Fußball: Der VfB Fabbenstedt will in der Kreisliga A wieder durchstarten
Positiv in die Zukunft

Fabbenstedt (WB). V = Verantwortung, F = Fürsorge, B = Beisammensein: Mit Sven Kassen als neuem Trainer sind sich beim VfB Fabbenstedt alle darüber einig, dass die Grundsätze des Vereins im Vordergrund stehen.

Mittwoch, 01.07.2020, 11:21 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 11:25 Uhr
Andreas Bajohr zieht ab: Der Routinier des VfB Fabbenstedt erzielte in der vergangenen Saison bei zwölf Einsätzen zehn Tore. Foto: Pollex

In Fabbenstedt besinnt man sich nach einer Spielzeit zum Vergessen, in der der VfB sein letztes Meisterschaftsspiel am 17. November bestritt und die Saison schließlich auf dem 14. Tabellenplatz beendete, auf die eigenen Grundsätze. Darin sind sich Fußballobmann Bernd Maschmann und das Trainerteam, bestehend aus Jakob Rolfs und Sven Kassen, einig. Diese Eigenschaft trug maßgeblich zu Kassens Wechsel bei. „Ich brauche einen Verein, der gut geführt ist und in dem alle hinter einer gemeinsamen Sache stehen. Da kam für mich hier im Umkreis nur der VfB in Frage“, zeigt sich Kassen glücklich darüber, dass sein Wechselwunsch in Erfüllung ging.

Ich hoffe, dass wir uns mit der Mannschaft gut verstehen.

Sven Kassen (Neu-Trainer beim VfB Fabbenstedt)

Seinen Co-Trainer Jakob Rolfs hat Kassen zwar erst kürzlich kennengelernt, aber er freut sich auf die Zusammenarbeit: „Er wird es mir leichter machen, im Verein Fuß zu fassen. Ich hoffe, dass wir uns mit der Mannschaft gut verstehen.“ Obwohl man in erster Linie auf eine „gute Gemeinschaft und das starke familiäre Gefühl“ bedacht ist, so äußern es Rolfs und Maschmann, soll auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz kommen. Kassen sieht sein Team dazu befähigt oben mitzuspielen, „wenn sich nicht zu viele verletzen“.

Alle Jungs können sich mit dem VfB identifizieren, da bereits Freunde hier spielen und sie eine neue sportliche Herausforderung gesucht haben.

Sven Kassen

Während es bislang keine Abgänge gibt, darf sich Kassen über die Neuzugänge Dominik Kapetschny und Kevin Herrmann, beide von Preußen Espelkamp II, sowie Jonas Oestreich vom Isenstedter SC freuen. „Alle Jungs können sich mit dem VfB identifizieren, da bereits Freunde hier spielen und sie eine neue sportliche Herausforderung gesucht haben“, schreiben Maschmann und Rolfs. Mit den beiden zuletzt lange Verletzten Leon und Simon Vullriede stehen Kassen zwei Spieler wieder zur Verfügung. Vom neuen Trainer versprechen sich Maschmann und Rolfs „eine andere Sichtweise mit neuen Impulsen, Trainingsinhalten und taktischen Elementen“. Außerdem müsse sich jeder Spieler nun von Neuem beweisen.

Wir blicken absolut positiv auf die Zusammenarbeit zurück. Es war immer harmonisch und vertrauensvoll. Rainer wird hier von allen Seiten geschätzt. Das betrifft seine Sicht auf den Fußball, aber auch seinen kontaktfreudigen Umgang mit den Spielern und Zuschauern. Er ist zu 100 Prozent zuverlässig und die Entscheidung ist schwer gefallen, aber wir haben sie gemeinsam mit ihm getroffen.

Bernd Maschmann (Fußball-Obmann VfB Fabbenstedt)

Trotz des schlechten Resultates der abgelaufenen Spielzeit ist es den Verantwortlichen wichtig, zu betonen, dass man sich nicht deswegen von Rainer Mannel getrennt habe: „Wir blicken absolut positiv auf die Zusammenarbeit zurück. Es war immer harmonisch und vertrauensvoll. Rainer wird hier von allen Seiten geschätzt. Das betrifft seine Sicht auf den Fußball, aber auch seinen kontaktfreudigen Umgang mit den Spielern und Zuschauern. Er ist zu 100 Prozent zuverlässig, und die Entscheidung ist schwer gefallen, aber wir haben sie gemeinsam mit ihm getroffen“, so Rolfs und Maschmann. Das bestätigt Mannel und lobt den „herausragenden Charakter der Mannschaft, die Vereinsführung und das Vermögen in Fabbenstedt, sich selbst einzuschätzen“.

Ich bin seit 55 Jahren eigentlich ununterbrochen in das Fußballgeschehen verwickelt. Ich bin es nicht gewohnt, nicht am Platz zu sein.

Rainer Mannel (Ex-Trainer VfB Fabbenstedt)

Nach fünf Jahren im Amt des Trainers freut sich Mannel über künftige, neue Aufgaben. Die Auszeit kommt ihm dabei nicht gelegen, zumal es ihm schon in der Pandemiezeit schwergefallen sei, nicht am Platz zu sein: „Ich bin seit 55 Jahren eigentlich ununterbrochen in das Fußballgeschehen verwickelt. Ich bin es nicht gewohnt, nicht am Platz zu sein.“ Obwohl er sich also ein neues Engagement für die kommende Serie vorstellen könne, habe es bisher keine passenden Anfragen gegeben.

Nach einigen schwachen Vorstellungen war dann auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geknickt.

Rainer Mannel (Ex-Trainer VfB Fabbenstedt)

Den Höhepunkt seiner VfB-Zeit erlebte Mannel mit der Vizemeisterschaft in der Saison 2018-19. Das schlechte Abschneiden in der vergangenen Spielzeit, die nach einem Remis zum Auftakt (2:2 beim TuS Stemwede) und dem folgenden 5:1 gegen den SV Schnathorst mit dem dritten Tabellenplatz richtig vielversprechend begann, ehe es vier Niederlagen in Folge gab, erklärt sich Mannel folgendermaßen: „Ich denke, das Selbstvertrauen war anfangs zu groß, und es hat an Konzentration gemangelt. Nach einigen schwachen Vorstellungen war dann auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geknickt.“ Der alte Trainer wünscht dem neuen alles Gute: „Er ist eine gute Wahl, seine Art passt in das Umfeld. Ich wünsche dem VfB viel Erfolg.“

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