganz oben festzusetzen: „Vielleicht schaffen wir es ja wieder so eine Serie zu starten wie letzte Saison“, hofft Michael Wessel – es hätte kein Preuße etwas dagegen, wenn der Derby-Prophet wieder Recht behalten sollte...

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