Preußen Espelkamp verpflichtet nächstes Regionalliga-Ass – und peilt die Oberliga an Nächster Toptransfer: Janik Brosch kommt

Espelkamp (WB). Der FC Preußen Espelkamp hat in der Corona-Pause die Weichen für die kommende Saison gestellt und seinem ohnehin schon schillernden Kader weiteren Glanz verliehen. Mit Stürmer Janik Brosch (27) vom Regionalligisten SV Lippstadt stellte der Sportliche Leiter und Trainer Tim Daseking am Montagnachmittag den nächsten Top-Neuzugang vor, mit dem die Preußen als designierter Westfalenliga-Neuling nun schnellstmöglich das „Projekt Oberliga“ in Angriff nehmen wollen.

Von Alexander Grohmann
Professionelle Vorstellung im Sportpark Mittwald: Preußen-Trainer Tim Daseking und sein Neuzugang Janik Brosch halten in der Kabine den Corona-Mindestabstand ein.
Professionelle Vorstellung im Sportpark Mittwald: Preußen-Trainer Tim Daseking und sein Neuzugang Janik Brosch halten in der Kabine den Corona-Mindestabstand ein. Foto: Grohmann

„Damit steht das Gerüst für die nächsten Jahre“, sagte Daseking mit Blick auf Brosch, der neben Stefan Langemann, Tobias Steffen, Lennart Madroch, Michael Wessel und Kapitän Dennis Schmidt als sechster Spieler des künftigen Preußen-Kaders Regionalliga-Erfahrung vorweisen kann. Der 27-Jährige unterschrieb als Vertragsamateur bis 2023 – spätestens dann soll die Mannschaft den Sprung in die Oberliga geschafft haben.

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Wir haben jetzt einen richtig guten Kader, mit dem wir perspektivisch dann auch den nächsten Schritt gehen können.

Trainer und Sportlicher Leiter Tim Daseking über das Projekt „Preußen 2023“

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Die Preußen können den zweiten Schritt allerdings nicht vor dem ersten gehen. „Noch stehen wir ja nicht hundertprozentig als Aufsteiger fest. Die Frage wird am 5. Juni vom Verband beantwortet“, sagt Tim Daseking, der aber keinen Zweifel daran hat, dass der westfälische Verband seine bereits ausgearbeiteten Pläne auch in die Tat umsetzen und die Tabellenführer in den jeweiligen Ligen zu Meistern küren wird. „Wir haben jetzt einen richtig guten Kader, mit dem wir perspektivisch dann auch den nächsten Schritt gehen können“, sagt der Coach, der in der kommenden Saison den Oberliga-Aufstieg nicht zur Verpflichtung ­machen wird. „Wir wollen aber auf jeden Fall eine gute Rolle in der Westfalenliga spielen.“

Janik Brosch will seinen Teil dazu beitragen. Der Linksfuß, der in Lippstadt als Linksaußen und Linksverteidiger eingesetzt wurde, zählte als Kapitän zu den Stützen beim Regionalligisten. Für den 27-jährigen, der über den SC Herford, Arminia Bielefeld II und SV Rödinghausen 2018 in Lippstadt gelandet war, sprachen dennoch gleich mehrere Argumente für den Wechsel zu den Preußen.

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Ich musste jetzt überlegen, ob ich noch ein Jahr Regionalliga spielen will oder den Fuß in die Tür der Berufswelt setzen will.

Janik Brosch entschied sich für das doppelt attraktive Angebot aus Espelkamp

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„Zum einen wäre mein Vertrag in Lippstadt ausgelaufen. Zum Anderen beende ich Ende Juni mein Master-Studium im Fach Sportmanagement. Daher musste ich jetzt überlegen, ob ich noch ein Jahr Regionalliga spielen oder den Fuß in die Tür der Berufswelt setzen will“, erklärt Brosch und gibt selbst die Antwort: „Es hat sich ergeben, dass ich meine Master-Arbeit bei der Firma Gauselmann schreiben kann.“

Erst Hospitanz bei Gauselmann, dann Tore für die Preußen?

Seit vier Wochen hospitiert der Lemgoer beim Espelkamper Erfolgsunternehmen im Bereich Sportwetten – die Unterschrift bei den Preußen war natürlich Teil der Übereinkunft mit dem Preußen-Sponsor. Lange überlegen musste Brosch nicht, im Sportpark Mittwald fühlt er sich aus vielen Gründen bestens aufgehoben. „Seit meiner Zeit in Rödinghausen ist der Kontakt zu Tim Daseking nie abgerissen“, betont der Akteur, der in Stefan Langemann und Tobias Steffen mit weiteren ehemaligen Weggefährten vom Wiehen in Espelkamp wieder vereint ist. Brosch: „Das ganze Paket hat gepasst. Bei Preußen kann ich zudem weiter ambitioniert Fußball spielen.“

Dafür nimmt er in Zukunft auch gerne die 50-minütige Fahrt von Lemgo auf sich. Wann er das erste Mal mit seiner neuen Truppe auf den Platz gehen kann, ist angesichts der Corona-Restriktionen derzeit allerdings noch nicht absehbar. „Ende Mai werden wir wohl mit den ersten lockeren Einheiten starten. Das wird aber eher ein Kicken und Kennenlernen sein“, prognostiziert Daseking.

Nach Meniskusriss: Corona-Pause kam Brosch „gelegen“

Janik Brosch kommt die Corona-Auszeit durchaus gelegen. Ein Meniskusriss hatte den körperlich robusten und vielseitigen Akteur außer Gefecht gesetzt. „Ich habe die Pause gut genutzt und bin wieder fit“, so der Stürmer, der in Lippstadt „zwei Super-Jahre“ erlebt hat. Kurios: Sollte die Regionalliga-Saison wider Erwarten doch fortgesetzt werden – eine finale Entscheidung ist noch nicht gefallen – , könnte es für den Spieler sogar noch einmal eine kurzfristige Rückkehr nach Lippstadt geben. Damit ist aber eher nicht zu rechnen. Sein Amateurvertrag bei den Preußen tritt zum 1. Juli in Kraft.

Vor Brosch wurden von den Preußen schon Jan-Marten Rittmann (SV Rödinghausen U23), Orkun Tosun (VfB Fichte Bielefeld), Jan Stühmeier (TuS Tengern) und Aytürk Gecim (Roland Beckum) verpflichtet. Bereits im Winter war Tobias Steffen aus Rödinghausen gekommen. Der nun entstandene Espelkamper 22-Mann-Kader hat extrem viel zu bieten. Das Projekt ­„Preußen 2023“ nimmt gewaltig Fahrt auf.

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