Christian Pawlak will mangels Gegnern im Supermittelgewicht nun im Halbschwergewicht angreifen
Auf dem Weg zur zweiten Krone

Espelkamp.  (WB). Eine weitere Weltmeisterschaft in der Heimat, das ist der Traum, den sich Boxprofi Christian Pawlak im kommenden Jahr erfüllen will. »Parallel zum Supermittelgewicht strebe ich auch den Gürtel im Halbschwergewicht an. Und den würde ich gern vor der Haustür gewinnen.«

Donnerstag, 06.06.2019, 16:27 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 16:40 Uhr
Christian Pawlak und Riza Baydilli steigen am Samstag in den Ring. Foto: WB

Schon einmal hat sich der »Champ« im Espelkamper Bürgerhaus als Champion feiern lassen dürfen. Vor 15 Monaten verteidigte Pawlak dort seinen Titel der World Boxing Union (WBU) gegen den Kroaten Bosko Misic einstimmig nach Punkten. Seit dem Tag wartet der in 45 Kämpfen 36mal (davon 24 KOs) siegreiche Faustkämpfer auf einen weiteren Herausforderer. Doch es tut sich nichts. Selbst eine vom Verband eigentlich binnen einen Jahres nach dem letzten Titelkampf vorgeschriebene Pflichtverteidigung kam bislang nicht zustande, weil einfach keiner da ist, der Christian Pawlak den Weltmeistertitel streitig machen will. »Ich warte schon länger darauf, dass mir der Verband sagt: Christian, da ist jetzt einer, gegen den musst du ran.«

»Ich will boxen, nicht zuschauen«

Und der 39-Jährige, der sämtliche seiner letzten 15 Kämpfe gewann, 13 davon sogar vorzeitig, macht daher auch einen Abstecher in der nächsthöheren Gewichtsklasse, dem Halbschwergewicht. Einerseits muss er dadurch augenblicklich nicht so viel abkochen, andererseits findet er hier mehr Gegner. »Ich will ja schließlich boxen und nicht immer nur zuschauen.« Zum zweiten Mal nach seinem Blitz-K.O. in der ersten Runde im März gegen Mihaita Cosma steigt Christian Pawlak am Samstag im Black Wolves House in Wiesbaden in der Klasse bis 79,378 kg in den Ring, trifft dort auf Mehmet Karaka. Der 31-jährige Mannheimer ist für den Espelkamper ein unbeschriebenes Blatt. »Ich kenne ihn nicht, werde die erste Runde meinem Kampfstil entsprechend zum Kennenlernen nutzen.« Wer den »Champ« kennt, der weiß genau, dass er jeden Gegner ernst nimmt und konzentriert an die Sache herangeht. »Was passieren kann, wenn man das nicht tut, hat ja gerade erst Anthony Joshua in New York gezeigt.«

Der Kampf in Wiesbaden soll nicht der letzte in 2019 sein. »Zweimal möchte ich noch in den Ring steigen«, so Pawlak, der klar macht, sowohl im Supermittelgewicht als auch im Halbschwergewicht boxen und erfolgreich sein zu wollen. »Wenn ich Sponsoren finde, steht einem WM-Kampf in Espelkamp nichts im Wege.«

Gespannt ist Pawlak, wie sich Riza Baydilli schlagen wird. Der steht vor seinem Debüt im Schwergewicht, trifft auf Ramazan Yilmaz. »Riza hat gut trainiert. Ich wünsche ihm, dass sich das auszahlt.« Baydillis 25-jährige Gegner hat jedoch einen Vorteil: Er stand schon siebenmal im Ring.

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