Tennis-Bundesliga: Herren 30 verlieren beim Buschhausener TC mit 2:7
Coric-Kumpel zu stark für Espelkamp

Oberhausen (WB). Da war nichts zu machen: Mit 2:7 verlieren die Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald in der Bundesliga Nord beim Aufsteiger Buschhausener TC und müssen ihre vagen Titel-Träume vorzeitig begraben. »Wir hätten viele glückliche Fügungen benötigt, um bei dieser bärenstarken Mannschaft zu punkten«, sagt Espelkamps Teamkapitän Tobias Löhbrink.

Sonntag, 30.06.2019, 20:53 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 10:46 Uhr
Da war jede Beratung zwecklos: Tobias Löhbrink (links) sah sein Team in Buschhausen auf verlorenem Posten. Franz Stauder (rechts) konnte immerhin erneut punkten. Foto: Schmedtlevin

Bereits vor den Doppeln liegen die Gastgeber am Samstag mit 4:2 in Führung. Der Zwischenstand hätte noch deutlicher ausfallen können, doch beim TVE stemmt sich Josselin Ouanna erfolgreich gegen seine drohende erste Saisonniederlage. Mit 6:4, 5:7 und 10:4 kämpft sich der Franzose im Spitzeneinzel gegen den Kroaten Antonio Sancic zum Sieg.

Neben Ouanna kann auch der starke Stauder wieder punkten

Eine starke Leistung liefert an Position fünf auch Franz Stauder ab. Espelkamps Lokalmatador weist den Letten Andis Juska nach hartem Kampf mit 6:4, 1:6 und 10:7 in die Schranken und feiert in der laufenden Saison seinen dritten Einzel-Sieg in Folge. Auf drei anderen Plätzen sind die Gäste dagegen überraschend chancenlos. Das TVE-Pech: Ausgerechnet im Heimspiel gegen Espelkamp läuft der Aufsteiger aus Buschhausen mit einer Parade-Truppe auf.

Nach Wimbledon-Absage von Coric kann Veic für Buschhausen auflaufen

Unter anderem mit von der ­Partie ist Antonio Veic: Der erst 31 Jahre alte Kroate, der auf der ­Profi-Tour einst an den Top 100 kratzte, ist »Hitting Partner« von Borna Coric und begleitet seinen Landsmann auf fast alle Turniere. Weil Coric – aktuell Weltranglisten-15. – aus Verletzungsgründen die Reise nach Wim­bledon absagen musste, hat Veic am Samstag Ressourcen auf roter Asche frei und läuft in der Bundesliga auf.

6:2, 6:1 – 31-jähriger Kroate zeigt Burquier die Grenzen auf

An Position zwei trifft Veic auf Gregoire Burquier, dem im zweiten Saison-Einsatz für die Espelkamper Hören und Sehen vergeht. Mit 2:6 und 1:6 wird der Franzose vom Platz gezaubert, ist genauso machtlos wie seine Teamkollegen Andreas ­Thivessen (1:6 und 2:6 gegen den Belgier Maxime Braeckman) und Jan-Henrik Langhorst (3:6, 4:6 gegen Thimo Van der Lecq/NED). Toll zur Wehr setzt sich an Nummer drei Enrico Burzi, der dem Serben Ivan Bjelica nach einem 3:6 im ersten Durchgang den zweiten Satz mit 6:2 abnimmt und erst im Champions-Tiebreak mit 5:10 verliert.

Die Doppel mussten wir bei diesem Spielstand natürlich risikoreicher aufstellen.

Tobias Löhbrink, Teamkapitän des TV Espelkamp

»Wenn man drei Doppel gewinnen muss, stellt man risikoreicher auf«, sagt Tobias Löhbrink über die finalen Match-Konstellationen. Selbst Ouanna/Langhorst bekommen im starken Zweier-Doppel keinen Zugriff, müssen sich gegen Veic/Juska mit 2:6 und 2:6 geschlagen geben. Der Gegner kann nachlegen und bringt mit Laurent Montoisy einen Doppel-Experten. Zusammen mit Van der Lecq lässt der Belgier Thivessen/Stauder beim 6:3, 6:2 alt aussehen. Der ebenfalls auf der Meldeliste geführte Ex-Profi Gilles Muller wird gar nicht erst benötigt.

Für Löhbrink stellt sich nach dieser Machtdemonstration des Gegners die Frage nach dem kommenden Gruppensieger nicht. »Mit der Aufstellung gewinnt Buschhausen gegen Leverkusen mit 9:0«, denkt der TVE-Teamkapitän. Espelkamps Herren 30 kommen dagegen nun auf 2:2 Siege und sind bei der Entscheidung außen vor. Löhbrink: »Wir wollen jetzt im letzten Spiel in Uhlenhorst einen guten Abschluss hinkriegen.«

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