Fußball-Landesliga: Langemann führt Preußen Espelkamp zum 6:3 gegen Maaslingen
Drei Tore für Samuel

Espelkamp (WB). Erst Papa geworden, nun seinen ersten Dreierpack im Trikot des FC Preußen Espelkamp geschnürt: Stefan Langemann schwebt aktuell auf Wolke sieben. Da war es auch klar, an wen er nach dem Schlusspfiff und dem 6:3 (1:2)-Heimsieg von Fußball-Landesligist FC Preußen Espelkamp gegen Nachbar RW Maaslingen zu allererst dachte: »Die Drei Tore widme ich meinem Samuel!«

Sonntag, 08.09.2019, 20:09 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 08:20 Uhr
Stefan Langemann machte im Kreisderby den Unterschied. Hier scheitert er noch an Karsten Römbke, erzielte später aber drei Tore. Foto: Volker Krusche

Es war ein Offensivspektakel, das die rund 300 Zuschauer im Albert-Pürsten-Stadion zu sehen bekamen. Neun Treffer und weitere fast zwei Dutzend Torchancen vor beiden Gehäusen sorgten für einen sehr unterhaltsamen Fußball-Nachmittag. Bereits nach neun Minuten hätten die Preußen schon mit 3:0 führen können. Ihr Umschaltspiel sorgte dafür, dass die Rot-Weißen völlig überfordert und zählbare Erfolge für die Gastgeber eigentlich nur eine Frage der Zeit waren. Nach wenigen Sekunden rettete der starke RWM-Torhüter Karsten Römbke vor Lange-mann, kurz darauf verzog Bennett Heine im Sechszehner, war Michael Wessels Grätsche nach Freistoß von Robin Reimer um eine Fußspitze zu kurz. Und als Langemann dann noch einen Freistoß an die Latte setzte, war das 0:0 für die Gäste überaus schmeichelhaft.

Schmeichelhafte Führung

Noch schmeichelhafter aber die Maaslinger Führung nach zwölf Minuten. Nach einer Ecke stand Innenverteidiger Lukas Franzmeier völlig blank, hielt nur noch den Stiefel hin und ließ seinen Anhang jubeln. Völlig verkehrte (Fußball-)Welt! »In der Folge haben wir uns recht schwer getan«, gestand FCP-Coach Tim Daseking ein. RWM kam zu zwei weiteren guten Abschlüssen – und in der 35. Minute durch den ersten Sonntagsschuss des Tages durch Sinan Boga aus gut 20 Metern zum überraschenden 2:0. Nur gut, dass Can Akbas 180 Sekunden später eine feine Hereingabe von Henrik Bartsch freistehend annehmen und aus zehn Metern zum Anschlusstreffer versenken konnte. »Das 1:2 war enorm wichtig. Das hat uns für die zweiten Hälfte viel Rückenwind verliehen.«

Daseking musste beim offenen Schlagabtausch mit einem Chancenverhältnis im ersten Abschnitt von 10:6 für sein Team, dass Lennart Madroch mit Bänderverletzung in der 32. Minuten verlor, leidvoll erkennen , »dass wir nach Ballverlusten nicht optimal nach hinten verteidigt und über die Außen zu viel zugelassen haben.«

Ausgleich nach 25 Sekunden

Nur gut, wer einen Stefan Langemann in seinen Reihen hat. Der Torjäger stellte 25 Sekunden nach Wiederanpfiff alles auf Null, als er in den Strafraum marschierte und das Leder über Römbke hinweg zum 2:2-Ausgleich lupfte. Sieben Minuten später musste Henrik Bartsch den nach einem Flaake-Schuss vom Keeper abgewehrten Ball nur noch ins leere Tor drücken. Preußen schien nun alles im Griff zu haben, bekam aber eine kalte Dusche, als Bastian Rode drei Minuten später mit dem zweiten Maaslinger Sonntagsschuss einen Freistoß in den Winkel setzten – 3:3.

Doch Preußen war nun griffig und biss in Person von Langemann zu, dessen Volleyabnahme aus 14 Metern für Römbke unhaltbar war. Als dann Bartsch zwei Minuten später erneut blank stand und zum 5:3 nur einschieben musste, waren alle Messen gelesen. Der Schlusspunkt war schließlich nur Einem vorbehalten: Stefan Langemann. Das i-Tüpfelchen auf seine Top-Vorstellung.

FC Preußen Espelkamp : Vom Hofe; K. Reimer, Wessel, Klostermann, Langemann, Schmidt, Bartsch (81. Dantas), Akbas (46. Freimuth), Heine, Madroch (32. Flaake), R. Reimer (46. Manske) Tore : 0:1 Franzmeier (12.), 0:2 Boga (35.), 1:2 Akbas (38.), 2:2 Langemann (46.), 3:2 Bartsch (53.), 3:3 Rode (56.), 4:3 Langemann (64.), 5:3 Bartsch (66.), 6:3 Langemann (90+2)

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