Wie gewohnt treffen im Finale der FC Preußen Espelkamp und der TuS Tengern aufeinander
Neuauflage des Klassikers

Espelkamp/Hüllhorst (WB). Es ist der Klassiker im Lübbecker Fußball-Kreispokal. Im Finale am Donnerstag stehen sich wieder einmal der FC Preußen Espelkamp (Landesliga) und der TuS Tengern (Westfalenliga) gegenüber. Anstoß ist um 16 Uhr im Espelkamper Sportpark Mittwald.

Mittwoch, 02.10.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 14:46 Uhr
Sie trafen sich zuletzt in einem Testspiel: Die Preußen mit Michael Wessel (links) und der TuS Tengern mit Nico Erdelt. Foto: Pollex

Es ist genau ein Jahr her, da jubelten an derselben Stelle die Spieler des TuS Tengern und streckten die Trophäe in die Höhe. Mit 2:1 nach Verlängerung setzten sich die Kleeblätter beim Preußen-Heim-Endspiel durch und profitierten beim entscheidenden Treffer durch Pawel Zieba von einem strittigen Elfmeterpfiff. Gegen eine Wiederholung hätte TuS-Kapitän Pascal Bley natürlich nichts einzuwenden: »Wir wollen es wie im letzten Jahr machen. Die Bereitschaft ist bei uns jedenfalls voll da.« Höchste Motivation ist auch den Worten von Espelkamps Anführer Dennis Schmidt zu entnehmen: »Wir wollen auf jeden Fall gewinnen und uns für letztes Jahr rächen, die Niederlage durch den Elfer war wirklich bitter.«

Bilanz der Vorjahre spricht für Tengern

Sowieso spricht die Pokal-Bilanz der Vorjahre für die Tengeraner, die die vergangenen vier Duelle für sich entschieden. Einen Bonus für die Neuauflage stellt das aber noch lange nicht dar. Den einen Favoriten gibt es in diesem brisanten und immer von Emotionen geprägten Dauer-Derby nicht.

Die aktuellen Formkurven dürften allerdings für die Preußen sprechen. Sie sind in der Liga seit Wochen unbesiegt, haben sich nach einem holprigen Start in einen richtigen Lauf und auf den zweiten Tabellenplatz nach vorne gespielt. »Wir haben immer an uns geglaubt und uns auf unsere Stärken fokussiert. Warum es nicht gleich so gut lief, weiß ich wirklich nicht«, sagt Schmidt, der sich mit seinen Kollegen dennoch nicht als Favorit sieht: »Wir sind zwar besser drauf als Tengern, aber ein Finale ist immer etwas Besonderes. Deren Position in der Liga spiegelt auch nicht die Qualität wider.« Wozu die Preußen in der Lage sind, bekamen die Tengeraner allerdings noch kurz vor dem Serienstart zu spüren. Ein Testspiel gewann Espelkamp mit 4:1.

Bley hat keine Zweifel

Seitdem gewann Tengern Pflichtspiele nur im Pokal. Der Aufsteiger hängt in der Westfalenliga am Tabellenende fest, wartet noch auf den ersten Sieg der Saison. »Wir zweifeln aber nicht an uns, haben dennoch unseren Spaß. In so einer Situation zeigt sich auch, welchen Charakter eine Mannschaft hat«, sagt Bley. Dennoch würde ein Sieg im Finale wohl besonders gut tun. »Der Pokal könnte uns dabei helfen, Selbstvertrauen zu tanken. Diese Chancen sollten wir nutzen«, sagt Bley, der die Rollenverteilung so beschreibt: »Espelkamp hat sich gut eingespielt, aus den Ergebnissen ergeben sich vielleicht leichte Vorteile für die. Doch auch wir können ein gutes Spiel abliefern und dann jeden schlagen.«

Erschwerend kommt für Tengern die personelle Situation hinzu. Mit den verletzten Magnus Giersdorff, Waldemar Jurez und Vorjahres-Doppeltorschütze Pawel Zieba sowie Alexander Knicker (Urlaub) fehlen gleich vier Stammkräfte, die zusammen schon einige Partien gegen die Preußen bestritten haben. Die Ausfälle sorgen auch dafür, dass TuS-Trainer Olaf Sieweke ein Großteil der Offensivabteilung wegbricht. Es könnte also wieder die eine oder andere Überraschung in der Startformation geben – wie am Sonntag der als Stürmer aufgebotene Tom Borchard. »Es ist egal, ob wir personell gebeutelt sind. Es wird auf die Tagesform und die höhere Bereitschaft ankommen«, vermutet Bley.

Vorspiel um Platz drei

Bei den Preußen ist die Liste der Ausfälle überschaubarer. Nur Kevin Reimer (erkrankt) und Allan Dantas (Oberschenkel) drohen auszufallen. Großen Anlass zu personellen Veränderungen dürfte FCP-Coach Tim Daseking angesichts der zuletzt erzielten Resultate wohl sowieso nicht haben. Das sieht auch Kapitän Dennis Schmidt so: »Never change a winning team.«

Vor dem Finale stehen sich ab 14 Uhr der TuS Gehlenbeck (Kreisliga A) und der B-Ligist OTSV Pr. Oldendorf im Spiel um Platz drei gegenüber. Der besondere Reiz: Der Sieger hat ein Ticket für die große Pokal-Feier in der Barre-Brauerei sicher.

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